“Das ist doch noch gut!” : nach diesem Motto haben wir auf einem brachliegenden Grundstücks in Friedrichshain Material für unseren Gartenaufbau zusammengesammelt. Im Vorgarten des ehemaligen Bechsteingebäudes am Moritzplatz, da wo jetzt das Modulorhauses entstehen wird, haben wir drei Weiden und und einige Rosen gerettet und bei uns eingepfanzt. Die Nachbarschaft bedient sich bei an unserem Haufen aus Kamelmist, um ihre Blumenerde zu verbessern. Und Marie-Luise Clausen aus Schleswig hat uns dankenswerter Weise einige ihrer Hochleistungs-Rotwürmer zukommen lassen, damit diese unseren Kompost in wertvollen Humus verwandeln. Kein geringerer als Charles Darwin hat mit seiner Schrift “Die Bildung der Ackererde durch die Tätigkeit der Würmer” (1881) diesen wichtigen Beitrag der Würmer gewürdigt und sie von dem Vorwurf befreit Schädlinge zu sein.
22.3 Ackern in Kreuzberg
In “Berlin 21 – Magazin für einzukunftsfähifes Berlin” ist eine kurze Selbstdarstellung von uns erschienen.
Das Magazin könnt hier runterladen
Frühlingserwachen im Neuen Kreuzberger Untergrund
Wir reiben uns den Winterschlaf aus den Gärtneraugen und machen, dass wir wieder ins Freie kommen. Unter anderem mit unserem Projekt Moritzküche: Zusammen mit Kindern der Hunsrück Grundschule gärtnern und kochen wir in den Prinzessinnengärten. Die Kinder erkunden den neuen Kreuzberger Untergrund: Es wird gegraben, gebuddelt, gepflanzt, gesäht … und am Ende wandern die geernteten Bodenschätze direkt vom Feld in den Topf.
Während dessen haben wir einer Gruppe von Stadtaktivisten aus Amsterdam von der Idee unseres Gartens erzählt und Erfahrung über ein alternative Aneignung von städtischen Freiräumen ausgetauscht.
08.03 “EINSWEITER” zu Besuch bei den Prinzessinnen
EINSWEITER ist ein “Magazin für Veränderung”, läuft im Digitalfernsehen des Ersten und war zu Gast in den Prinzessinnengärten und in unserer Anzuchtstation in der Pappelallee. Unsere Plauderei mit Anja könnt ihr Euch anschauen wenn ihr auf das Bild klickt.
06.03. Frühjahrsputz
Nach der 1929 veröffentlichten kleinen Gartenfibel “Das Jahr des Gärtners” von Karel Capek ist jetzt die Zeit der Bodenaufbereitung. Für ihn hiess es noch mühsam Eierschalen, Ruß und Fingernägel sammeln, um den Boden zu verbessern und wehmütig an die Fülle auf dem Land zu denken: “… du Gärtner in der Stadt, stell dir … so einen fetten, braunen, rauchenden Misthaufen auf einem Bauernhof vor”. Dank den Kamelen und dem Lama Rocky haben wir nun mehr als reichlich von dem guten Dünger. Und einige fleißige Hände haben uns geholfen, ihn zusammenzutragen.
Gewerberäume zu Gewächshäusern: Anzucht in der Pappelallee
30 Millionen Menschen spielen angeblich jeden Tag “Farmville”, eine Bauerhofsimulation im Internet, um Gemüse anzubauen und Freunde kennenzulernen. Wir gehen dafür lieber in die Stadt. Urbane Landwirtschaft bedeutet hier aber auch, arbeiten mit dem, was da ist. So haben wir zwar kein Gewächshaus, aber einen guten Draht zur Leuchtturm-Genossenschaft, die ein generationsübegreifenden Wohnprojekt in einem Niedrigenergiehaus in der Pappelallee 43 betreibt. Den Gewerberaum mit Fensterfront zur Strasse, der demnächst vermietet werden soll, dürfen wir freundlicherweise temporär nutzen, um hier unsere Jungpflanzen anzuziehen – darunter: Kohlrabi “Azur Star”, Knollenfenchel “Perfektion”, Paprika “Pustagold” und Süsse Zitronenminze.
Vielen Dank






