Einträge von: Marco Clausen

Dokumentation zum Aufbau Laube

Diego Aracil und Laura Ordoñez haben den Aufbauprozeß der Laube in einem Film dokumentiert. Hier der Trailer. Der Film wird in diesem Jahr unter anderem auf der Seoul Architektur Biennale laufen, zu der die Laube eingeladen ist.

Insgesamt waren seit Herbst 2015  etwa 100 Studierende, Auszubildende und Freiwillige am Selbstbauprozeß beteiligt. Sie haben ca. 10 000 Stunden Arbeit in das Gebäude eingebracht, das in Zukunft als Gemeingut für Bildung, Kultur und Austausch genutzt werden soll.


Ein Fall von Greenwashing

Kolumne von Christa Müller zu den “Gemeinschaftsgärten” von Vattenfall:

Mit der Förderung von Braunkohle und dem Betreiben von Atomkraftwerken hat der Energiekonzern Vattenfall viel Geld verdient – und hohe Kosten für Natur und Gesellschaft verursacht. Nun verklagt der Konzern die Bundesrepublik wegen des Atomausstiegs auf fast fünf Milliarden Euro Schadenersatz für „entgangene Gewinne“…. Schon jetzt kostete das Verfahren den deutschen Staat mehrere Millionen – Geld, das fehlt, um zum Beispiel grüne Infrastrukturen in den Städten auszubauen. Hier wiederum engagiert sich – ausgerechnet – Vattenfall! In Berlin eröffnet der Konzern sogenannte „Vattenfall-Gemeinschaftsgärten“ …. Der Konzern, der jährlich 8,5 Millionen Tonnen CO2 allein von Hamburg aus ins Gemeingut Luft entlässt, engagiert sich in Berlin für die Begrünung der Stadt?

Bereits bei der Eröffnung des Vattenfall-Gartens in der Köpenickerstraße in Berlin Mitte hatten einige Gartenaktivist*innen vor Ort auf das Greenwashing aufmerksam gemacht:

“Wer über Jahrzehnte Millionen mit dem ungebremsten Verfeuern fossiler Energieträger verdient hat und dies auf Kosten des Klimas, der Umwelt und zukünftiger Generationen, der kann sich nicht einfach mit ein paar symbolischen Gärten von dieser Verantwortung reinwaschen”.

Der komplette Text der Aktion findet sich hier. Auch das Freie Radio hat einen Beitrag “Ein Fall von Greenwashing?! Garteneröffnung bei Vattenfall in Berlin” gesendet.


Nachruf auf Gerda Münnich (1939-2017)

Gerda Münich
Gerda Münnich ist am 12. April von uns gegangen. Die Lücke, die ihr unerwarteter Tod in die Berliner Gartenbewegung reißt, wird nicht zu schliessen sein. Gerda wird uns schmerzhaft fehlen.
„Mutter der Berliner Interkulturellen und Gemeinschaftsgärten“ hat sie sich manchmal mit einem Augenzwinkern genannt. Doch das war sie wirklich. (mehr…)


“The Art of being Civic” in der Tate London

Als Nachbarschaftsakademie waren wir von der Civic University (publicworks) zu dem Symposium “The Art of Being Civic” in die Tate Exchange nach London eingeladen worden. Zusammen mit Forschenden, Aktivist*innen, Künstler*innen und Architekt*innen anderen haben wir uns zu neuen Formen des Lernens , der Produktion und Vermittlung von Wissen in der Zivilgesellschaft ausgetauscht. Es  ging um Pädagogien, die es der Zivilgesellschaft ermöglichen, sozialen Wandel herbeizuführen, oder – wie es Paulo Freire ausdrückte – Bildung als eine Praxis der Freiheit zu verstehen.


In Verteidigung der Gärten – Brüsseler Geschichten

In Verteidigung der Gärten

Noemie Pons-Rotbardt und Livia Cahn, die beiden zu Gärten forschen und in Gärten in Brüssel aktiv sind, haben in die Nachbarchaftsakademie eingeladen, um sich darüber auszutauschen, wie Gemeinschaftsgärten davor geschützt werden können verdrängt oder zerstört zu werden.

Noemi und Livia sind Teil der Forschungsgruppe Ecologies de Bruxelles die zu der Frage arbeitet, wie urbane Ökologien Teil urbaner und sozialer Kämpfe sein können. Gleichzeitig sind die beiden Teil der Brüsseler Gartenbewegung. Sie haben berichtet, wie in Brüssel vor genau einem Jahr, zum Internationalen La Via Campesina Tag (17. April), über 200 verschiedene urbane Gärten ein gemeinsames Forum zur Verteidigung des Grüns in der Stadt gegründet haben, das Tuiniers Forum des Jardiniers.

Im anschließenden Gespräche haben wir uns auch zur Bedrohung von Gärten in Berlin und anderen Städten und möglichen Verteidigungsstratehien ausgetauscht.  Erwähnt wurde nicht nur die Kampagne “Wachsen lassen!”, die 2012 für den Erhalt der Prinzessinnengärten zumindest bis 2018 gesorgt hat, sondern vor allem auch aktuelle Fälle. Sowohl der Neuköllner Gemeinschaftsgarten Prachttomate wie das Weddinger himmelbeet waren bei der Diskussion vertreten und haben auf die aktuelle Gefährdung der beiden Gartenprojekte verwiesen. Das himmelbeet hat gerade die Petition himmelbeet muss bleiben gestartet.

In Verteidigung der Gärten: Brüssel BrusselFlyerK

ngbk Projekt zu Archäologien der Nachhaltigkeit

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Die Hauptversammlung der ngbk hat entschieden, die “Archäologien der Nachhaltigkeit” als erster Projekt im Rahmen einer neuen Förderung von künstlerischen Forschungsvorhaben zu unterstützen. Das Vorhaben, das sich ausgehend von Leberecht Migge mit dem Entstehen und dem Wandel von Ideen der Nachhaltigkeit in der Moderne auseinandersetzt, wurde von Silvan Linden, Asa Sonjasdotter, Florian Wüst, Sandra Bartoli und Marco Clausen eingereicht.