Einträge von: Svenja

Ungewollte Werbekulisse

Falls sich schon jemand gefragt hat, was an der dem Garten angrenzenden Brandmauer geschieht: hier wird eine großflächige Wandwerbung für Mercedes Benz aufgebracht. Gegen unseren Willen und unter Androhung von Anwaltskosten durchgedrückt. Wir distanzieren uns ausdrücklich von dieser Werbeaktion und finden es ätzend, dass der Garten gezwungenermaßen als Kulisse für die obendrein sexistische Werbung eines Autoherstellers herhalten muss.


Unser neues Büro: der Ableger

horstklein

Wir haben ein neues Büro gefunden! Nach zwei Jahren hoch am Kottbusser Damm sind wir nun endlich wieder in Laufnähe des Gartens zu finden, und zwar in der Oranienstraße 45, wo zuvor das Likörchenkollektiv Tante Horst jahrelang ansässig war. Hier möchten wir nicht nur buchhalterisch tätig sein, sondern den Raum auch als Seminar- und Nachbarschaftsraum zugänglich machen. Neulich waren wir noch auf Namenssuche, mittlerweile wurde der neue Name gefunden: Ableger. Danke an alle, die sich bei der Namensfindung beteiligt haben! Falls ihr Fragen oder Ideen habt, schreibt gern an sn@prinzessinnengarten.net


Ausschreibung ReUse Möbel die Zweite

Da die erste Runde recht kurzfristig war und wir uns freuen würden, wenn noch mehr tolle Entwürfe eintrudeln gibt es nun eine zweite Runde der ReUse Möbel Ausschreibung. Jede/r ist herzlich eingeladen einen oder mehrere Entwürfe für Stühle, Tische oder Lampen aus ReUse Materialien einzureichen, die genauen Rahmenbedingungen findet ihr hier, in der Ausschreibung.

Bei Fragen wendet euch bitte an Sarah, sie erreicht ihr unter 0163 4361889 oder smo@prinzessinnengarten.net. Sie kann euch auch die Materialliste schicken, in der ihr schon mal sehen könnt, welche Materialien wir zur Verfügung stellen können.

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ReUse Möbel Vorstellung

Noch nicht komplett renoviert, schon hatte unser neues Büro in der Oranienstraße 45 seine zweite Veranstaltung. Im Rahmen des Re:Move Projektes hatten wir eine kurzfristige Ausschreibung für Büroeinrichtung herausgegeben, am 16.12. wurden die Ergebnisse präsentiert. Der Hauptfokus lag auf Lampen, die aus häufig und zuverlässig beziehbaren Restmaterialien bestehen. Weitere Kriterien wie effiziente Leuchtstoffe, Bauzeit und Schwierigkeitsgrad gingen mit in die Wertung ein. Die Ergebnisse können ab Januar in unserem neuen Büro, Oranienstraße 45 (ehemaliges Tante Horst) besichtigt werden.


Der Re:Move Blog

Auf diesem Blog erfahrt ihr in der nächsten Zeit Neuigkeiten des Re:Move Projektes.
Was das eigentlich für ein Projekt ist und warum wir es ins Leben gerufen haben:

Kreisläufige Ressourcennutzung im urbanen Raum ist eine der zentralen ökologischen Herausforderungen. Es gibt immer mehr Initiativen, die sich mit der Wieder- und Umnutzung von Rohstoffen auseinandersetzen und verschiedene Wege aus unserer Verbrauchs und Wachstumskultur, hin zu sozial und umweltverträglichen Rohstoffkreisläufen aufzeigen. Doch die verlässliche Verfügbarkeit von Restmaterialien in größerem Rahmen ist häufig nicht gegeben, da organisatorische, rechtliche und finanzielle Fragen unklar sind.

Um diesen Umstand zu ändern haben wir, zusammen mit dem Verbund offener Werkstätten und der anstiftung, das Re:Move Projekt gestartet. Wir planen mit diesem Projekt den Aufbau funktionierender Netzwerke zur sinnvollen Umverteilung von ehemaligen Restmaterialien hin zu NutzerInnen, die daraus neue Projekte und Ideen mit Materialien ausstatten können. Somit möchten wir einerseits zur Ressourcenschonung beitragen und andererseits tollen Projekten mit Materialbedarf helfen, preiswerte, hochqualitative und nachhaltige Materialien zu beziehen. Des Weiteren ist ein Ziel des Projektes, konkret und breit umsetzbare Nutzungen von Restmaterialien zu entwerfen, zu testen und diese breit verfügbar zu machen, um die Nutzung ehemals entsorgter Materialien alltagstauglicher zu machen.

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Der BlackPott kommt

Der BlackPott ist Hauptdarsteller des ersten größeren Projektes im Rahmen des ReMove Netzwerkes. Auf Basis des BlackPott führen wir ein Mehrwegbecher-Pfandsystem ein, das auf bereits vorhandenes Material zurückgreift und somit Müll reduziert. Einweg-Coffee to go-Becher belasten in Herstellung und Entsorgung zunehmend die Umwelt, in Berlin allein fallen täglich 460.000 Becher an, laut BSR sind 60% des Inhalts innerstädtischer öffentlicher Mülleimer Einweg-To Go-Verpackungen.

Um das zu ändern, entwickeln wir, in Zusammenarbeit mit dem Verbund offener Werkstätten, der Siebdruckwerkstatt Neukölln und gefördert durch die Anstiftung sowie den Lush Charitypot, ein Pfandsystem für recycelte To Go-Getränkebecher. BlackPotts waren in ihrem ersten Leben Kosmetikbehälter: bestehend aus 100% recyceltem Polypropylen (PP) ist dieser Vielkönner lebensmittelecht, leicht und hat eine handliche Größe. Mit seinem Deckel ist er sogar auslaufdicht und nach unserer gründlichen Reinigung und Geruchsneutralisierung damit bestens geeignet als Coffee to go-Becher. Nach Gebrauch können diese im entsprechenden Café oder einem Partnergeschäft wieder aufgefüllt oder zur Pfandrückgabe abgegeben werden.

Momentan sind wir in der Testphase (interessierte Cafés: schreibt uns an! -> hb@prinzessinnengarten.net) für zwei verschiedene Modelle, den Kiez Cup (individuell bedruckbare Becher eines Caféverbunds, der dann an verschiedenen teilnehmenden Cafés zurückgegeben werden kann) und den Cafébecher, der pro Café individuell bedruckt und nur dort wieder zurückgegeben werden kann. Die Motive können von den Cafés selbst entworfen werden, die Becher können vor Ort mit Hilfe der selbstgebauten Mini-Tampon-Druckvorrichtung der Siebdruckwerkstatt Neukölln bedruckt werden, hier seht ihr wie hübsch das funktioniert:


Permakultur & Terra Preta Workshop

Vergangenen Dienstag fand ein von der Stiftung Naturschutz in Kooperation mit den Prinzessinnengärten initiierter Workshop für 30 Bundesfreiwilligendienstleistende zum Thema Permakultur und Terra Preta statt. Die zentrale Frage war, inwiefern wir gärtnerische und landwirtschaftliche Systeme so gestalten können, dass sie dauerhaft bestehen und produktiv sein können, aber gleichzeitig ökologisch funktionieren. Im zweiten Teil des Workshops, der sich mit Aufbau von Boden und den verschiedenen Chancen und Möglichkeiten dazu befasst hat, wurde auch besonders auf das große Potential der Kohlenstoffspeicherung und Pufferwirkung lebendiger Böden eingegangen, welche beide eine besondere Rolle in Zeiten des Klimawandels spielen.


Reste zu Sandalen!

Kürzlich hatten wir Jana aus Valenca/Spanien zu Besuch im Garten. Sie hat in zwei Workshops gezeigt, wie aus Lederresten von Möbeln am Straßenrand und alten Fahrradreifen, sowie etwas Moosgummi und Kleber ansprechende, maßgenaue bequeme und hochwertige Sandalen bauen kann. Ein immerhin achtstündiger Einstieg in’s Schuhmachen, bei dem auch Theophile aus Frankreich mitgemacht hat, der froh war endlich mal Sandalen in Größe 49 tragen zu können.


Pflanzentauschmarkt 2016

Der alljährliche Pflanzentauschmarkt in Kooperation mit Social Seeds war dieses Jahr wieder bestens besucht und von strahlendem Sonnenschein begleitet. Ca. 2500 BesucherInnen kamen vorbei um Jungpflanzen einzutauschen, bei regionalen HändlerInnen mit alten Gemüse-Sorten und samenfestem Saatgut einzukaufen, sich bei den Initiativenständen über wesensgemäße Bienenhaltung, autofreies Reisen oder Aufforstungsprojekte zu informieren oder am ReFashion-Refood-Auftaktfestival teilzunehmen, in dem mit Pflanzen gefärbt wurde, Lebensmittelrette zu bestem Essen verkocht und Studenten der Humboldt-Universität Vorträge über die Kommunikation von Pflanzen hielten. Schön war’s!


Landwirtschaft ohne Tiere?

In Herbst und Winter hat man als gärtnernder Mensch endlich Mal Zeit wieder über den Gartenrand zu schauen. So waren letztes Wochenende ein paar von uns auf der Burg Lohra in Thüringen auf den Bio-Veganen Landbautagen. Hier wurden die Möglichkeiten und offenen Fragen einer Landwirtschaft erkundet, die ganz ohne Tiernutzung auskommt. Ziel der Initiatiorenvereinigung ‘Bund für vegane Lebensweise’ (BVL) ist nicht nur, die Tierhaltung runterzufahren, sondern auch die Abhängigkeit von tierischen Düngemitteln, zum Beispiel im Gemüsebau, aufzulösen, da sie u.a. auch die Massentierhaltung durch Abnahme ihrer ‘Abfälle’ unterstützt. Dieses Ziel, die Erfahrungen bereits praktizierender LandwirtInnen und die Ausgestaltung des angedachten Biovegan-Siegels haben auf jeden Fall genug Diskussionsstoff für ein prall gefülltes, spannendes Wochenende hergegeben. Und bei uns unter anderem die Frage hinterlassen, wie wir denn nun am besten mit unseren Schneckeninvasionen umgehen …