Topic: Nachbarschaftsakademie

Triennale die Milano

Grafik: Natalia Hosie

Grafik: Natalia Hosie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die 21ste Triennale di Milano zeigt in der Ausstellung “Urban Orchard” von Mai bis September auch die Prinzessinnengärten, die Nachbarschaftsakademie und die Laube. Die Ausstellung präsentiert insgesamt 25 Projekte und setzt die Untersuchungen zum Verhältnis von Stadt und Land fort, die 2012 in Lotus International #149 veröffentlicht wurden. Zu Prinzessinnengarten, Laube und Nachbarschaftsakademie gibt Materialien aus dem Film “Città del Cavolo” von Paola Longo and Salvatore Laforgia sowie Graphiken von Natalia Hosie.

History of the Space, Natalia Hosie

History of the Space, Natalia Hosie


Interview mit Free Berlin

Unbenannt

Foto: Flohmarkt am Moritzplatz (1999), Erik Göngrich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Free Berlin hat eine Ausgabe mit dem Schwerpunkt Kreuzberg und Kreativität veröffentlicht. Darin finden sich Beiträge zu “Sounds of Creativity around Moritzplatz”, zur Flüchtlingsbewegung und ein Interview von mir, Marco Clausen, mit einer persönlichen Einschätzung zu Prinzessinnengarten, der Fläche am Moritzplatz und der Nachbarschaftsakademie. Mit dem Hinweis, dass der Prinzessinnengarten ein plurales Projekt mit einer Vielzahl unterschiedlicher Stimmen ist, betone ich dabei, dass  es nach meiner Einschätzung nach einer langen Welle der Privatisierung, der Kommerzialisierung und Verdrängung an der Zeit ist, am Moritzplatz und an anderen Orten, die letzten verblieben Freiräume langfristig für gemeinwohlorientierte und nachbarschaftsorientierte Nutzungen zu sichern.


Zu Besuch in Seoul

Hanshin Eco Farm. Die Beete auf dem Dach werden von den AnwohnerInnen aus den benachbarten Wohnkomplexen zum Lebensmittelanbau benutzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vom  19. bis 22. Mai hat der Prinzessinnengarten an der internationalen Konferenz „Seoul Urban Agriculture Expo“ teilgenommen. Präsentiert haben wir die Bildungsarbeit des Gartens, die Nachbarschaftsakademie und die im Entstehen befindliche Laube. Daneben hatte wir die Gelegenheit, zahlreiche (Dach-)Gärten und selbstorganisierte Projekte, Kultur- und Bildungseinrichtungen zu besuchen.

Meokgolbae Farm, auf der die Landwirte mehrere Hundert Parzellen an AnwohnerInnen verpachten und Kurse geben

Meokgolbae Farm – “Gärten der 1000 Hände” – im Nordosten Seoul. Der Bauer verpachtet mehrere Hundert, jeweils etwa 3 qm große Parzellen an AnwohnerInnen und gibt Kurse für den Anbau. Auf dem Hof stehen auch die letzten Birnenbäume, für die die Nachbarschaft einmal bekannt war.

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Workshop zu Netzwerken und Resilienz mit R-Urban in Paris

Workshop-Pavillion vor dem Pariser Rathaus

Im Rahmen des Projekts “Locating and Figuring Care and Commons in the Rurban Realm” haben wir mit der Nachbarschaftsakademie an dem Workshop “Resilience en réseau” der université civique R-Urban teilgenommen.

Ziel des Projektes zu Sorge und Gemeingütern ist es, in Zusammenarbeit mit Atelier d‘architecture autogérée (aaa) ein nes Curriculums zum Thema kollektives Lernen zu erarbeiten. Gefördert wird das Projekt durch „Perspektive. Fonds für zeitgenössische Kunst und Architektur“ (Bureau des arts plastiques, Institut français Deutschland und Französischen Botschaft).

R-Urban hat in Colombe bei Paris eine weithin beachtetes, preisgekröntes und international ausgestelltes Pilotprojekt zu partizipativer und resilienter Stadtentwicklung umgesetzt. Die neue rechte Stadtregierung möchte das urbane Landwirtschaftsprojekt Agrocité dennoch zerstören und durch einen temporären Parkplatz ersetzen. Dagegen wehrt sich R-Urban, vor Gericht, mit einer Petition, aber auch mithilfe unterstützender Netzwerke.

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Asa Sonjasdotter präsentiert die Nachbarschaftsakademie
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Beitrag zu Gärten in Syrien im jetzt-Magazin

Februar 2016 in Yalda (Süddamaskus). Die Erde wird gepflügt um den Boden für das Bepflanzen mit Weizen vorzubereiten. Fotograf: Abdallah Al Khatib

Februar 2016 in Yalda (Süddamaskus). Die Erde wird gepflügt um den Boden für das Bepflanzen mit Weizen vorzubereiten. Fotograf: Abdallah Al Khatib

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das jetzt Magazin der Süddeutschen Zeitung widmet mit Wenn urban Gardening Leben rettet den Gärten in den belagerten Städten Syriens einen Beitrag. Anlass für den Artikel sind die Schilderungen von Wassim zur Situation in Yarmouk. Vor zwei Wochen hat er uns bei dem Abend der Nachbarschaftsakademie zu Ernährungssouveränität in Syrien eindrücklich nicht nur von den furchtbaren Folgen der Belagerung erzählt, sondern auch von dem nicht zu zerstörenden Willen der Menschen vor Ort selbstbestimmt zu (Über)leben. Gärten spielen dabei eine wichtige Rolle.


15th Garden – Gärten in Syrien

Die Nachbarschaftsakademie hat das Unterstützungsnetzwerk 15th Garden präsentiert und zu bei “Suppe #3: Louder than Bombs” zu einem gemeinsamen Abend mit Gesprächen, Essen und Musik eingeladen.

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15th Garden ist ein syrisch-europäisches Netzwerk, das seit zwei Jahren urbane Gärten und Landwirtschaftsprojekte in und außerhalb Syriens unterstützt. Es setzt sich für Ernährungssouveränität in Kriegs- und Krisenzeiten ein; vor allem aber für die Zeit danach. (english)

Suppe#3 Gärten in Syrien
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Geschlossene Gesellschaft

stallschreiber

 

In Unmittelbarer Nähe des Prinzessinnengartens hat der Bund eine der letzten großen Brachflächen in der Berliner Innenstadt zum Höchstgebot von 29,1 Millionen Euro privatisiert. Hier ein Kommentar von Christa Müller (anstiftung), erschienen in der Frankfurter Rundschau vom 4. März:

Nächste Woche tagt in München der Bund Deutscher Architekten. Der Titel „Flucht nach vorne“ verspricht keinen professionsinternen Austausch, sondern eine offene Tagung. Allerorten zeigt sich diese Tendenz: Bei komplexen Sachlagen wird die fachliche Expertise erweitert um neue Ideen aus der Zivilgesellschaft. Do-it-yourself-Projekte wie das Mietshäuser Syndikat, Gemeinschaftsgärten oder das Grandhotel Cosmopolis, ein Gasthaus für Reisende und Flüchtlinge mitten in der Augsburger Altstadt, funktionieren nicht nur erstaunlich gut. Sie   machen auch vor, wie das Zusammenleben in einer pluralen Gesellschaft praktisch gelingen kann.


Urbane Gärten in Kolumbien und Brasilien

Urbane Landwirtschaft und Gärten in Bogotá, Salvador und São Paulo

Im Oktober und November waren Nachbarschaftsakademie und Prinzessinnengarten auf Einladung der örtlichen Goethe-Institute zu Besuch in Gärten und urbanen Landwirtschaftsprojekten in Bogotá, Salvador de Bahia und São Paulo. Wir haben uns mit Gärtnerinnen und Gärtnern in der Stadt und am Stadtrand ausgetauscht, haben AktivistInnen für die Vielfalt und den freien Austausch von Saatgut sowie Ernährungssouveränität getroffen, mehr über Netzwerke für eine solidarische Landwirtschaft erfahren, an Gartenworkshops in Favelas teilgenommen, selber Vorträge gehalten und Workshops gegeben. Die Reise hat einen ersten Einblick eröffnet in Fragen der Urbanisierung, der Verdrängung und Migration in Stadt und Land, dem keimen urbaner Gartenbewegungen, den Folgen von Industrialisierung und Freihandelsabkommen, kleinbäuerliche und Landrechtsbewegungen (insbesondere indigener Gruppen), die Rolle der Frauen in der Landwirtschaft, die Potentiale für Anbau und Subsistenz in Megametropolen wie Bogotá und São Paulo uvm.

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Suppe #2: Gärten in São Paulo, Rio, Salvador, Bogotá und Medellín

Suppe#2 Gärten in São Paulo, Rio, Salvador, Bogotá und Medellín

Im Februar hat die Nachbarschaftsakademie im Prinzessinnengarten in Zusammenarbeit mit Allmende Kontor und Spreeacker zu Suppe #2  eingeladen. Etwa 75 Interessierte sind in den Optionsraum auf dem Spreefeld gekommen, um sich mit uns über Urbane Gärten und urbane Landwirtschaft in São Paulo, Rio, Salvador, Bogotá und Medellín auszutauschen.  Eingeladen waren  Ana Alvarenga, Severin Halder, Camila Nobrega, Jasmin Sepahzad und Marco Clausen, um über ihre Erfahrungen und Forschungen in lateinamerikanischen Initiativen und Bewegungen zu sprechen.  Der Prinzessinnengarten hat von seiner Netzwerk- und Studienreise nach Bogotá, Salvador de Bahia und São Paulo erzählt, die durch Einladung der örtlichen Goethe-Institute ermöglicht wurde.

Gesprächsthemen an diesem langen und schönen Abend waren u.a. ‎Ernährungssouveränität, Kommunikationssouveränität, Agrarökologie, Gärten als Orte kritischer Reflexion und Bildung, die Rolle der Frauen in den Garten- und kleinbäuerlichen Bewegungen, Feminismus, Einsatz von Agrargiften und GMOs, Verdrängungsprozesse der armen und indigenen Bevölkerung  (etwa durch die Olympia, Industrialisierung der Landwirtschaft, Extraktion von Bodenschätzen), Selbstversorgung und bäuerliches und medizinisches Wissen in den Gärten und Erhalt der Saatgutvielfalt, intelligente und zukunftsfähiger Umgang mit städtischen Ressourcen (am Beispiel der Wasser-”Krise” in São Paulo). Zum Abschluss gab es eine hausgemachte ”Moqueca de Banana”. (Weitere Bilder des Abends finden sich am Ende des Beitrages)

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