Topic: Nachbarschaftsakademie

Zwischen Pioniernutzung und Landraub

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2014 hatte die mit uns befreundete Landrechtsorganisation 596 Acres an der New Yorker “New School” ein Symposium zu Aneignung von Freiräume organisiert. Unter dem Titel “Turning Vacant Acres into Community Resources” waren Forschende und AktivistInnen aus den gesamten USA  und 4 internationale Praxisbeispiele zusammengekommen, um sich über Strategien der Nutzung öffentlicher Flächen auszutauschen. Die Ergebnisse des Symposiums sind jetzt in der Sondernummer Urban Vacant Land and Community Access des Fachmagazins Cities and the Environment veröffentlicht worden (Inhaltsverzeichnis s.u.). Der Beitrag zur Bodenpolitik in Berlin am Beispiel des Prinzessinnengarten findet sich hier:  Urban Agriculture between Pioneer Use and Urban Land Grabbing: The Case of “Prinzessinnengarten” Berlin (Marco Clausen) PDF

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Baubeginn Laube im Prinzessinnengarten

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Am  16. September haben wir zusammen mit freiwilligen UnterstützerInnen mit den ersten Aufräumarbeiten für die “Laube im Prinzessinnengarten” begonnen. An der Prinzenstraße soll eine temporäre, dreigeschossige Holzrahmenstruktur entstehen, die Räume bietet für die Nachbarschaftsakademie, Flüchtlinge, für Workshops, Filmscreening, Garten- und Imkerkurse, öffentliche Gespräche, die Zusammenarbeit mit Initiativen aus der Nachbarschaft und einen angedachten Partizipationsprozess zur Zukunft der Fläche am Moritzplatz. Die öffentlich begehbaren Terrassen werden als Verlängerung des Gartens nach oben bepflanzt werden.

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Gesucht: Gemeingüterschild

VERMISSTES ZEICHEN AM MORITZPLATZ

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Am Abend des 22. August wurde das Schild, das die Fläche des Prinzessinnengartens als “Gemeingut” kennzeichnet, vom Zaun am Moritzplatz entfernt. Für jeden Hinweis auf den Verbleib des Schildes bieten wir als Belohnung eine Tour zu den von uns im Rahmen des Workshops mit Paula Z. Segal, Anna Heilgemeir und Enrico Schönberg in der Nachbarschaft um den Prinzessinnengarten identifizierten “Commons”. Das entlaufene, 90 x 60 cm große Schild beinhaltet folgende Information:

“DAS IST AUCH DEIN LAND”

Nutzung: Garten, Bildung, Treffpunkt, Café, Nachbarschaftsakademie

Besitzer: Nomadisch Grün gGmbH

Eigentümer: Bezirk Friedrichshai-Kreuzberg

Gemeingut-Nr.: Flurstück 191, 546

Satus: Unsicher, Mietvertrag geht bis Ende 2018, “Gewerbemischgebiet”

Kontakt: gemeingueterbeirat@common-grounds.net

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Gespräch zur aktuellen Klimadebatte

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Bild: ende-gelände.org

Die aktuelle Klimadebatte zwischen Urban Gardening, Widerstand gegen den Kohleabbau und dem nächsten Klimagipfel. Ein Öffentliches Gespräch mit Sybille Bauriedl

Unter dem Motto „Ende Gelände!“ haben im August diesen Jahres etwa 1600 Menschen am Klimacamp im Rheinischen Braunkohlerevier teilgenommen und für einen symbolischen Moment die Kohlebagger lahmgelegt. Im Aufruf  hiess es, bei der UN-Klimaklimakonferenz im Dezember in Paris würden Regierungsvertreter*innen in einer Endlosschleife ihre Betroffenheit über das eskalierende Klimachaos ausdrücken. Doch es klaffe eine riesige Lücke zwischen dem, was notwendig wäre, um die Klimakatastrophe noch abzuwenden, und dem, was passiert. Anlass genug, um die Frage der Handlungsmöglichkeiten angesichts einer der größten sozialen und ökologischen Herausforderung unserer Zeit auch in der Nachbarschaftsakademie aufzugreifen.

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Die “ältesten BesetzerInnen der Welt”

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Im Sommer 2012 hatten SeniorInnen ihre von der Schließung bedrohte Begegnungsstätte in Pankow besetzt. Die Kerngruppe der BesetzerInnen aus 5 Frauen und einem Mann harrte 112 Tage und Nächte in ihrem Haus in der Stillen Straße aus, um den Verkauf der im Landesbesitz befindlichen Immobilie zu verhindern. Die Besetzung erregte schnell internationale Aufmerksamkeit, löste eine breite Welle der Solidarität aus und führte zu einer dreijährigen Verlängerung der Nutzung des bereits abgeschriebnen sozialen Treffpunktes. Das Haus wird seither mit Unterstützung der Volkssolidarität in Selbstorganisation verwaltet.

Im Rahmen des Residency-Projektes zum Thema “Gemeingüter” hat die Nachbarschaftsakademie zusammen mit Paula Z. Segal (596 Acres, New York), Anna Heilgemeir und Enrico Schönberg die kämpferischen SeniorInnen besucht, um sich mit Ihnen über die Erfahrungen im Kampf für den Erhalt sozialer Einrichtungen auszutauschen.

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Filmabend “From Misery to Happiness”

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Knapp 100 Menschen haben an einem Montag Abend bei Temperaturen über 30 °C den Weg in den Prinzessinnengarten gefunden und, da der Andrang unsere Erwartungen bei weitem übertraf, sich alle erdenklichen Sitzgelegenheiten aus dem Garten zusammengesucht, um die von Florian Wüst kuratierten Filme zur Geschichte von sozialem Wohnen und Siedlungsbewegung auf dem Land anzuschauen. Wüst`s Programm From Misery to Happiness: On the History of Social Housing and Land Settlement reist von urbanen zu ländlichen Lebensformen und verbindet diese Geschichten mit der Gegenwart.

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Investigativer Workshop: Urbane Gemeingüter

Im Rahmen ihres Residency-Projekts der Nachbarschaftsakademie haben Paula Z. Segal (596 Acres, New York), Anna Heilgemeir und Enrico Schönberg (Berlin) eine Fahrradtour zu Orten zwischen Kottbusser Tor und Mehringdamm organisiert und Orte aufgesucht, an denen derzeit die Frage der Gemeingüter und einer Stadtentwicklung von Unten verhandelt wird. Vor Ort haben VertreterInnen von Initiativen und Forschende die gegenwärtige Situation vorgestellt.

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Erkundungen zur Nahrungsmittelversorgung in der Region mit Brett Bloom

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see English below

Brett Bloom ist Künstler, Autor, Organisator und Verleger aus Chicago (Temporary Services, Half Letter Press). Er arbeitet zu post-fossilen Einstellungen und der Frage, was nach dem Klimazusammenbruch kommt. Im Rahmen der Nachbarschaftsakademie haben Bloom, Åsa Sonjasdotter und Marco Clausen mit urbanen Gartenaktivisten, Hofkollektiven und konventionellen Landwirten über die Zukunft der Nahrungsmittelversorgung gesprochen und Themen wie Bioregionalismus, Nahrungsmittelsouveränität, Klimawandel in der Region, Land Grabbing, Arbeit mit Pfernden und Narrative jenseits des Öls diskutiert. Eine Vorabversion der auf der Grundlage dieser Interviews erstellten Publikation kann hier heruntergeladen werden. Die Veröffentlichung einer endgültigen deutsch-englische Version ist für den Herbst geplant ebenso wie eine Fortsetzung der Gespräche zwischen Akteuren in der Stadt und auf dem Land.

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Christopher Dell am Vibraphon und im Gespräch zu Stadtaktivismus und Improvisation

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Mit Unterstützung der anstiftung konnten wir Christoper Dell in die Nachbarschaftsakademie einladen. Dell ist Stadtheoretiker, Komponist und laut Reclam Jazzlexikon führender Vibraphonist Europas. In der Nachbarschaftsakademie sprach er zum Thema Stadtaktivsmus und „Recht auf Stadt“ und intonierte dabei seine Ideen der Improvisation mit dem Vibraphon. Das Urbane ist nach Dell kein Behälter, sondern es wird laufend produziert durch das Alttagsleben von uns allen. Orte wie den Prinzessinnengarten bezeichnet er als „Übungsräume“, in denen neue Formen der Produktion des Urbanen geprobt und ausprobiert werden. In seinem jüngsten Buch, „Das Urbane“, heisst es: Die Auseinandersetzung um „Stuttgart 21″, die Gentrifizierungsdebatte, die Recht-auf-Stadt-Bewegung, Zwischennutzungen wie die ‚Prinzessinnengärten‘ in Berlin, die Diskussion um die Commons  … In ihnen allen manifestiert sich, auf höchst unterschiedliche Weise, der Wille der Menschen, mehr zu sein als nur bloße Agenten einer kommerziellen Wohnapparatur Stadt.“