Topic: Nachbarschaftsakademie

Was tun, wenn die Utopie an der Gegenwart zerschellt?

 

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Constantin Petcou und Doina Petrescu vom dem weltweit hoch angesehenen Büro für partizipative Architektur Atelier d’architecture autogérée (aaa) haben die Nachbarschaftsakademie besucht. Das Büro gilt als architektonischer Pionier im Umgang mit sozialen und ökologischen Herausforderungen der Gegenwart. Das Projekt R-Urban in Colombes, das urbane Landwirtschaft, Recycling und genossenschaftliches Wohnen miteinander verbindet, wurde mit dem  Zumtobel Award und dem Cury Stone Design Preis ausgezeichnet. In dem Gespräch, zu dem trotz Gewitter und strömendem Regen 60 Interessierte kamen, wurde aber auch deutlich, wie stark bedroht das Projekt trotz aller internationaler Anerkennung ist. Die nach den Regionalwahlen inzwischen rechte Stadtregierung will das Projekt beenden und plant stattdessen einen temporären Parkplatz zu errichten. Mehr zu dem Abend mit Constantin Petcou und Doina Petrescu hier


Eröffnung Nachbarschaftsakademie

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Auftakt zum Gespräch mit der MieterInneninitiative Kotti&Co mit einem kämpferischen Lied

 

Am 11. Juni haben wir die Nachbarschaftsakademie im Prinzessinnengarten eröffnet. Bei einem Auftaktspaziergang haben wir mit Kotti&Co und dem Kreuzbergmuseum zwei wichtige Orte nachbarschaftlichen Engagements besucht.

Im Gecekondu von Kotti&Co haben uns Mitglieder der MieterInnengemeinschaft mehr über den beispiellosen Kampf am Kottbusser Tor erzählt, über steigende Mieten und Betriebskosten, das System des sozialen Wohnungsbaus und ihren beharrlichen Widerstand mit Lärmdemos, dem Bau eines informellen Gemeinschaftshauses, MieterInnenberatungen und der Erarbeitung alternativer Informationsmaterialien. Wohl keiner hätte vor drei Jahren vorausgesehen, dass sich die Bewegung für bezahlbaren Wohnraum zu einem Mietenvolksentscheid auswächst. Im Mai 2012 hatten die Mieter und Mieterinnen der Wohnblöcke am Kotti bei einem selbstorganisierten Straßenfest ein Protestcamp errichtet und erklärt: „Kira cok yüksek – Die Miete ist zu hoch! – Wir bleiben bis das Problem mit dem Sozialen Wohnungsbau gelöst ist!“. Seither sind sie einer der wichtigsten Akteure, die unablässig das Thema des sozialen Wohnens auf die politische Agenda setzen.

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Eröffnung Nachbarschaftsakademie

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Auftakt der Nachbarschaftsakademie am 11. Juni

Am Donnerstag den 11. Juni eröffnet die Nachbarschaftsakademie im Prinzessinnengarten. Was wir planen ist eine selbstorganisierte Akademie ohne Zugangsbeschränkungen, ohne Diplome. Mit Eurer Unterstützung soll eine offene Plattform für Wissensaustausch, kulturelle Praxis und Aktivismus in Stadt und Land entstehen. Am Eröffnungsabend wollen wir bei einem gemeinsamen Essen allen Interessierten unsere Überlegungen, Ideen und das Programm für diesen Sommer vorstellen. Zuvor besuchen wir bei einem Spaziergang zwei wichtige Orte in unserer Nachbarschaft.
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Ein Ernährungsrat für Berlin?

Foto: Udo Tremmel

Nach einem ersten Treffen im himmelbeet im Mai kamen am 1. Juni trotz Regen und Kälte knapp 50 Interessierte zum zweiten Vorbereitungstreffen für einen Ernährungsrat für Berlin. Eingeladen hatten INKOTA und die AG Stadt & Ernährung, Gastgeberin war die Nachbarschaftsakademie im Prinzessinnengarten. Unter den Teilnehmern waren Bauern aus der Region, Agrar- und ErnährungsaktivistInnen, Marktbetreiber, WissenschaftlerInnen und VertreterInnen zivilgesellschaftlicher Organisationen. Geplant ist, dass aus diesem Austausch “ein großes, übergreifendes Netzwerk in der Stadt” hervorgehrt, “das vielfältige Akteure zusammenführt, Forderungen, Konzepte und Visionen erarbeitet und diese wirksam in die Öffentlichkeit bringt. Das ist der erste Schritt auf dem Weg zu einem Ernährungsrat für Berlin, in dem Zivilgesellschaft mit Politik und Verwaltung eine zukunftsfähige Ernährungsstrategie für die Region entwickeln.” Angesprochen wurden unterschiedlichste Themen, etwa dass nur 4% der in Brandenburg angebauten landwirtschaftlichen Erzeugnisse nach Berlin gehen, dass Berlin keinen eigenes Senatsverwaltung für Landwirtschaft und Ernährung besitzt, dass die Stadt Berlin über 10 000 ha landwirtschaftliche Fläche in Brandenburg besitzt, dass in Brandenburg der erste Volksentscheid gegen Massentierhaltung auf den Weg gebracht wird. Einzelne Punkten wurden in Arbeitsgruppen vertieft. Es soll ein weiteres Treffen am 6. Juli geben.


Nachbarschaftsakademie

Gemeingüterworkshop im Rahmen der Nachbarschaftsakademie mit 596 Acres aus New York

Gemeingüterworkshop im Rahmen der Nachbarschaftsakademie mit 596 Acres aus New York

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Sommer 2015 ist  im Prinzessinnengarten am Moritzplatz mit der Nachbarschafsakademie eine offene Plattform für Wissensaustausch, kulturelle Praxis und Aktivismus in Stadt und Land entstanden.

Für das Sommerprogramm 2015 zum Thema Stadt Land Boden haben wir KünstlerInnen, AktivistInnen, ExpertInnen und Organisationen aus New York, Paris, Kopenhagen und Hamburg eingeladen, um mit Partnern vom Moritzplatz, aus Berlin und aus Brandenburg zusammenzuarbeiten. Das für alle Interessierten offene und kostenlose Programm setzte sich zusammen aus Work- und Talk-Shops, Spaziergängen, Exkursionen, öffentlichen Gesprächen, Nachbarschaftsessen und Filmabenden.

Das Programm 2016 widmet sich dem Thema Kollektives Lernen, Commoning und die Sorge um das Mögliche.

Der Aufbau der offenen Wissensplattform Nachbarschaftsakademie wird ergänzt durch eine nach und nach wachsende architektonische Struktur, der Laube im Prinzessinnengarten  Zusammen mit fatkoehl architekten und unterstützt von der Deutschen Bundesumweltstiftung arbeiten wir an einem experimentellen und im Selbstbau erweiterbaren Gebäude, das einen nicht-kommerziellen Raum bietet für Workshops, öffentliche Vorträge, Residencies, vertikales Gärtnern sowie die Arbeit mit und von Geflüchteten.

Im März 2016 hat die Nachbarschaftsakademie zusammen mit bassateen e.V. einen Abend zu Gärten und Ernährungssouveränität in Syrien veranstaltet. Hier einige Eindrücke

Suppe#3 Gärten in Syrien

 

Die Nachbarschaftsakademie ist ein Gemeinschaftsprojekt von Prinzessinnengarten, Åsa Sonjasdotter, Common Grounds e.V. und der anstiftung.

Kontakt: nachbarschaftsakademie@prinzessinnengarten.net


SUPRAMARKT in Unbesandten

 

SUPRAMARKT / BBM in Unbesandten: Zwischen Kuchen, gegenseitiger Hilfe und dem Schutz der Allmende

Eine ganz andere Art von Landpartie. Rausfahren und beim gemeinsamen Essen auf dem alten Hof sich Fragen fragen wie: „Gesellschaft vs. Gemeinschaft“ – wie können wir die Werte der Allmende stärken? Sind unsere Bedürfnisse „über Gebühr aufgeblasen“ (Rimbaud)? Können wir „radikales Schrumpfen“ (Jordan) wirklich leben?
Warum ist der Kapitalismus gegen die „gegenseitige Hilfe“ eingestellt?

Auf Einladung der Beobachter der Bediener von Maschinen haben wir die Nachbarschaftsakademie im Rahmen des dreitägigen Symposiums SUPRAMARKT vorgestellt.

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