Topic: Re:Move

ReUse Möbel Vorstellung

Noch nicht komplett renoviert, schon hatte unser neues Büro in der Oranienstraße 45 seine zweite Veranstaltung. Im Rahmen des Re:Move Projektes hatten wir eine kurzfristige Ausschreibung für Büroeinrichtung herausgegeben, am 16.12. wurden die Ergebnisse präsentiert. Der Hauptfokus lag auf Lampen, die aus häufig und zuverlässig beziehbaren Restmaterialien bestehen. Weitere Kriterien wie effiziente Leuchtstoffe, Bauzeit und Schwierigkeitsgrad gingen mit in die Wertung ein. Die Ergebnisse können ab Januar in unserem neuen Büro, Oranienstraße 45 (ehemaliges Tante Horst) besichtigt werden.


Der Re:Move Blog

Auf diesem Blog erfahrt ihr in der nächsten Zeit Neuigkeiten des Re:Move Projektes.
Was das eigentlich für ein Projekt ist und warum wir es ins Leben gerufen haben:

Kreisläufige Ressourcennutzung im urbanen Raum ist eine der zentralen ökologischen Herausforderungen. Es gibt immer mehr Initiativen, die sich mit der Wieder- und Umnutzung von Rohstoffen auseinandersetzen und verschiedene Wege aus unserer Verbrauchs und Wachstumskultur, hin zu sozial und umweltverträglichen Rohstoffkreisläufen aufzeigen. Doch die verlässliche Verfügbarkeit von Restmaterialien in größerem Rahmen ist häufig nicht gegeben, da organisatorische, rechtliche und finanzielle Fragen unklar sind.

Um diesen Umstand zu ändern haben wir, zusammen mit dem Verbund offener Werkstätten und der anstiftung, das Re:Move Projekt gestartet. Wir planen mit diesem Projekt den Aufbau funktionierender Netzwerke zur sinnvollen Umverteilung von ehemaligen Restmaterialien hin zu NutzerInnen, die daraus neue Projekte und Ideen mit Materialien ausstatten können. Somit möchten wir einerseits zur Ressourcenschonung beitragen und andererseits tollen Projekten mit Materialbedarf helfen, preiswerte, hochqualitative und nachhaltige Materialien zu beziehen. Des Weiteren ist ein Ziel des Projektes, konkret und breit umsetzbare Nutzungen von Restmaterialien zu entwerfen, zu testen und diese breit verfügbar zu machen, um die Nutzung ehemals entsorgter Materialien alltagstauglicher zu machen.

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Der BlackPott kommt

Der BlackPott ist Hauptdarsteller des ersten größeren Projektes im Rahmen des ReMove Netzwerkes. Auf Basis des BlackPott führen wir ein Mehrwegbecher-Pfandsystem ein, das auf bereits vorhandenes Material zurückgreift und somit Müll reduziert. Einweg-Coffee to go-Becher belasten in Herstellung und Entsorgung zunehmend die Umwelt, in Berlin allein fallen täglich 460.000 Becher an, laut BSR sind 60% des Inhalts innerstädtischer öffentlicher Mülleimer Einweg-To Go-Verpackungen.

Um das zu ändern, entwickeln wir, in Zusammenarbeit mit dem Verbund offener Werkstätten, der Siebdruckwerkstatt Neukölln und gefördert durch die Anstiftung sowie den Lush Charitypot, ein Pfandsystem für recycelte To Go-Getränkebecher. BlackPotts waren in ihrem ersten Leben Kosmetikbehälter: bestehend aus 100% recyceltem Polypropylen (PP) ist dieser Vielkönner lebensmittelecht, leicht und hat eine handliche Größe. Mit seinem Deckel ist er sogar auslaufdicht und nach unserer gründlichen Reinigung und Geruchsneutralisierung damit bestens geeignet als Coffee to go-Becher. Nach Gebrauch können diese im entsprechenden Café oder einem Partnergeschäft wieder aufgefüllt oder zur Pfandrückgabe abgegeben werden.

Momentan sind wir in der Testphase (interessierte Cafés: schreibt uns an! -> hb@prinzessinnengarten.net) für zwei verschiedene Modelle, den Kiez Cup (individuell bedruckbare Becher eines Caféverbunds, der dann an verschiedenen teilnehmenden Cafés zurückgegeben werden kann) und den Cafébecher, der pro Café individuell bedruckt und nur dort wieder zurückgegeben werden kann. Die Motive können von den Cafés selbst entworfen werden, die Becher können vor Ort mit Hilfe der selbstgebauten Mini-Tampon-Druckvorrichtung der Siebdruckwerkstatt Neukölln bedruckt werden, hier seht ihr wie hübsch das funktioniert: