Topic: Stadt und Garten

Chicagoer Architekturstudenten

Studierende beim Aufbau der Ausstellungsarchitektur im Prinzessinnengarten

26 Studierende aus 3 Chicagoer Hochschulen (University of Illinois Chicago, dem Illinois Institut of Technology und dem School of the Art Institute Chicago) haben in den vergangenen 4 Wochen an einer Ausstellungsarchitektur für den Prinzessinnengarten gearbeitet und am 25.7. die Ergebnisse präsentiert. Die Vorgaben, die die Studierenden beachten sollten, waren: 1. Wiedernutzung von Materialen (in Kooperation mit der Materialmafia), 2. Entwicklung modulare bzw. einfach nachzubauender Systeme (auf Basis von Euro-Paletten), 3. flexibel nutzbare Ausstellungsflächen und 4.  ein sensibles Einpassen der Architektur in den Garten und seine bestestehenden Nutzungen. Mit der öffentlichen Veranstaltung unseres partizipativen Forschungsprojektes “FieldWorks” wird es vom 19. bis 21. September einen ersten Praxistest geben. (mehr…)


Was gut ist für Dein Fahrrad, ist gut für Deine Stadt

2wheels4change unternehmen nicht nur lange Touren mit selbstzusammengeschweissten Rädern in die Mongolei, nach Russland oder Afghanistan, oder bauen solargetriebenen Roller (“postfossile Mobilität”), sondern sie betreiben im Prinzessinnengarten auch den Fahrradcontainer. Hier kann man jeden Montag zwischen 16:30 und 19:30 Uhr die Fahrradwerkstatt nutzen und lernen sein Fahrrad zu reparieren. Roll on!

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Dass dem Fahrrad die Zukunft gehört, spüren wir auch wenn einmal im Monat die Autogeräusche am Moritzplatz plötzlich verstummen und für 10 Minuten die Critical Mass Berlin um den Kreisverkehr surrt. Die Zeit zählte die Kritische Masse kürzlich zu jenen Bewegungen, die die Frage danach stellen, wem die Stadt gehört:

“Critical Mass gehört damit zu der weit umfassenderen Bewegung Reclaim the Streets, die eben diese Frage nach der Flächengerechtigkeit stellt. Sie bekämpft die zunehmende, auch von der Politik vorangetriebene Privatisierung des öffentlichen Raums, indem sie in Hunderten verschiedenen Aktionsformen laut die Frage stellt: Wie wollen wir in Städten zusammen leben? Und diese Frage mit einer anderen, einer alternativen Praxis beantwortet.
Die Entwicklung der letzten Jahre hat gezeigt: Um Veränderungen zu bewirken, ja, um überhaupt erst ein Nachdenken über den Status quo in Gang zu bringen, muss man durch eine sichtbare andere Praxis Diskussionen auslösen und zu Änderungen verführen. Alternative urbane Bewegungen geben – wie es sonst nur der Kunst gelingt – mit ihrem Handeln einen Vorschein der Zukunft.”


“Urban Green” Köln

Zusammen mit Ciraj Rasool (University of the Western Cape, South Africa), N. Sridharan (School of Architecture Vijayawada, India) und Janie Swanepoel (University of the Free State, South Africa) haben wir an den öffentlichen Vorlesungen und dem Workshop zum Thema “Urban Green” des Global South Study Centers der Universität Köln teilgenommen. (mehr…)


Prinzessinnengarten in Prag

Prazelenina-Garten in Prag-Holešovice

In Prag haben an wir einem Workshop der Green Art Lab Alliance (GALA) teilgenommen und uns mit VertreterInnen tschechischer Kulturorganisationen darüber ausgetauscht, wie man Veranstaltungen und bespielte Häuser nachhaltiger gestalten kann. Auf der reSITE Konferenz hatten wir die Gelegenheit vor 660 TeilnehmerInnen aus den Bereichen Architektur, Zivilgesellschaft,Forschung, Politik und Immobilienentwicklung den Prinzessinnengarten vorzustellen und sind der Frage nachgegangen, inwieweit solche Orte als Modelle dienen können, um über eine andere, partizipativere und resilientere Form der Planung und Stadtentwicklung nachzudenken. Auch in Prag gibt es mittlerweile Urban Gardening Initiativen. Unter anderem Prazelenina (PragGemüse), wo die NachbarInnen inspiriert durch den Prinzessinnengarten einen Parkplatz in Prag-Holešovice mit bepflanzten Big Bags und einem zur Bar ausgebauten Bauwagen zu einem gemeinschaftlich genutzen Garten gemacht haben. Möglich gemacht wurde der Besuch durch das Goethe Institut in Prag, das ihr Sommerprogramm den Themen Postwachstum, nachhaltige Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit im Kulturbetrieb gewidmet hat. (mehr…)


Es grünt sich was zusammen in Bratislava

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Auf Einladung des Goethe-Instituts  waren wir zu Besuch in Bratislava. Wir haben uns mit einer Reihe von Organisationen getroffen und ausgetauscht, die sich für eine grüne und nachbarschaftsorientierte Stadt einsetzen; darunter die Allianz, die die lange leerstehende Stará Tržnica (Markthalle in der Altstadt) mit Kulturprogrammen, Kochschulen, Lebensmittelläden und Wochenmärkten wiederbeleben will und in Eigenregie saniert. Dort gibt es seit dieser Woche auch einen Bienenstock auf dem Dach. Ein vor allem von Familien gepflegten Community Garten, der zunächst von Unbekannten komplett zerstört und mit viel Unterstützung von allen Seiten wieder aufgebaut wurde; die Organisation Mobilná záhrada (“Mobile Gärten), die an einem überzeugenden Beispiel zeigt, wie man ungenutzte Brachflächen mit den NachbarInnen zumindest temporär in Gärten verwandeln kann und die in einem partizipativem Mapping zusammen mit Freiwilligen die Brach- und ungenutzten Flächen der Innenstadt von Bratislava kartografiert hat. Die Gruppe Zelená hliadka (“Grüne Patrouille”), die in Gueriallaktionen die Stadt vom Müll befreit, Straßen fahrradfreundlicher und Gehwege fußgängerfreundlicher macht und für ihre UnterstützerInnen mehrere brachgefallene Schrebergärten zusammengelegt hat, die sie gemeinschaftlich pflegen. (mehr…)


Rein aufs Land – Stadt trifft Landwirtschaft

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Wir waren zum 7. Baruthopia Landsalon eingeladen auf den den Hof Hof Alt Domigk in Groß Ziescht bei Baruth.  Am Vormittags hat unsere FELDforschugsgruppe auf dem Baruther Weinberg (www.i-ku.net) noch bei der gemeinschaftliche Pflege der Reben mitgeholfen. Am Nachmittag haben wir unter dem Motto Stadt trifft Land zusammen mit Vivian Hüsgen (Biohof Alt Domigk) und Daniel Schacht (Landwirt Baruther Rinderhaltung) über Themen wie die Situation der Landwirtschaft in Brandenburg, den Unterschied zwischen bäulerlichem und landwirtschaftlichen Betrieb, solidarische Landwirtschaft, Urban Gardening, den bäuerlichen Alltag, die postfossile Zukunft der Landwirtschaft und die Ernährungssicherheit sowie über neue Ideen zur Direktvermarktung regionaler Produkte gesprochen. (mehr…)


Urbane Gärten und Klimaanpassung

Das Bundesumweltamt sieht in urbanen Gärten einen Beitrag zu Klimaanpassung und Wassermanagement:

“Das Klima ändert sich und damit unsere Lebensbedingungen. Gerade Städte haben mit höheren Maximal- und Durchschittstemperaturen zu kämpfen, wegen des hohen Bebauungs- und Versiegelungsgrades. Die Kommunen stehen deshalb vor großen Herausforderungen: Sie müssen Hitze, Trockenheit oder auch heftigem Regen vorsorgend und finanziell tragfähig begegnen … Eine Maßnahme zahlt sich gleich mehrfach aus: die Schaffung von Grünanlagen  für Erholung und Entspannung. Sie machen die Stadt nicht nur lebenswerter. Bei entsprechender Planung bieten sie Schutz vor Überschwemmungen. Die Flächen der Grünanlagen sollten darum möglichst wenig versiegelt sein. Zusammen mit Fassadenbegrünung tragen sie dazu bei, die Hitzebelastung im Sommer zu reduzieren und die Luft von Schadstoffen zu reinigen. Auch das urbane Gärtnern wie in den Prinzessinnengärten in Berlin Kreuzberg verbessert das Stadtklima.”


European Lab Lyon

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Gemeinschaftsgarten in Lyon

Im Schatten der Ergebnisse der Europawahl findet in Lyon die viertägigen Konferenz European Lab “Europe Culture Refresh” mit über 100 Sprecher*innen statt. Der Prinzessinnengarten hat (zusammen mit “Design for social change” aus London, “Portrait sonore” aus Montreal und dem MIT Senseable City Lab aus Boston) an einem “Experten”-Gespräch zur Frage “Konsumieren wir die Städte, in denen wir leben?” teilgenommen. Es ging unter anderem um den Begriff der “smart city”, d.h. insbesondere den Einsatz technischer Möglichkeiten für eine effizientere Stadt u.a. in den Bereichen Mobilität, Abfallmanagement, Architektur etc. Inwieweit, so die sich aus unserer eigenen Arbeit abgeleitete Frage, ist die “Intelligenz” einer Stadt nicht ausschließlich in Hight-Tech- und Top-Down-Lösungen zu finden, sondern liegt bei den Menschen selbst, in Formen der Selbstorganisation und Partizipation, bei Projekten, die sich von Unten organisieren, um alltägliche Herausforderungen des Lebens in der Stadt zu identifizieren und anzugehen. (mehr…)