Topic: Stadt und Garten

Wem gehört die Stadt?

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Im Rahmen der vom Bildungswerk der Heinrich-Böll-Stiftung unterstützten Seminarreihe “Lokal hacken – global denken” haben wir anhand der Entwicklung am Moritzplatz über die Frage geredet: “wem gehört die Stad?”. Es ging um die Kampagne “Wachsen lassen!” zum Erhalt des Prinzessinnengartens und um historische Stationen, die den besonderen “Geist” dieses Ortes ausmachen. Dazu zählen unter anderem Kriegs-, Nachkriegszeit und Teilung,  autotogerechte Stadt und “Kahlschlagsanierung”, Bürgerbeteiligung und Pläne für eine sozial-ökologische Entwicklung des Moritzplatzes in den frühen 80er Jahren im Kontext der “behutsamen Stadterneuerung”, Zwischennutzungen im Berlin der 90er Jahre und die gegenwärtige Diskussion um Privatisierung und Verdrängung. (mehr…)


Vacant Acres Konferenz in New York

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Mehr als 100 Interessierte haben auf Einladung von 596 acres an der New Yorker New School über urbane Gärten und alternative Landnutzungsformen diskutiert. Vorgestellt wurden knapp 40 Projekte und Initiativen aus unterschiedlichen nordamerikanischen Städten wie New York, Detroit, Baltimore, LA und New Orleans und aus dem internationalen Kontext (Montreal, Melbourne, Sao Paulo, Berlin). Beleuchtet wurden unter anderem praktische Formen der Aneignung ungenutzter Flächen, das öffentliche Zugänglichmachen von Daten, politische Mobilisierung und Nutzung rechtlicher Mittel bei bedrohten Gärten sowie rechtliche und ökonomische Instrumente zur langfristigen Sicherung wie Community Land Trusts. Zum Beitrag des Prinzessinnengartens wurde getwitter: “Working on a culture that encourages spaces that generate a different value than just monetary profit”, “Land is not just a commodity but a common good that will need to serve people that will live in 200 years.”

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stadtlabor berlin

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Sind urbane Gärtnern nur “Kinderkram der Ökos und Sozialromantiker” oder sind sie Werkstätten einer ressourcenschonenden und partizipativen Stadt, die Werte kultivieren, die sich nicht nach kurzfristiger Verwertung berechnen lassen. Dieser Frage gehen wir in einem Beitrag des vom Wohnbund unter dem Titel “stadtlabor berlin” herausgegebenen Hefts zur “DIY-IBA” nach. Daneben gibt es unter anderem Beiträgen zu Liegenschafts- und Bodenpolitik, selbstorganisiertem Wohnen,  “Selmade City”, Experimentdays, Pionierprojekten und zur Geschichte von Selbsthilfe- und Bottom-Up-Bewegung seit der IBA 1984/87.

Hier ein PDF unseres Textes: StadtlaborBerlin_Prinzessinnengarten


Workshop Bauhaus Dessau

Gemeinsam mit ExpertInnen aus den Bereichen Architektur, erneuerbare Energien, ländliche Räume, Kunst und Recycling haben wir am Bauhaus Dessau an dem Workshop „Bild und Ökonomie der urbanen Farm“ teilgenommen. Dabei ging es um die Entwicklung von Ideen für eine urbane Farm im Dessauer Stadteil Am Leipziger Tor, den “Quartiershof“.


Publikationen zu sozialen Innovationen und Urban Commons

Anfang 2014 sind zwei Publikationen erschienen, die den Prinzessinnengarten als Praxisbeispiel herborheben: einmal für innovative soziale Praktiken, einmal für die Diskussion um urbane Gemeingüter:

Prinzessinnengärten. Relearning Urban Futures / Urbane Zukünfte neu erlernt, in: Make_Shift City. Renegotiating the Urban Commons, Editor: Francesca Ferguson, Urban Drift Projects (jovis 2014)

Princesses Gardens, in: Social Innovations for Social Cohesion. Transnational patterns and approaches from 20 European Cities, Adalbert Evers, Benjamin Ewert and Taco Brandsen (eds.) e-Reader / excerpt PrincessesGarden as a PDF


“Moritzplatz: Kollektive Kreativität”

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Bild: Marco Clausen / Prinzessinnengarten

Unter der Überschrift Gentrifizierung von unten schreibt das art-Magazin über die Entwicklung des Moritzplatzes und die Rolle des Prinzessinnengarten:

“Dass die Gemeinschaft um den Moritzplatz höchst wach ist, merkte 2012 vor allem der Berliner Liegenschaftsfonds. Er wollte das Grundstück, auf dem die Prinzessinengärten seit 2008 ihre mobilen Beete angelegt haben, meistbietend verkaufen… Doch mit über 30 000 Unterschriften … setzten die Gartenfreunde durch, dass das Grundstück dem Bezirk Kreuzberg rückübertragen wird … Für Berlin und Deutschland ist dies eines der herausragenden Beispiele, wo die Interessen von Anliegern, Mietern und der Kommune sich gegen Investoren durchgesetzt haben.

Siehe auch das Interview im art-Magazin:  EIN GARTEN WIE DIE STADT VON MORGEN


Curry Stone Design Price

Der Prinzessinnengarten war 2013 nominiert für den Curry Stone Design Prize:

“The Curry Stone Design Prize was founded in 2008 to promote and honor designers who address critical social needs. The prize champions the belief that design can be a powerful force for improving lives and strengthening communities.Nominees for the Curry Stone Design Prize are selected by an anonymous, rotating group of social impact experts from around the world.” Clifford Curry and Delight Stone schrieben uns: “We wanted to express our deep appreciation for your work and for the way you are engaging in advancing the frontier of the field of design.”

Hier 23 Videos über Designer, die die Welt verbessern