Topic: Urbane Gartenbewegung

Internationale Urban Farming Konferenz

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Am 11. und 12. September hat die Grüne Liga zu einer internationalen “Urban Farming Conference” in Berlin eingeladen. Im Fokus der Konferenz stand der internationale Austausch von Projekten sowie die Zusammenarbeit mit Kommunen. Zu Gast waren Projektbeispiele aus Europa, Afrika, Asien, Nord- und Südamerika (Dokumentation). Die über 120 KonferenzteilnehmerInnen aus der ganzen Welt haben auch eine Reihe von Berliner Urban Gardening Projekten besucht. In der Laube in den Prinzessinnengärten gab es einen gemeinsamen Ausklang mit einem gemeinsamen Essen und einem Konzert des Garten- und HipHop-Aktivisten EL AKA (Agroarte, Kolumbien).

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Vorstellung des 15th Garden-Netzwerks zu Ernährungssouceränität in Syrien

Recht auf Stadt

Im Rahmen der Urban Farming Konferenz waren die Prinzessinnengärten  zusammen mit Nicole Rogge (FH Münster) und Rhonda Teitel-Payne (Toronto Urban Growers) eingeladen zu dem von Christa Müller (anstiftung) moderiertem Workshop “Recht auf Stadt”.  Hier der auf den Call hin eingereichte Themenvorschlag

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Greenwashing. Dieses Mal: E.ON

Immer wieder werden urbane Gärten als Werbekullisse verwendet. Unternehmen wie Vattenfall, Aldi oder BMW nutzen das grüne Image, um ihre Produkte zu vermarkten. Dieses Mal hat der Energiekonzern E.ON versucht, in den Prinzessinnengärten einen Clip zudrehen. Hier der Brief, den wir draufhin geschrieben haben:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Als Ansprechpersonen von E.ON für Marketing und Corporate Responsibility schreibe ich Ihnen aus Anlass eines Besuchs des Social-Media-Teams Ihres Unternehmens in den Prinzessinnengärten in Berlin. Am gestrigen Montag war eine Gruppe von 5 bis 6 Personen mit Kameras und einem als Huhn verkleideten Darsteller bei uns im Garten.
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“Weg von der Romantisierung”: Prinzessinnengärten als Gemeingut

enorm

Das Magazin enorm hat unter dem Titel “Urbania gestalten” ein Sonderheft zum Thema Stadt herausgegeben. Darin auch ein aus einem Interview mit mir – Marco Clausen – hervorgegagener Beitrag über das Engagement für “städtische Allgemeingüter”.

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Aktionsforschung und urbane Gartenbewegung

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Severin Halder hat in Kooperation in der Nachbarschaftsakademie Einblicke  gegeben in seine Aktionsforschungen zu urbanen Gärten und kollektiven Karten in Berlin und Medellín. Themen waren unter anderem die Politisierung urbaner Gärten, das #UrbanGardeningManifest, kritische Kartographie, die Aneignung durch Unternehmen wie Vattenfall und das Verhältnis von Forschen und Aktivismus. Vielen Dank Severin für deine Arbeit auf dem Papier und in der Bewegung!

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Parkplätze zu Parks

Der selbstorganisierte Parko Navarinou in Athen-Exarcheia

(see english below)

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Die Nachbarschaftsakademie hat den Film „Parko“ in der Laube gezeigt.

Im Herzen Athens, im Stadtteil Exarcheia, gibt es dort, wo noch vor einigen Jahren ein kommerzieller Parkplatz war, heute einen Park mit Olivenbäumen, Gemeinschaftsgärten, öffentlichen Versammlungen und Filmprogrammen. Doch dieser Park war nie von der Stadtverwaltung geplant. Vielmehr sollte die Fläche entwickelt und bebaut werden. Als die Nachbarschaft davon Wind bekam, forderte sie das naheliegende: einen Park für alle, statt Wohnungen und Büros für wenige. Statt auf die Politik zu warten, nahmen sie den Presslufthammer selbst in die Hand, befreiten die Erde vom Beton, pflanzten Bäume und Gärten und betreiben seither den Park  in eigener Regie. Heute ist das ehemalige Grau nicht nur ein vielfältiges Grün, der Park ist auch ein Experiment in Selbstorganisation und Plattform für unterschiedliche politische, soziale und kulturelle Aktivitäten.

 

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Ein Fall von Greenwashing

Kolumne von Christa Müller zu den “Gemeinschaftsgärten” von Vattenfall:

Mit der Förderung von Braunkohle und dem Betreiben von Atomkraftwerken hat der Energiekonzern Vattenfall viel Geld verdient – und hohe Kosten für Natur und Gesellschaft verursacht. Nun verklagt der Konzern die Bundesrepublik wegen des Atomausstiegs auf fast fünf Milliarden Euro Schadenersatz für „entgangene Gewinne“…. Schon jetzt kostete das Verfahren den deutschen Staat mehrere Millionen – Geld, das fehlt, um zum Beispiel grüne Infrastrukturen in den Städten auszubauen. Hier wiederum engagiert sich – ausgerechnet – Vattenfall! In Berlin eröffnet der Konzern sogenannte „Vattenfall-Gemeinschaftsgärten“ …. Der Konzern, der jährlich 8,5 Millionen Tonnen CO2 allein von Hamburg aus ins Gemeingut Luft entlässt, engagiert sich in Berlin für die Begrünung der Stadt?

Bereits bei der Eröffnung des Vattenfall-Gartens in der Köpenickerstraße in Berlin Mitte hatten einige Gartenaktivist*innen vor Ort auf das Greenwashing aufmerksam gemacht:

“Wer über Jahrzehnte Millionen mit dem ungebremsten Verfeuern fossiler Energieträger verdient hat und dies auf Kosten des Klimas, der Umwelt und zukünftiger Generationen, der kann sich nicht einfach mit ein paar symbolischen Gärten von dieser Verantwortung reinwaschen”.

Der komplette Text der Aktion findet sich hier. Auch das Freie Radio hat einen Beitrag “Ein Fall von Greenwashing?! Garteneröffnung bei Vattenfall in Berlin” gesendet.


Nachruf auf Gerda Münnich (1939-2017)

Gerda Münich
Gerda Münnich ist am 12. April von uns gegangen. Die Lücke, die ihr unerwarteter Tod in die Berliner Gartenbewegung reißt, wird nicht zu schliessen sein. Gerda wird uns schmerzhaft fehlen.
„Mutter der Berliner Interkulturellen und Gemeinschaftsgärten“ hat sie sich manchmal mit einem Augenzwinkern genannt. Doch das war sie wirklich. (mehr…)


In Verteidigung der Gärten – Brüsseler Geschichten

In Verteidigung der Gärten

Noemie Pons-Rotbardt und Livia Cahn, die beiden zu Gärten forschen und in Gärten in Brüssel aktiv sind, haben in die Nachbarchaftsakademie eingeladen, um sich darüber auszutauschen, wie Gemeinschaftsgärten davor geschützt werden können verdrängt oder zerstört zu werden.

Noemi und Livia sind Teil der Forschungsgruppe Ecologies de Bruxelles die zu der Frage arbeitet, wie urbane Ökologien Teil urbaner und sozialer Kämpfe sein können. Gleichzeitig sind die beiden Teil der Brüsseler Gartenbewegung. Sie haben berichtet, wie in Brüssel vor genau einem Jahr, zum Internationalen La Via Campesina Tag (17. April), über 200 verschiedene urbane Gärten ein gemeinsames Forum zur Verteidigung des Grüns in der Stadt gegründet haben, das Tuiniers Forum des Jardiniers.

Im anschließenden Gespräche haben wir uns auch zur Bedrohung von Gärten in Berlin und anderen Städten und möglichen Verteidigungsstratehien ausgetauscht.  Erwähnt wurde nicht nur die Kampagne “Wachsen lassen!”, die 2012 für den Erhalt der Prinzessinnengärten zumindest bis 2018 gesorgt hat, sondern vor allem auch aktuelle Fälle. Sowohl der Neuköllner Gemeinschaftsgarten Prachttomate wie das Weddinger himmelbeet waren bei der Diskussion vertreten und haben auf die aktuelle Gefährdung der beiden Gartenprojekte verwiesen. Das himmelbeet hat gerade die Petition himmelbeet muss bleiben gestartet.

In Verteidigung der Gärten: Brüssel BrusselFlyerK

ngbk Projekt zu Archäologien der Nachhaltigkeit

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Die Hauptversammlung der ngbk hat entschieden, die “Archäologien der Nachhaltigkeit” als erster Projekt im Rahmen einer neuen Förderung von künstlerischen Forschungsvorhaben zu unterstützen. Das Vorhaben, das sich ausgehend von Leberecht Migge mit dem Entstehen und dem Wandel von Ideen der Nachhaltigkeit in der Moderne auseinandersetzt, wurde von Silvan Linden, Asa Sonjasdotter, Florian Wüst, Sandra Bartoli und Marco Clausen eingereicht.