Die Laube im Prinzessinnengarten


Am Moritzplatz errichten wir im Selbstbau mit der “Laube im Prinzessinnengarten” einen begrünten, selbstorganisierten Lern- und Austauschort

Für den April und Mai 2017 suchen wir noch Freiwillige zur Fertigstellung der Laube. Mehr Informationen gibt es hier

For April and May 2017 we are looking for volunteers to finish building the „Laube“. More information you find here

Die Laube in den Prinzessinnengärten

In den Prinzessinnengärten am Moritzplatz ensteht mit der Laube ein selbstorganisiertes Lern-, Kultur und Nachbarschaftsort. Seit 2013 planen wir an dem experimentellen Gebäude, im Sommer 2015 hat der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg die Baugenehmigung für die Errichtung eines nicht-kommerziellen Lernortes erteilt,  im Herbst desselben Jahres haben wir dann mit Studierenden das  Fundament gelegt und im Sommer 2016  wurde mit der Unterstützung von 50 Freiwilligen, Auszubildenden und Studierenden die dreistöckige  Holzrahmenstruktur errichtet. Im Frühjahr 2017 sollen die Arbeiten an der Laube abgeschlossen werden.

Gemeinschaftlicher Selbstbau als Lernprozess im nachhaltigen Bauen

Selbstbau Laube

Die Laube ist ein dreigeschossiger Holzrahmenbau mit einer Grundfläche von 100 Quadratmetern und  einer Höhe von 10 Metern. Sie wurde ohne den Einsatz größerer Maschinen und mit regionalen Hölzern gebaut. Die Laube ist so geplant, dass sie dem Garten weder Licht noch Anbaufläche nimmt und auf den Terrassen zusätzliche Flächen zum Gärtnern schafft.  Errichtet wird die Laube im gemeinschaftlich Selbstbau in Zusammenarbeit mit Studierenden der TU-Berlin, Auszubildenden der Knobelsdorff-Schule und Freiwilligen. Der Bauprozess selbst wird als ein Lernprozess im nachhaltigem und gemeinschaftlichem Bauen gestaltet. Alle Interessierten können uns beim gemeinschaftlichen Bauen unterstützen.

 

Nutzung eines Lern-, Kultur- und Nachbarschaftsort als ein Gemeingut

Die Laube ist ein offener, allen zugänglicher Lern- und Austauschort, der das gemeinschaftliche Gärtnern auf den Terrassen ebenso ermöglicht wie das Veranstalten von Workshops, Seminaren, Filmvorführungen, Ausstellungen und öffentliche Gesprächen. Die Laube wird von den Prinzessinnengärten als Umweltbildung- und Kommunikationsort genutzt und von der Nachbarschaftsakademie für Veranstaltungen und Workshops zu den Themen soziale und ökologische Gerechtigkeit, Recht auf Satdt und Stadt-Land-Beziehungen.

Die Laube ist nicht nur ein architektonisches, sondern auch ein soziales Experiment. Als ein Gemeingut soll hier die  Ressource Raum gemeinschaftlich für gemeinwohlorientierte Zwecke genutzt werden. Mit der Laube entsteht ein Freiraum  für soziales, ökologisches und kulturelles Engagement. Jenseits des in Berlin und insbesondere in Kreuzberg steigenden Verwertungsdrucks auf Räume soll die Laube als ein Gemeingut für alle interessierten Einzelpersonen, Gruppen und Initiativen Möglichkeiten für nichtkommerzielle, nachbarschafts- und gemeinwohlorientierte Nutzungen eröffnen.

 

Themen:  Sozial-ökologischer Wandel

Die Arbeit von Prinzessinnengärten und der Nachbarschaftsakademie in der Laube verbindet Formen kollektiven Lernens mit dem Interesse an einer sozialökologischen Transformation von Unten. In der Laube organisieren wir Programme zu Fragen des zukunftsorientierten Zusammenlebens von Mensch und Natur. Wir behandeln dabei Themen wie urbane Ökosysteme, Wandel der Stadtgesellschaft, Stadt-Land-Beziehungen, nachhaltiges Bauen, Ernährungssouveränität, Gemeingüter, lokale digitale Netzwerke, Stadt der Ankunft, Partizipation und demokratische Planungsverfahren.

 

Zukunft des Moritzplatzes

Die Laube und ihre gemeinschaftliche Nutzung soll Anstoss geben für eine offene Diskussion über Vergangenheit, Gegenwart und möglichen Zukünften der Nachbarschaft um den Moritzplatz. Als Symbol einer Stadtenwicklung von Unten und als Diskussionsplattform bietet sie Raum für Fragen einer partizipativen, nachbarschaftsorientierten, sozial und ökologisch gerechten Entwicklung am Moritzplatz, insbesondere auch angesichts zunehmender Verdrängungs- und Privatisierungsprozesse. Diese Rolle als Diskussionplattform für die Zukunft des Moritzplatzes ist insbesondere vor dem Hintergrund der zeitlich befristeten Nutzung der Fläche durch die Prinzessinnengärten von zentraler Bedeutung.  Bereits 2012 drohte mit der beabsichtigten Privatisierung der Fläche durch den Liegenschaftsfonds Berlin das Aus für das weltweit beachtete urbane Gartenprojekt. Die Kampagne „Wachsen lassen!“ mit über 30 000 Unterschriften und die Unterstützung von Seiten des Bezirks hatten für eine Verlängerung des Pachtvertrages gesorgt. Dieser läuft im Dezember 2018 aus.

 

Idee

Im Anschluss an die Kampagne “Wachsen lassen!” haben seit Anfang 2013 Florian Köhl (fatkoehl architekten), Christian Burkhard (Architectuul) und Marco Clausen (Prinzessinnengärten) die Idee zur Laube im Prinzessinnengarten gemeinsam entwickelt.

selbstbau

Förderung und Unterstützung

Der Bau der Laube als Ort der Umweltbildung und Umweltkommunikation wird von der Deutschen Bundesumweltstiftung gefördert. Das Fundament wurde mit Hilfe der IKEA-Stiftung gelegt. Kooperationspartner und Bauherrin ist die Nomadisch Grün gGmbH (Prinzessinnengarten). Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hat den Bau unterstützt und die Baugenehmigung ausgestellt. Die anstitung hat mit der Finanzierung des ersten Sommerprogramms der Nachbarschaftsakadmemie die Nutzung unterstützt. Am Selbstbau beteiligt sind Freiwillige, Auszubildende der Knobelsdorff-Schule und Studierende der TU-Berlin,  u.a. aus dem begleitenden Seminar „House of Commons“.

 

Auswahl bisherige Nutzungen

Nachbarschaftsakademie (Programm 2016: Kollektives Lernen und Sorge um die Gemeingüter)

Prinzessinnengarten (Satzungszweck urbane Resilienz)

common grounds (MAZI-Projekt zu lokalen digitalen Netzwerken)

anstiftung (Netzwerk offene Werkstätten)

Visual Public Services (Installation zu Migration)

Michelle Teran (Workshop zu “Reclaiming”)

 

Kontakt

Kontakt zum Mitbauen: contact@dielaube.org

Kontakt Nutzungen: mc@prinzessinnengarten.net

 

 

 

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