Die Laube im Prinzessinnengarten


Am Moritzplatz errichten wir im Selbstbau mit der “Laube im Prinzessinnengarten” einen begrünten, selbstorganisierten Lern- und Austauschort

Die Laube in den Prinzessinnengärten

Im Prinzessinnengarten am Moritzplatz ensteht mit der Laube ein selbstorganisiertes Lern- und Nachbarschaftszentrum. Im Eigenbau haben wir im Sommer 2016 damit begonnen,  eine dreistöckige experimentelle Holzrahmenstruktur zu errichten. Sie bietet Raum  sowohl zum Gärtnern wie für selbstorganisiertes, gemeinschaftliches und zukunftsorientierten Lernen. Im Sinne eines Gemeingutes soll die Laube allen Interessierten zur Nutzung offen stehen. Neben den Prinzessinnengärten gehört die 2015 gegründete Nachbarschaftsakademie

 

Gemeinschaftlicher Selbstbau als Lernprozess im nachhaltigen Bauen

Die Laube ist ein dreigeschossiger Holzrahmenbau auf einer Grundfläche von 100 Quadratmetern und mit einer Höhe von 10 Metern.Sie wurde ohne den Einsatz größerer Maschinen und mit regionalen Hölzern gebaut.  Die Laube ist so geplant, dass sie dem Garten weder Licht noch Anbaufläche nimmt und auf den Terrassen zusätzliche Flächen zum Gärtnern schafft.  Errichtet wird die Laube im gemeinschaftlich Selbstbau in Zusammenarbeit mit Studierenden, Auszubildenden und Freiwilligen. Der Bauprozess selbst wird als ein Lernprozess im nachhaltigem und gemeinschaftlichem Bauen gestaltet. Alle Interessierten können uns beim gemeinschaftlichen Bauen unterstützen.

 

Nutzung als Gemeingut: Nachbarschaftsakademie und selbstorganisierter Lernort 

Die Laube ist eine offene, allen zugängliches Struktur, die begrünte Terrassen und Räumen für Workshops, Seminare, Filmvorführungen, Ausstellungen und öffentliche Gespräche miteinander verbindet. Ziel ist es, einen wetterunabhängigen Ort der Begegnung, des gemeinsamen Lernens, der Umweltbildung und -kommunikation zu schaffen. Die Laube ist  – wie die Prinzessinnengärten insgesamt – ein Freiraum für soziales, ökologisches und kulturelles Engagement. Als ein Gemeingut steht sie nichtkommerziellen, nachbarschafts- und gemeinwohlorientierten Nutzungen offen.

 

Themen:  Sozial-ökologischer Wandel / Stadt und Land / Zukunft des Moritzplatzes

Die Arbeit von Prinzessinnengärten und der Nachbarschaftsakademiein in der Laube verbindet Formen kollektiven Lernens mit dem Interesse an sozialökologischen Transformationen. In der Laube organisieren wir Programme zu Fragen des zukunftsorinetierten Zusammenlebens von Mensch und Natur. Wir behandeln dabei Themen wie urbane Ökosysteme, Wandel der Stadtgesellschaft, Stadt-Land-Beziehungen, nachhaltiges Bauen, Ernährungssouveränität, Gemeingüter, lokale digitale Netzwerke, Stadt der Ankunft, Partizipation und demokratische Planungsverfahren.

Die Laube selbst und die Arbeit in ihr soll auch beitragen zu einer offenen Diskussion über Vergangenheit, Gegenwart und möglichen Zukünften der Nachbarschaft um den Moritzplatz. Als Symbol einer Stadtenwicklung von Unten und als Diskussionsplattform bietet sie Raum für Fragen einer partizipativen, nachbarschaftsorientierten, sozial und ökologisch gerechten Entwicklung am Moritzplatz, insbesondere auch angesichts zunehmender Verdrängungs- und Privatisierungsprozesse.

 

Idee

Im Anschluss an die Kampagne „Wachsen lassen!“, die mit über 30 000 UnterstützerInnen einen Erhalt des Prinzessinnengarten am Moritzplatz bis 2018 gesichert hat, haben Florian Köhl (fatkoehl architekten), Christian Burkhard (Architectuul) und Marco Clausen (Prinzessinnengärten) seit 2013 die Idee zur Laube im Prinzessinnengarten gemeinsam entwickelt.

selbstbau

Förderung und Unterstützung

Der Bau der Laube als Ort der Umweltbildung und Umweltkommunikation wird von der Deutschen Bundesumweltstiftung gefördert. Das Fundament wurde mit Hilfe der IKEA-Stiftung gelegt. Kooperationspartner und Bauherrin ist die Nomadisch Grün gGmbH (Prinzessinnengarten). Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hat den Bau befürwortet und die Baugenehmigung ausgesestellt. Die anstitung hat mit der Finanzierung des ersten Sommerprogramms der Nachbarschaftsakadmemie die Nutzung unterstützt. Am Selbstbau beteiligt sind Freiwillige, Auszubildende der Kobelsdorff-Schule und  Studierende der TU-Berlin, die das begleitende Seminar „House of Commons“ besuchen.

 

Auswahl bisherige Nutzungen

Nachbarschaftsakademie (Programm 2016: Kollektives Lernen und Sorge um die Gemeingüter)

Prinzessinnengarten (Satzungszweck urbane Resilienz)

common grounds (MAZI-Projekt zu lokalen digitalen Netzwerken)

anstiftung (Netzwerk offene Werkstätten)

Visual Public Services (Installation zu Migration)

Michelle Teran (Workshop zu “Reclaiming”)

 

Kontakt

Kontakt zum Mitbauen: contact@dielaube.org

Kontakt Nutzungen: mc@prinzessinnengarten.net

 

Bauprozess 2015-2017

Im Herbst 2015 haben wir das Fundament gelegt. Im Sommer 2016 wurde der Holzrahmenbau errichtet. Im Frühjahr und Sommer 2017 soll der Bau fertiggestellt und um wetter- und lärmgeschützte Räume ergänzt werden.

 

 

TwitterGoogle+FacebookEmail