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SUMMARY:Licht Luft Scheiße. Zwischen Stadtautobahn und Ökotopia. Ökologischer Stadtumbau in den 1980er Jahren und seine Relevanz für heute
DESCRIPTION:22. August\, 18-20 Uhr (DE) \nGespräch mit Ekhart Hahn\, Werner Wiartalla und Marco Clausen \nBild: Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Stadtumbau (1987) \nIn den 1980er Jahren setzte mit Instandbesetzungen\, wie »Strategien Für Kreuzberg« und der »behutsamen Stadterneuerung« ein Umdenken in der Stadtentwicklung ein. Es ging um Alternativen zu Planung von oben\, ›Kahlschlagsanierung‹ und Autobahnplanung. Angesichts der damals schon bekannten ›Grenzen des Wachstums‹ wurden dabei vermehrt auch ökologische Fragen aufgegriffen. Neben spontanen Praktiken von unten wie Nachbarschaftsgärten\, Kinderbauernhöfen\, Hof- und Dachbegrünungen bildete sich im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) 1984/87 auch eine Arbeitsgruppe für einen ökologischen Stadtumbau\, die ein umfangreiches Programm zur »Behutsamen Stadterneuerung am Moritzplatz unter ökologischer Zielsetzung« entwickelte. Mit dem Fall der Berliner Mauer gerieten diese Ideen in Vergessenheit\, obwohl sie im Rückblick aktueller denn je erscheinen. Wir reden mit Protagonisten dieser ökologischen Wende zu den damaligen Konzepten und ihrer Aktualität für die Gegenwart\, insbesondere in Hinblick auf eine dauerhafte Sicherung des Prinzessinnengarten Kreuzberg als sozial-ökologisches Gemeingut. \n\nMarco Clausen ist Mitbegründer von »Prinzessinnengarten« (2009) und der Nachbarschaftsakademie (seit 2015). Durch Vorträge\, Publikationen\, partizipative Forschung\, internationale Austauschprogramme und Kooperationen mit Künstler_innen und Aktivist_innen trägt er zur Frage der lokalen Selbstorganisation für soziale und ökologische Gerechtigkeit im städtischen und ländlichen Raum bei. Sein besonderes Augenmerk liegt auf selbstorganisierten Formen kollektiven Lernens und politischer Bildung zu den Themen Gemeinschaft\, Ernährungssouveränität oder Recht auf Stadt. 2012 veröffentlichte er »Prinzessinnengarten. Anders gärtnern in der Stadt«. Zudem engagiert sich Clausen in verschiedenen Netzwerk- und Arbeitsgruppen zum Thema demokratischer Landnutzung und ist Teil der Initiative Prinzessinnengarten Kreuzberg. Mit Kerstin Meyer organisierte Clausen den Untersuchungsausschuss Gemeingut Grün im ZK/U und publizierte »Ein Dauergartenvertrag für Berlin« (ZK/U Press 2018). \nEkhart Hahn ist einer der Pioniere des Ökologischen Städtebaus und Stadtumbaus. Seit 1975 stehen diese Themen im Zentrum seines beruflichen Wirkens. Im Jahre 1979 führte er den Begriff und das Forschungsfeld »Siedlungsökologie« ein\, mit anschließender Buchveröffentlichung im Jahre 1982. Seiner Zeit voraus formulierte er damals die These\, dass vor allem die Stadt- und Siedlungsentwicklung zentrale Ursachen von Klimawandel und Umweltzerstörung seien. Ein grundlegendes ökologisches Umdenken in Theorie und Praxis des Städtebaus sei Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung. Ökostädte und ökologischer Stadtumbau würden zu zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts werden. \nWerner Wiartalla ist diplomierter Physik-Ingenieur und beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit Ökologieprojekten. Er arbeitet interdisziplinär mit Themen der Nachhaltigkeit die die Kultur\, Ökologie\, Ökonomie und das Soziale gleichberechtigt verbinden. Neben der Dachbegrünung und vor Allem der Klimatisierung mit Pflanzen\, stehen Regenwassernutzung und Solaranlagen auf seiner Vita. In den letzten Jahren widmete er sich der Baubiologie und entwarf sehr gut gedämmte und doch preiswerte Strohballenhäuser. Wiartalla lebt und arbeitet in der Ufa-Fabrik. \n\nDas Gesamtprojekt „Licht Luft Scheiße. Perspektiven auf Ökologie und Moderne“ wird realisiert durch: Botanischer Garten und Botanisches Museum der Freien Universität Berlin (BGBM)\, Martin-Elsaesser-Stiftung\, Nachbarschaftsakademie im Prinzessinnengarten Kreuzberg und neue Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK). \nGefördert im Fonds Bauhaus heute der Kulturstiftung des Bundes „100 jahre bauhaus“ und durch die Lotto Stiftung Berlin. \n
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