Der Re:Move Blog

Auf diesem Blog erfahrt ihr in der nächsten Zeit Neuigkeiten des Re:Move Projektes.
Was das eigentlich für ein Projekt ist und warum wir es ins Leben gerufen haben:

Kreisläufige Ressourcennutzung im urbanen Raum ist eine der zentralen ökologischen Herausforderungen. Es gibt immer mehr Initiativen, die sich mit der Wieder- und Umnutzung von Rohstoffen auseinandersetzen und verschiedene Wege aus unserer Verbrauchs und Wachstumskultur, hin zu sozial und umweltverträglichen Rohstoffkreisläufen aufzeigen. Doch die verlässliche Verfügbarkeit von Restmaterialien in größerem Rahmen ist häufig nicht gegeben, da organisatorische, rechtliche und finanzielle Fragen unklar sind.

Um diesen Umstand zu ändern haben wir, zusammen mit dem Verbund offener Werkstätten und der anstiftung, das Re:Move Projekt gestartet. Wir planen mit diesem Projekt den Aufbau funktionierender Netzwerke zur sinnvollen Umverteilung von ehemaligen Restmaterialien hin zu NutzerInnen, die daraus neue Projekte und Ideen mit Materialien ausstatten können. Somit möchten wir einerseits zur Ressourcenschonung beitragen und andererseits tollen Projekten mit Materialbedarf helfen, preiswerte, hochqualitative und nachhaltige Materialien zu beziehen. Des Weiteren ist ein Ziel des Projektes, konkret und breit umsetzbare Nutzungen von Restmaterialien zu entwerfen, zu testen und diese breit verfügbar zu machen, um die Nutzung ehemals entsorgter Materialien alltagstauglicher zu machen.

Im Projektablauf möchten wir zunächst etwa 5 bundesweit und in relativ großem Maßstab verfügbare Materialien beispielhaft identifizieren , die außerdem für offene Werkstätten als Bau- und Weitervermittlungsmaterial interessant sein, wie z.B. ausgediente Schultafeln, Dispersionsfarbtonnen und Einwegpalettendeckel (Vollholzplatten)).

Dem folgt eine Recherche bei den Restmaterial-produzierenden Unternehmen, deren Entsorgungskosten und –abläufe ermittelt werden, um zu verstehen wie eine teilweise Vermittlung der Rest-Materialien an offene Werkstätten in finanzieller und organisatorischer Weise stattfinden könnte. Parallel dazu sollen breite Nutzerkreise der Materialien erkundet werden, von Co-Working-Spaces über Bauunternehmen zu Privatpersonen. Dies beinhaltet auch die organisatorische Seite der Restmaterial-Nutzung und –vermittlung: wie sieht es mit Material- und Produkthaftung aus, wie kann die Logistik funktionieren, auf welchen Plattformen können Materialien und Produkte vermittelt und verkauft werden?

Das Zwischen-Ziel dieses zweijährigen Projektes ist eine Form des Wissenstransfers (z.B.Handlungsleitfaden in Kombination mit Beratungsformat) sein, das für die offenen Werkstätten bundesweit als Anleitung zur breiten Rest-Material-Akquise und –Vermittlung dienen kann. Diese Anleitungsformate werden frei verfügbar und durch die Werkstätten selbst erweiterbar sein. Hierdurch soll die Materialvermittlung, -verarbeitung und teilweise Selbstfinanzierung der offenen Werkstätten nachhaltig gefördert werden.

Bei Fragen und Interesse, meldet euch gern unter selberbauen@prinzessinnengarten.net

         
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