PROJEKTE

Prinzessinnengarten in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden

Selbstbauworkshop mit Studierenden in Baden Baden

In Zusammenarbeit mit der Staatlichen Kunsthalle baut der Prinzessinnengarten in Baden-Baden zwei Schulgärten auf, knüpft Beziehungen zu lokalen Bioproduzenten, betreut Workshops zu regionalen und saisonalen Lebensmitteln und ihrer Haltbarmachung und gestaltet das Foyer der Kunsthalle um, inspiriert von den den Selbstbaumodellen des italienischen Designerns Enzo Mari.

Ablegergärten

Seit 2011 unterstützen wir verstärkt Kindergärten, Schulen und Universitäten dabei, kleinere Gärten mit dem System Nomadisch Grün/Prinzessinnengarten aufzubauen. In der Regel verbinden wir den gemeinschaftlichen Aufbau und die Pflege des Gartens mit Workshops und GärtnerInnensprechstunden zu unterschiedlichen Themen wie Nutzpflanzenanbau in der Stadt, Biodiversität oder Kompostierung.

Solche Ablegergärten sind bisher entstanden oder in Planung an folgenden Orten:

Nachbarschaftsgarten in der Oranienstraße 53 (Carl Philipp Moritz-Haus)

Universität der Künste

Carl-Bolle-Grundschule

Hector-Petersen-Schule

Samariter -Kita

Sophien-Kita

Haus der Kulturen der Welt

Redaktionsgebäude von Zeit-Online

Jugendzentrum Johannistal

Hochschule für Zeitgenössischen Tanz

Agentur Diffferent

Kant Schule

Liebmann Grundschule

WG-Check

Gemeinsam mit dem Internationalen Jugend Kunst- und Kulturraum Schlesische 27 führen wir in der Markthalle IX Koch-Workshops mit Jugendlichen durch, die noch zu Hause leben, aber bald schon ihr eigenes Essen zubereiten müssen.

 

Gartendeck in Hamburg

Auf der Großen Freiheit in Hamburg entsteht mit dem Gartendeck im Sommert 2011 ein temporärer, urbaner Garten. In mobilen Beeten werden hier Gemüse und Kräuter gemeinschaftlich angebaut. Damit soll der Grundstein gelegt werden für einen grünen Ort, der allen offen steht und in dem alle Interessierten die Möglichkeit haben, lokal Lebensmittel zu produzieren und neue Formen urbaner Gemeinschaft mitzugestalten. Dieser Garten entsteht im Rahmen des Internationalen Sommerfestivals und wird Beraten durch Nomadisch Grün / Prinzessinnengarten. Regelmäßig fahren wir nach Hamburg, um hier weiterzugeben, was wir in zwei Jahren Pionierarbeit am Moritzplatz gelernt haben.

Wucherndes Produktives Grün

Beim “Wuchernden Produktiven Grün” handelt es sich um eine Über Lebenskunst-Initiative. Unser Ziel ist es, modellhaft einen Gemeinschaftsgarten in einem Hinterhof eines typischen Berliner Mietblocks des sozialen Wohnungsbaus zu initiieren. Wir schliessen dabei an Hofbegrünungsinitiativen der 80er Jahre an, wollen aber die Teilnehmerstruktur auf andere Gruppen ausweiten und in neue soziale Räumen für nachhaltiges Handeln erschliessen. Diese Verbindung von Sozialem mit dem Ökologischen sehen wir als zentrales Motiv der neuen Gartenbewegung in den Städten. Unser Projekt soll dabei ausdrücklich Modellcharakter haben. Das Beispiel soll Interessierte und Wohnungsbaugesellschaften dazu animieren, ähnliche Projekte zu initiieren, so dass der gemeinschaftlich bebaute Nutzgarten bald ein ganz alltäglicher Anblick in unseren Höfen sein wird.

 

UniGrowCity

Von 2011 bis 2013 werden wir unsere mit dem Workshop “Urban Farming and Local Empowerment” begonnene Vernetzung mit europäischen Initiativen im Bereich neues urbanes Grün weiter ausbauen. Gemeinsam mit 5 Partnerorganisationen aus Italien, Portugal, Großbritannien, Frankreich, Norwegen und Schweden werden wir eine Internationale Workshopreihe mit dem thematischen Schwerpunkt  Neue Formen urbanen und informellen Lernens durchführen. Diese werden gefördert durch das europäische Grundtvig-Programm für Lebenslanges Lernen.

Urban Gardening“ und die berufliche Bildung

Nomadisch Grün ist von 2011 bis 2014 Praxispartner im Rahmen eines von der Deutschen Bundesumweltstiftung geförderten Projekts zur beruflichen Bildung im Garten und Landbau. In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für berufsbildende Maßnahmen e.V.,  der Agrarwissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin und weiteren Initiativen im Bereich urbanes Gärtnern sollen Formen formeller und informeller Bildung miteinander verknüpft und versucht werden, bestehende Berufsbilder zu erweitern. Nomadisch Grün wird in diesem Rahmen ein Bildungskonzept für eine Verbesserung von Böden in der Stadt, den Aufbau eines nachbarschaftlichen Sammelsystems und die Vermarktung von ökologischen Böden entwickeln.

 

Offene Containerwerkstatt

Zusammen mit der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis planen wir den Aufbau einer offenen Werkstatt im Prinzessinnengarten. In einem zum Werkraum umgebauten Überseecontainer kann jeder Interessierte  mit uns zusammen ans Selbermachen gehen.

Stadtsafari 2010

Auch dieses Jahr können wir uns mit der Stadtsafari zusamen mit Jugendlichen aus dem Kiez auf die Suche nach Lücken für eine anderen Stadt machen.  Bundesbauministerium und Bundesinstitut für Bau, Stadt- und Raumforschung haben uns für eine Fortsetzung des 2009 begonnenen Beteiligungsprojektes für Jugendliche ausgewählt. Diesesmal soll ein Jugendraum entstehen, der ähnlich wie unser nomadischer Garten mobil ist und unterschiedlichste Orte in der Stadt temporär verwandeln kann.

Internationaler Workshop

“Urban Farming and Local Empowerment”

Vom 24. bis zum 30. September werden wir gemeinsam mit 16 Interessierten und Aktiven aus ganz Europa einen Workshop zum Thema urbane Landwirtschaft und ihre Potenziale für die Aktivierung von Nachbarschaften abhalten.


Ausstellungen

 

  • Hands-On Urbanism 1850-2012;  Architekturzentrum Wien (03/2012)


  • Carrot City. Wanderausstellung initiiert an der Ryerson Universität in Toronto am Department of Architectural Science

Im Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin vom 30. September bis 30. Oktober 2011

 

 

  • “Redirection. About Architectural Change” / Łódź Design Festival

 

Post Oil City widmet sich städtebaulichen Lösungen und Utopien vor dem Hintergrund des absehbaren Endes fossiler Brennstoffe und des Klimawandels. Die Ausstellung präsentiert Projekte, die nach Kriterien wie Nachhaltigkeit (Energie und Bauen) und Mobilität (Energie und Verkehr) ausgewählt wurden. Für das M:AI wurde die Ausstellung um einen Teil “Renaissance urbaner Agrikultur” ergänzt.

  • Jardiner la ville

Ausstellung für Kinder zum Thema Stadtnatur im März 2011 in der Cité de l’Architecture et du Patrimoine (Paris)

  • REALSTADT. Wünsche als Wirklichkeit

Vom 2. Oktober bis zum 28. November 2010 wird im Auftrag des Bundesministerium für Bau, Verkehr und Stadtentwicklung die Ausstellung REALSTADT im Kraftwerk Mitte gezeigt. Die Ausstellung wird für ein breites Publikum nicht nur von der Stadt selbst erzählen, sondern auch vom Umgang mit ihr und von den Wünschen der unterschiedlichen Akteurinnen und Akteure, die darin wirksam werde. Die Prinzessinnengärten werden als  Praxisbeispiel für einen Wirklichkeit gewordenen Wunsch ausgestellt.

  • Deutscher Pavillion EXPO 2010 Shanghai

Der deutsche Pavillion heisst “balancecity”. Im Bereich “Garten” wird unter anderem mit Bildern aus dem Prinzesinnengarten der mögliche Beitrag der urbanen Landwirtschaft zur Stadt im Gleichgewicht thematisiert.

  • Measure of Man – Measure of Architecture.

AedesEast (Internationales Forum für zeitgenössische Architektur) zeigt vom 6. August bis zum 23. September eine Ausstellung zur neuen Verantwortlichkeit in Architektur und Urbanismus.  Es geht um unterschiedlichste Projekte auf der ganzen Welt, die lokal Anworten auf Fragen suchen, die die Lebensbedingungen der ganzen Menschheit betreffen.

  • Farming the City

In der Woche der Nachhaltigkeit vom 11. bis zum 19. September 2010 veranstaltet die CITIES-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Stadt Amsterdam eine Ausstellung und einen Workshop zum Thema urbane Landwirtschaft.

Ab 25.01.2011: “Farming The City: Odla Staden”, im Rahmen der Veranstaltungreihe “Gröna städer” (Grüne Städte) im Arkitekturmuseet Stockholm

  • Energie=Arbeit.

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgerufenen Wissenschaftsjahrs der Energie zeigt die Stiftung Brandenburger Tor ab September 2010 eine Ausstellung über das, was drinsteckt, wo es herkommt und wo es hingeht. Im Abschnitt über Konzepte für einen nachhaltigen Umgang mit Energie sollen  neben Großtechnologien auch Aspekte wie Lebensraumgestaltung und Lebensstile thematisiert werden. Als Beispiel werden die Prinzessinnengärten vorgestellt.

Energie! Aber wie!?

Eine Gruppe von Studierenden der Studiengänge Kultur und Technik, Energie und Verfahrenstechnik sowie Wirtschaftsingenieurwesen an der TU wurde mit ihrem Projekt “Energie! Aber wie!?” beim bundesweiten Wettbewerb für Studierende “Energie für Ideen” des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ausgezeichnet.  Sie werden Ende August 2010 ein einwöchiges Workcamp in den Prinzessinnengärten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene veranstalten. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen sich praktisch und theoretisch mit den Themen Zukunftsenergie und Gesellschaft auseinander setzen.

Die Stadtsafari ist ein Beteiligiungsprojekt, bei dem wir mit Jugendlichen aus dem Kiez um die Häuser gezogen sind, gemeinsam Freiräume erkundet und Gestaltungsideen entwickelt haben. Diese Entwürfe wurden schleißlich temporär in den Prinzessinnengärten umgesetzt: ein Schloss am Moritzplatz, ein Mädchenclub, eine öffentliche Galerie, hängende Gärten, ein Ponyhof in der Stadt und ein Parkour-Parkour.

Die Stadtsafari wurde 2009 vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung als innovatives Modellvorhaben im Rahmen des ExWoSt-Forschungsprojekts “Jugendliche im Stadtquartier” ausgewählt. 2010 kann die Stadtsafari neben neun weiteren Modellprojekten den angefangenen Weges fortsetzen. Wir wollen versuchen mit dem Jugendlichen vom Planen überzugehen zum Bauen eines mobilen Jugendraumes und zur selbstorganisierten Bespielung dieses Ortes.

Bilder: Katja Renner

Und das sagen die Kids:

Lord (11):
Sie ist ein Abenteuer
hier kann man was entdecken!
Wenn man Spaß hat,
kann man mitbauen.
Heute ist dein Tag.

und Mary (18)
„Als ich Stadtsafari gehört habe, da habe ich erst gedacht, das hat was mit wilden Tieren zu tun und dann kam ich dahin, es gab ein Konzert und ich dachte ok, was ist hier los? Im Nachhinein habe ich erfahren, was Stadtsafari bedeutet und ich habe gedacht, ist eigentlich schon eine coole Sache. Die Ziele sind, dass Jugendliche eigenständig werden, dass die Jugendlichen von sich selber sagen, das und das will ich haben … die haben ganz viele Ideen, die können sie aber mit niemanden teilen. Gerade in Kreuzberg, die sind richtig kreativ, aber können das nicht ausdrücken und Ziel der Stadtsafari war immer, den Jugendlichen zu sagen: ey, weißt du was, du hast so viele Ideen, das und das kannst du doch machen; ihnen zu helfen, sie in den Mittelpunkt zu stellen.“

 

The Order of Potato

Zusammen mit der Künstlerin Åsa Sonjasdotter werden wir etwa 20 traditionelle Kartoffelsorten anbauen, darunter Arran Victory, Asparges, Bamberger Hörnchen, Blauer Schwede,Highland Burgundy, King Edward, Linda, Mehlige Mühlviertler, Pink Fir Appel, Princess, Rote Emma, Shetland Black, Vitelotte. Es handelt sich um Sorten, die über die Jahrhunderte lokal und regional angebaut wurden, die sich aber nicht im EU- Sortenkatalog finden und deren Weiterabe daher erschwert ist. Mit der biologischen Vielfalt pflegen wir auch die Geschichten, die uns ein vermeintlich so einfaches Produkt wie die Kartoffel erzählen kann. Als globaler Migrant aus den Anden kann sie Auskunft geben über so unterschiedliche Dinge wie die Kolonialisierung Südamerikas, die Industrielle Revolution oder die Wirtschaftsordnung der EU und die Patentierung biologischen Erbguts.

Link zum Projekt potato perspective

Broschüre “The Order of Potatoes. A Potato Perspective on a European Matter

GRÜN IN SICHT

Gärtnern & Kochen mit Kindern der Hunsrück Grundschule

In Zusammenarbeit mit dem JugendKunst- und Kulturzentrum Schlesische 27 und unter Anleitung von unserem Gärtner Oliver Klitsch und Malte Zacharias vom Gartenstudio werden wir gemeinsam mit Kindern aus der Hunsrück Grundschule in den Prinzessinnengärten Gärtnern und Kochen. Schwerpunkt bildet das Thema Boden: Es wird gegraben, gebuddelt, geforscht, gepflanzt, gesäht … und am Ende der Saison dann endlich geerntet! Die frisch geernteten Bodenschätze wandern vom Feld direkt in den Kochtopf und werden zu leckeren Gerichten verarbeitet. Daneben wird eine Video- und Tanzperformance zum Thema erarbeitet und schließlich bilden ein Schaukochen und einer Abschlusspräsentation das grosse Finale.

Bildungsgarten

„Anpassung an den Klimawandel“

Ein Kooperationsprojekt des Innovationsnetzwerk Klimaanpassung Brandenburg Berlin (INKA BB) an der Humboldt-Universität mit der Werkgemeinschaft Berlin-Brandenburg (g)GmbH, der Gartenarbeitsschule Wedding und Nomadisch Grün.
Mit einem mobilen Bildungsgarten wollen wir den Zusammenhang zwischen Klima, Wasserhaushalt und Pflanzenwachstum veranschaulichen und dabei mögliche Effekte des Klimawandels erfahrbar machen. Anhand von unterschiedlichen Böden und Pflanzensorten sollen die Auswirkungen von Trockenstress und mögliche Anpassungsstrategien demonstriert werden. Wie lässt sich den zu erwartenden veränderten Bedingungen – insbesondere höheren Temperaturen und weniger Niederschlägen während der Hauptwachstumszeit – positiv begegnen?

Projekt Verantwortung

Im Rahmen des “Projekt Verantwortung” der Evangelischen Schule Berlin Zentrum haben Jugendliche der 7. und 8. Klassen Gelegenheit, für sich und andere Verantwortung zu übernehmen und zivilgesellschaftliches Engagement einzuüben. Sechs von Ihnen sind im Prinzessinnengarten aktiv. Sie haben sich zunächst an der Stadtsafari beteiligt und werden in dieser Saison Spenden für ein eigenes Beet sammeln, dieses aufbauen und sich um die Pflanzen kümmern.


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