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Licht Luft Scheiße: Creuzberg Commons

August 22 / 17:00 - 19:00

Historisches und spekulatives Mapping zu Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Moritzplatz in Berlin Kreuzberg.

Ankündigung „Moritzplatz Concert“ (1983), Archivmaterial aus dem FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum

 

Industriestadt, Konsumstadt, geteilte Stadt, autogerechte Stadt, Stadt der Brachen und Stadt der Kreativindustrie. Der Moritzplatz, bis Mitte des 19. Jahrhunderts noch landwirtschaftlich genutzt und Teil des ›Cöpenicker Felds‹, war immer wieder Schauplatz weitreichender Veränderungen. Planung ›von oben‹, Kommerzialisierung und Verdrängung haben dabei immer wieder auch Widerstand und Lösungen ›von unten‹ hervorgebracht und Allianzen zwischen unterschiedlichsten Akteur_innen wie Migrant_innen, Instandbesetzer_innen,  Gewerbetreibenden, Anwohner_innen, Planer_innen und Lokalpolitiker_innen geformt. Der Prinzessinnengarten Kreuzberg steht für kreuzbergtypsche Freiräume, die Selbstorganisation, lokale Ökonomie, Alternativkultur und politisches Engagement miteinander verbinden. Solche ›Gemeingüter‹ sind heute durch Privatisierung, Finanzialisierung und Verdrängung bedroht. Gleichzeitig sind sie konkrete Utopien für eine demokratische, soziale und ökologisch gerechte Stadt. Beim ›Mapping‹ soll gemeinsam eine Karte zu Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Moritzplatz in Berlin Kreuzberg erstellt werden.

Stichworte: Cöpenicker Feld, Industriestadt, Konsumstadt, Kahlschlagsanierung, Autobahnplanung, Instandbesetzungen, behutsame Stadterneuerung, ökologischer Stadtumbaus, urbanes Gärtnern, Gemeingüter, Dauergarten


Initiative Prinzessinnengarten Kreuzberg: Aus den sozialen, kulturellen und Bildungsaktivitäten sowie dem Engagement gegen Verdrängung und Privatisierung in dem urbanen Gemeinschaftsgarten ist die Initiative Prinzessinnengarten hervorgegangen. Sie knüpft an die erfolgreiche Kampagne von 2012 zur Verhinderung der geplanten Privatisierung der Fläche an und setzt sich zum Ziel, den Freiraum dauerhaft als ein Gemeingut und ein Modell für »Dauergärten« und eine sozial-ökologische Stadtentwicklung von unten zu sichern. In Form gemeinschaftlicher, nicht-kommerzieller Raumnutzungen (Laube, O45), einer Garten- und Kompostgruppe, künstlerischer Interventionen und durch die Organisation von Nachbarschaftsversammlungen soll bereits heute die Keimzelle eines dauerhaften Erhalts für alle entstehen.


Das Gesamtprojekt „Licht Luft Scheiße. Perspektiven auf Ökologie und Moderne“ wird realisiert durch: Botanischer Garten und Botanisches Museum der Freien Universität Berlin (BGBM), Martin-Elsaesser-Stiftung, Nachbarschaftsakademie im Prinzessinnengarten Kreuzberg und neue Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK).

Gefördert im Fonds Bauhaus heute der Kulturstiftung des Bundes „100 jahre bauhaus“ und durch die Lotto Stiftung Berlin.”


Details

Datum:
August 22
Zeit:
17:00 - 19:00
Website:
https://nachbarschaftsakademie.org/

Veranstaltungsort

Laube im Prinzessinnengarten Kreuzberg
Prinzenstraße 35-38
Berlin, 10996

Veranstalter

Nachbarschaftsakademie im Prinzessinnengarten Kreuzberg