Prinzessinnengarten internationale: Besuch der Universität Havanna und aus Ikwezi in Südafrika

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Zu einem überraschenden Blitzbesuch kam heute eine kubanische Delegation in den Prinzessinnengarten. Nachdem Robert ja zunächst die Idee für unsere urbane Landwirtschaft  aus Kuba importiert hatte, haben sich heute der kubanische Wirtschafts- und Handelsattaché, der Direktor der Universität von Havanna und der Vizepräsident des Politechnischen Instituts ein Bild von der Umsetzung der agricultura urbana in Berlin gemacht. Während in Kuba vor allem die Versorgung der städtischen Bevölkerung mit Lebensmitteln bei der Rekultivierung urbaner Brachflächen im Vordergrund steht, waren unsere weitgereisten Besucher vor allem an den sozialen Komponenten des Prinzessinnengartens interessiert: an der Einbindung der Nachbarschaft und der Entwicklung eines generationenübergreifenden Lernorts.

Ähnlich überraschend kam heute auch eine Gruppe aus Südafrika vorbei. Der Bürgermeister von Ikwezi und seine Begleiter waren an nachhaltigen Verfahren der Grauwasseraufbereitung und -nutzung interessiert und ganz angetan von unseren mobilen Beeten. Es sollte sich also niemand wundern, wenn Ableger unserer nomadischen Gärten bald am südafrikanischen Ostkap auftauchen und hier zur Ernährung der städtischen Bevölkerung beitragen.

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Berliner Zeitung wirbt für Großstadtbauern

Die Berliner Zeitung hat sich der urbanen Landwirtschaft als Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung gewidmet. Auch der Prinzessinenngarten hatte seinen Auftritt als Beispiel dafür, wie sich mit Engagement dem städtischen Raum ländliche Qualitäten abgewinnen lassen. Der Artikel findet sich hier

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GartenKoop II

tryp-galabauSolidarität unter Gärtern: Mit organischem Material, Werkzeugen und Kenntnissen haben uns unterschiedliche Gartenbauer und Gärtner unter die Arme gegriffen. Vielen Dank Tobias, Mathias und Sabine.

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GartenKoop

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Die Berliner Szene der Gartenaktivisten hat sich für ein Wochenende in die idyllisch an den Hängen der Oder gelegenen Landeslehrstätte in Lebus zurückgezogen, um hier intensiv daran zu arbeiten, dass selbstorganisierte Gärten in Zukunft nicht mehr aus der Stadt wegzudenken sein werden.

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Schmalzprinzen & Ochsenherzen zwischen Herzsprung & Hassleben

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Zusammen mit der Gartenaktivistin Julia Jahnke sind wir früh mogens zu einer Entdeckungsreise in die durch großräumige LPG-Landwirtschaft geprägte uckermärkische Landschaft aufgebrochen. Zwischen Herzsprung und Hassleben haben wir hier erstaunliche Dinge gesehen und erlebt. In der Blumberger Mühle mussten wir uns in elfjährige Kinder hineinversetzen und eine Natursafari mitmachen. In Greiffenberg gewährte uns der Vern Verein, der sich liebevoll um den Erhalt und die Rekultivierung alter und seltener Kultupflanzen kümmert, einen beeindruckenden Einblick in die Artenvielfalt von Kartoffeln, Weizen, Kürbisgewächsen und Salaten. Insbesondere die hier zur Saatgutvermehrung gezogenen über 80 verschiedenen Tomatenarten stellen ein beispielloses Schauspiel aus Farben, Gerüchen und Formen dar. Hier findet man beispielsweise eine smaragdgrüne Evergreen, die pflaumenförmige De Berao, die gestreifte Tigerella und die bis zu einem halben Kilo schweren Ochsenherzen. Als Wegzehrung wurde uns noch ein Schmalzprinz mitgegegeben, eine besonders saftige alte Apfelsorte. Bei einbrechender Dunkelheit wurden wir  gastfreundlich auf dem Karlshof aufgenommen und haben uns in Begleitung der Hofkatzen den gemeinschaftlichen und nichtkommerziellen Kartoffelanbau angesehen, die Schweine und Schaafe und den Traktor aus DDR-Produktion mit dem verheissungsvollen Namen “Fortschritt”.

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Tagung zur urbanen Landwirtschaft

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Vom 23. bis zum 25. Oktober hat die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis zur Tagung “Urbane Landwirtschaft und Gärten. Zur Zukunft der Stadt” in die Evangelische Akademie Tutzing eingeladen. Bereits frühzeitig  war der wunderschön am Starnberger See gelegene Tagungsort ausgebucht gewesen.  Aus unterschiedlichsten Perspektiven wurde hier über die Rückkehr der Landwirtschaft in die Städte berichtet. Marit Rosol beispielsweise sprach über die Rolle der Community Gardens in Nordamerika für die Nahrungsmittelversorgung der städtischen Armen, Elizabeth Meyer-Renschhausen über ihre Geschichte und den wiederkehrenden Konflikt zwischen selbstbestimmtem Gärtnern und Immobilienspekulation, Susanne Hauser gab einen Einblick in die Ästhetiken der urbanen Agrarlandschaften und Heike Brückner sprach am Beispiel Dessaus übeer die In-Kulturnahme städtischer Landschaften. Wer sich über die vielfältigen Existenzformen des Gemeinschaftsgärtnerns etwa in Buenos Aires oder Kapstadt informieren wollte, der konnte das mit den wunderbaren Dokumentarfilmen von Ella von der Haide. Wir von Nomadisch Grün hatten das Glück, als noch junge Grünschaffende für das Programm nachnominiert worden zu sein. Unter dem Titel “Die Lücke nutzen!” haben wir leidenschaftlichen Dilettanten unter lauter engagierten, fachkundigen und erfahrenen Gartenaktivisten die Gelegenheit genutzt und unsere Vision einer mobilen, sozialen, ökologischen und urbanen Landwirtschaft skizziert.

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