PRESSE & ÖFFENTLICHKEIT

 

Als wir im Sommer 2009 damit anfingen, die Brachfläche am Moritzplatz in einen blühenden Nutzgarten zu verwandeln, da hat u.a. ein Artikel in der zitty dafür gesorgt, dass nicht weniger als 150 Freiwillige mit uns das Gelände vom Müll befreit haben. Seitdem hat es weit mehr als 200 Berichte in Zeitungen, Magazinen, im Hörfunk und im Fernsehen gegeben. Inzwischen spricht der Stern von Berlin als “die Stadt, die die Prinzessinnengärten hat, die aufregendsten Alternativgärten der Welt“. Die Zeit pries den Prinzessinnengarten als das “Vorzeigeprojekt der deutschen Urban-Gardening-Bewegung”. Im Tagesspiegel hiess es: “Die Prinzessinnengärten, die sich zugleich als Biotop und Soziotop verstehen, haben Modellcharakter. Das Medienecho ist jedenfalls gewaltig. Was aber wichtiger ist: Die Anwohner im Kiez, der zu den sozialen Brennpunkten zählt, haben das Projekt sofort angenommen”: eine “Utopie im Kleinen”.  Die Berliner Zeitung entdeckte in unserem Garten ein “Glück für die Kreuzberger”, die Berliner Morgenpost hob hervor, wie hier durch privates Engagement wichtige soziale und Bildungsaufgaben übernommen werden. So kam wiederum die Berliner Zeitung zu dem Schluss: “Kaum ein Berliner Projekt ist so bekannt wie der Prinzessinnengarten am Moritzplatz. Stern, taz, New York Times, subkulturelle Medien und CNN feierten die urbane Farm”. Die Süddeutsche Zeitung fast das Ergebnis unserer Arbeit folgendermaßen zusammen: “Dort, wo Berlin am hässlichsten ist, am Moritzplatz in Kreuzberg, fanden die beiden (Initiatoren) eine zugemüllte Fläche, die in den letzten sechs Jahrzehnten meist brach lag. Jetzt blüht es dort wie in englischen Vorgärten.” Das Grossstadtbiotop mit sozialem und kulturellem Mehrwert (Neue Zürcher Zeitung) treffe ein Lebensgefühl (der Freitag). Spiegel und Deutschlandradio haben die integrativen Aspekte für den multikulturellen Kiez und die Bildung von naturfern aufwachsenden Kindern gewürdigt. Die Zeit schrieb, dass hier “aus einer hässlichen Baulücke ein Paradies erwachsen” sei und Prof. Friedrich von Boris lobte uns an gleicher Stelle als ökologisches Vorbild. In einem weiteren Artikel der Wochenzeitung heisst es: “Auf seine vollkommen sensationsfreie Art ist der Prinzessinengarten ein Ereignis, das Journalisten aus Kuba, aus Frankreich und den USA anzieht und immer neue internationale Studiengruppen, Architekten, Urbanisten und Schulklassen anlockt, die hier forschen, gärtnern und kochen.” Laut ARD Ratgeber Heim & Garten, mit 1,7 Millionen interessierten Zuschauern, haben wir mit unserer gärtnerische Vision nicht weniger als die Zukunft des Gärtnerns in einer urbanen Welt erfunden. In der Sendung scobel auf 3 Sat wurde vor allem gewürdigt, dass ein Ort wie der Prinzessinnengarten für die Konsequenzen unseres Konsumverhaltens sensibilisiert  und Möglichkeiten für einen anderen Umgang mit unserer Umwelt erfahrbar werden. Inzwischen wird der Prinzessinnengarten auch international als Modell für eine nachhaltige und soziale Form des Umgangs mit Stadt wahrgenommen. Berichtet haben neben der New York Times und CNN unter anderem auch  das Schwedische, Russische und das Tschechische Fernsehen, aus Großbritannien das DAMn-Magazine, viewpoint und monocle, Repubblica, Gardena und WU-Magazine aus Italien, sowie mStyle (China), Courier international (Frankreich), Aftenposten (Norwegen)

 

  • “Das Kornfelder im Blumenkistl”, ein Film von Therese Engels (3 Sat, 11. Mai) 

Es geht um mehr als Tomaten. Es ist ein politischer Akt: Die Urban Gardening-Bewegung pflanzt mit jedem Setzling ein Zeichen. Aber sie belässt es nicht beim Symbolischen. Denn Urban Gardening ist mehr als das; es ist direkte Gestaltung und zugleich bürgerliche (Rück-)Eroberung des Gemeinwesens von unten.

 

  • Urban Heroes: Robert Shaw, Viva la gardening revolution!, in: Experliner (April 2013)

“Despite an always uncertain future, Prinzessinnengarten has become a Kreuzberg community linchpin; a veritable hub of activities … Fundamantally, it’s a place where people can learn about food production and sustainable living. But more importantly, it’s a public space where all sorts of people can be productive together … Prinzessinnengarten is a place where there’s tweeting without Twitter and freinds without facebook … they are spreading their message beyond the confines of Kreuzberg 36 by setting up mobile gardens in schools … Starting with a corner of dirt and a pile of rubbish, Prinzessinnengarten has enriched the lives of thousands”

 

  • “Prinzessinnengarten – Making Gardens from Wasteland” by Caroline Paulick-Thiel, Elizabeth Calderon Lüning and Marco Clausen, in: The Baltic Edge – Reflections on youth, work and innovation in the Baltic Sea region. Edited by Kenneth Abrahamsson and Nathalie Besèr (2013)

 

Verantwortung, das ist die Grundidee des Urban Farming

 

  • Zitty-Titel “Holt euch die Stadt zurück” (21.03.2012)

“Prinzessinnengarten Kreuzberg: Ackern für den Kiez. Reichweite 50 000 Besucher jährlich, internationale Relevanz, Vorbildprojekt für urbane Landwirtschaft, Beste Protestaktion: Online-Petition mit 30 000 Unterschriften, Erfolgschancen 90%.

 

AA PROJECTS und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt haben mit SELFMADE CITY eine Bestandsaufnahme von Raumpionieren und Orten selbstinitiierter Raumaneignung veröffentlicht: “Nischen und Lücken werden besetzt, vergessene Orte und Bestandsbauten neu bespielt. Durch selbstbestimmtes räumliches Gestalten (…) ist in Berlin innerhalb der letzten zehn Jahre eine architektonische Vielfalt und Qualität entstanden wie in kaum einer anderen europäischen Stadt.” Zu den aufgeführten „Best-Practice“-Beispielen, die wesentlich zur urbanen Qualität Berlins beitragen, wird auch der Prinzessinnengarten gezählt:

“Die Prinzessinnengärten sind . im wahrsten Sinne des Wortes – eine Graswurzel-Initiative, die die urbane Kulturlandschaft bereichert und Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammenbringt … Die Prinzessinnengärten haben eine Vielzahl weiterer urbaner Gärtnerprojekte in Berlin und auch Anderswo inspiriert – nun werden sie zum Symbol für eine zukunftsorientierte Liegenschaftspolitik.”

 

 

In der Dokumentation wird der Frage nachgegangen, wie wir in den Städten leben wollen und ob unsere Städte zukunftsfest sind. Ein Besuch im Prinzessinnengarten bildet den Abschluss des Films von Anne Kauth und Ulli Rothaus (Min 38:30 bis 44:00)

“Der Prinzessinnengarten ist kein Hobby für gelangweilte Großstädter und auch kein Gutmenschengärtnern. Es ist eine Geschäftsidee und ein politisches Projekt. Ein fußballfeldgroßer Gegenentwurf zur Agrarindustrie. Die Prinzessinnengärtner wollen mehr sein als ein grüner Farbtupfer im Stadtbild. Sie wollen in die Stadt hineinwirken. >Was nötig ist, ist eine andere Art von Stadtplanung, die Bürger mit einbezieht, gerade in Zeiten wie diesen, in denen Ökonomien sich ändern und anders gedacht werden sollten< (Robert Shaw) Sähen, jäten, giessen für eine neue, andere Stadt”

 

 

Urbane Gärten “praktitzieren eine Form von Gemeinschaft, die sich in der Zukunft als lebenswichtig erweisen könnte”.

 

  • LandTräume: Berlin und Potsdam, arte (03.01.2013)

 

 

“Zum Jahresende erfüllt auch die Politik Wünsche. Nicht alle, aber einige, die wichtig sind für die Stadt: Endlich hat man auch im Senat erkannt, dass nicht alle Grundstücke an Investoren verschleudert werden müssen. Dass es manchmal besser ist, auf Verkaufserlöse zu verzichten, stattdessen etwas zu tun fürs Image der Stadt als kreative Metropole und für die Zufriedenheit ihrer Bürger. Diese Erkenntnis eröffnet jetzt zwei Projekten der Subkultur eine Perspektive. Der Prinzessinnengarten am Moritzplatz in Kreuzberg muss keinem Büro- und Hotelneubau weichen. Sogar Senatoren waren bei Besuchen beeindruckt, was dort so alles geschieht. Das wilde Gemeinschaftsgärtnern, das es so wohl in keiner anderen Großstadt gibt, kann also weitergehen”.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

“Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg will selbst darüber bestimmen, was aus dem Prinzessinnengarten wird: Das Grundstück am Moritzplatz soll nicht an Investoren verkauft und bebaut werden. Doch feiern wollen die Gründer das lieber noch nicht. „Wir bemühen uns seit eineinhalb Jahren darum, dass das Gelände nicht verscherbelt wird, sondern dass es eine langfristige Perspektive für den Prinzessinnengarten dort gibt“, sagt Bürgermeister Franz Schulz (Grüne) … Dass am Moritzplatz zwar mit viel Enthusiasmus, aber eben nicht nur so zum Spaß gegärtnert wird, ist inzwischen tatsächlich auch an oberster politischer Stelle angekommen. Stadtentwicklungssenator Michael Müller sagt, der Garten habe eine „Pilotfunktion“ für die gesamte Stadt. Gerade angesichts bevorstehender Klimaveränderungen werden grüne Oasen als immer wichtiger für die Bauleitplanung und die Stadtentwicklung insgesamt angesehen. Was in diesem Falle nichts anderes heißt als: Der immaterielle Nutzen eines Projekts für die Stadt kann mitunter höher eingeschätzt werden als eine ausschließlich renditeorientierte Liegenschaftspolitik.”

 

 

 

Nach Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) haben die Prinzessinnengärten eine “Pilotfunktion” für die gesamte Stadt. “Das Projekt ist ein gutes Beispiel dafür, wie urbane Landwirtschaft durch Engagement vor Ort realisiert werden kann.”

 

 

 

 

Für den Prinzessinnengarten in Berlin-Kreuzberg könnte es eine dauerhafte Zukunft geben. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat jetzt ein sogenanntes Konzeptverfahren für das Grundstück am Moritzplatz vorgeschlagen … Damit nutze die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung das neue Instrument der Liegenschaftspolitik. Danach sollen landeseigene Grundstücke nicht nur im Höchstpreisverfahren verkauft werden, sondern auch günstiger abgegeben werden, wenn bestimmte stadtentwicklungspolitische Ziele damit verbunden sind.

 

“Die Prinzessinnengärten erhalten Unterstützung von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Die will das Projekt zumindest teilweise erhalten – und beruft sich auf die neue Liegenschaftspolitik.”

 

 

 

 

 

 

 

Es droht der Verkauf der Fläche durch den Eigentümer, die Stadt Berlin. Doch die Gärtner, sie wehren sich mit einer Petition. Denn der Prinzessinnengarten, er macht die Welt ein bisschen besser, oder wenigstens Berlin.

 

  • Harald Welzer: Beschränkt Euch!, in: Süddeutsche Zeitung Magazin, Nr. 39 (28.09.2012)

“Transformationsdesign ist auch, wenn man aus innerstädtischen Brachen Gärten macht”

 

Wenn es nach dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ginge, hätten die Prinzessinnengärten ihren Vertrag längst in der Tasche …Franz Schulz will jedoch die Instrumente, die ihm als Bezirksbürgermeister zur Verfügung stehen, voll ausschöpfen. “So wie sie ist, ist die Fläche für Investoren eher unattraktiv, und wir werden dafür sorgen, dass das auch so bleibt,” sagte Schulz im Prinzessinnengarten … “Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg wird auf keinen Fall das Planungsrecht für das Grundstück ändern und keinen neuen Bebauungsplan genehmigen. Das weiß auch der Liegenschaftsfonds,” betonte Schulz. Der Bezirksbürgermeister begrüßte die Petition und das Einbinden einer breiten Öffentlichkeit in die Diskussion.

 

  • Titelgeschichte “Mein Kreuzberg. Wie Kiez-Aktivisten, Altmieter und Künstler um ihren Bezirk kämpfen, tip (27.09.2012)

“Der Mietvertrag ist befristet und immer wieder kommen (den Betreibern) Gerüchte zu Ohren, das Grundstück solle verkauft werden – ein Statement der Sadt blieb bislang aus. Das hat sie jetzt zu einer Petition veranlasst, bei der inzwischen Unterschriften im fünfstelligen Breich zusammengekommen sind … ‘Vor allem wollen wir wissen, ob die Stadt Projekte wie den Prinzessinnengarten wirklich wertschätzt. Schließlich wirbt sie ja auch in ihren Broschüren mit uns’ (Robert Shaw)

 

  • Die Stadt und ihre Gärten, in: Zitty Spezial Shopping 2012/2013

Befeuert durch Bio-Boom, Gemeinschaftssinn und Do-It-Yourself-Trend ist in Berlin eine neue Gärnergeneration herangewachsen … Gärten sind aber auch Zukunftslabore: Von Berlin über Detroit und Kuba bis nach Japan erproben Pioniere, wie viel Selbstversorgung in einer Stadt möglich ist. Es sind Versuche, sich von der industrialisierten Landwirtscahft globaler Konzerne mit monopolisiertem Saatgut zu emanzipieren:” ‘Wir wollen beispielhaft zeigen, wie eine Stadt aussehen könnte, die gemeinschaftlich, partizipativ und nachhaltig mit Sorge um die Zukunft gestaltet wird’ (Marco Clausen)

 

 

 

 

 

Beitrag der Initiative Stadt Neudenken zur Neuorientierung der Liegenschaftspolitk

“Für das tagesaktuelle Umdenken sind jedoch Präzedenzfälle ausschlaggebend, bei denen Grundsatzentscheidungen getroffen werden müssen. Sie heißen aktuell Blumengroßmarkt, Holzmarkt und Prinzessinnengarten. Die jeweiligen Akteure sind bestens vernetzt, haben seit Jahren ihre Projekte weiterentwickelt und viele Menschen einbezogen. Sie wissen den Mehrwert von Kultur und kleinteiliger Urbanität gegenüber Investorenprojekten zu kommunizieren und überzeugen damit selbst konservative Leitmedien und Politiker. Sie stellen wirkungsvoll die Gretchenfrage: Wollt ihr ein kreatives Berlin oder ein langweiliges?”

 

Städte müssen grüner werden, schreibt der Architekt und Designtheoretiker Friedrich von Borries. Dann seien sie eine Antwort auf den Klimawandel und soziale Probleme: “In kleinen Grünräumen wie … den Berliner Prinzessinnengärten wird aber nicht nur fürs eigene Wohlbefinden gegärtnert. Hier werden auch neue Formen des sozialen Miteinanders erprobt, die auf Freiwilligkeit basieren und sich außerhalb der gewohnten Zeit- und Geldökonomien bewegen. Gleichzeitig zwingen solche Projekte alle Beteiligten, Verantwortung zu übernehmen, denn ein Garten will gepflegt sein. In selbstorganisierten Grünräumen lernen Gemeinschaften, sich selbst zu regulieren.”

 

 

 

“Es ist kein Zufall, dass gerade an diesen beiden Grundstücken (Prinzessinnengarten und Bar 25) der Streit um die Liegenschaftspolitik entbrannt ist. Denn es sind Orte, die mit dem, was dort möglich war und ist, das Image der Stadt geprägt haben. Die internationale Anziehungskraft Berlins speist sich daraus – auch das ist ein Wirtschaftsfaktor, der endlich einmal von der Stadt selbst gesehen werden sollte. Nicht jede Brache muss zubetoniert werden, auch Freiflächenprojekte können einen Mehrwert schaffen.”

 

 

  • Buchtipp: “Prinzessinnengarten. Anders gärtnern in der Stadt”, auf: Radio Bremen (09.09.2012)

 

  • “Prinzessinnengarten, der”,  in: zitty (06.09.2012)

 

 

Das Gartenprojekt “Prinzessinnengärten” soll über das Jahr 2013 hinaus am Moritzplatz fortgesetzt werden. Die BVV Friedrichshain-Kreuzberg hat am Mittwoch beschlossen, dass sich das Bezirksamt beim Senat dafür einsetzen soll. Die Fläche dürfe nicht, wie vorgesehen, vom Liegenschaftsfonds verkauft werden. Die jetzigen Nutzer sollen langfristige Pachtverträge bekommen.

 

Die Morgenpost schreibt: “Die Prinzessinnengärten sind mittlerweile ein Prestigeobjekt, das exemplarisch das Engagement der Berliner darstellt.” Der Bezirksbürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg, Franz Schulz (Grüne), berichtet in dem Beitrag von internen Gesprächen mit dem Liegenschaftsfonds. Er wisse, “dass dieser gern innerhalb von drei Monaten eine Entscheidung auf dem Tisch hätte”. Schulz selbst unterstützt die Forderung nach weiteren 5 Jahren für den Prinzessinnengarten und einer breiten Bürberbeteiligung. Auch Florian Schmidt  von der Initiative “Stadt Neudenken” plädiert für eine stärkere Gewichtung von Nutzungskonzepte gegenüber dem Verkaufserlös bei der Vergabe von Grundstücken.

 

  • Verweile doch, Du bist so grün!, in Bioterra (Schweiz, Juli/August 2012)

 

 

“Jaja, schon klar. Der Prinzessinnengarten ist ein Zwischennutzungsprojekt. Wenn jetzt also der Liegenschaftsfonds einen Investor findet, der ordentlich Penunse auf den Tisch legt, müssen die Kleingärtner eben weiterziehen. Das war der Deal. Also ist alles okay, oder? Nein, nichts ist in Ordnung – solange ein Haufen Geld mal eben so selbst die besten Ideen torpedieren kann!Dazu gehört der Prinzessinnengarten ohne Zweifel.”

 

“… mit einem Verkauf und der Bebauung der Fläche” würde Berlin sich “ein weiteres Mal um das berauben, worum es international beneidet wird, einen großartigen Freiraum.”

 

 

 

 

 

  • Landlust. Zurück zur Natur, in: Berliner Morgenpost (11.08.2012)

 

 

  • “… in einer Stadt, die die Prinzessinnengärten hat, die aufregendsten Alternativgärten der Welt”, in: Bouletten nach Berlin, Stern (29.07.2012)

 

  • Der Prinzessinnengarten (Video), in: Kulturcheck  (03.08.2012)

 

Eine Diskussion über urbane Landwirtschaft mit Volkmar Keuter (Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik, Oberhausen), Ljubica Nikolic (Ernährungswissenschaftlerin, Hochschule Niederrhein, Mönchengladbac) und Marco Clausen (Prinzessinnengartens)

 

 

Doch das Zukunftsprojekt, das sich mit der urbanen Landwirtschaft – sprich dem Gärtnern mitten in der Stadt – beschäftigt, hat eine ungewisse Zukunft… Dabei braucht der Moritzplatz diesen Bürgerbezug viel dringender als beispielsweise noch eine weitere Kreativ-Werkstatt. Denn bis auf dem Dönerladen „Food Bag” an der Ecke von Moritzplatz und Oranienstraße gibt es für die alltäglichen Bedürfnisse der Bewohner reichlich wenig – Kreativität hin oder her.”

 

 

 

  • Reportage “Urban Gardening”, Radio Eins (Juli 2012)

Trotz weltweiter Werbung für die Stadt Berlin ist die Zukunft des Prinzessinnengartens ungewiss, Gesprächspartner auf Seiten des Senats gibt es keine.”Wir kriegen Schreiben von Stadtverwaltunfgen aus Seoul, die Fragen: wie macht ihr das eigentlich. Hier liegen die Senatsverwaltungen im Radius unserer Bienen, das heisst drei Kilometer. Dieser Weg scheint aber zu lang zu sein.”

 

  • Berliner Stadtgewächse, in: Werk VI (Sommer 2012)

Zwischen Beton und Baustellen haben sich Grossstädter ihre eigene Naturzone geschaffen.

 

 

 

 

Der Prinzessinnengarten am Moritzplatz ist eine prekäre Existenz. Ein Mietvertrag, jederzeit kündbar, bedroht von jedem Investor, der das städtische Grundstück bebauen möchte – egal womit. Dem Bezirk, der helfen will, sind die Hände gebunden. Jetzt, wo sehr vieles zugebaut ist, wo die Brachen rar werden, die Wunden verkrusten mit Stein, bekommt das Projekt eine neue Bedeutung. Es ist Erinnerungsstelle in doppelter Hinsicht. Der Prinzessinengarten ist eine Mahnung, dass die Stadt ohne Natur nichts ist. Sie erinnert zugleich daran, dass hier etwas war, was nicht in historischer Selbstvergessenheit verschüttet werden sollte. Berlin braucht das wuchernde Grün am Moritzplatz

 

 

Prinzessinnengärten in Berlin, gartentwerg.tv

 

Der Spiegel zur Idee im Rahmen des Guggenheim-Labs einen Gemeinschaftsgarten aufzubauen, da “muss man die Ernsthaftigkeit des Unterfangens grundsätzlich hinterfragen – schließlich hat Berlin mit dem Prinzessinnengarten den berühmtesten Gemeinschaftsgarten des Landes.”

 

“Hier wird Zukunft, Krise, Ökologie auf eine lässige und wunderschöne Art und Weise verhandelt” (Michael Lissek)

 

  • Jetzt wird’s Grün, in: GEOlino (Juni 2012)

 

Zur ungewissen Zukunft des Prinzessinnengartens am Moritzplatz

 

  •  Wochenthema der FREITAG: Grüne Guerilla – Wie Urban Gardening zu einer neuen Ökobewegung wurde (31.05.2012)

 

  • Generation Garten, von Christa Müller (Freitag vom 31.05.2012)

Dabei ist es höchst bemerkenswert, dass diese neue und noch junge Ökobewegung die kleinbäuerliche Wirtschaft und Kultur wiederentdeckt hat, ohne sich aufs Land zurückziehen zu wollen. Urbane Landwirtschaft ist hier der Ausgangspunkt einer Suche nach dem „besseren Leben“ in der Stadt, das nicht auf der Ausbeutung von Tieren, Böden und Menschen in der immer noch sogenannten Dritten Welt beruht, sondern mit saisonalen und regionalen Qualitäten experimentiert und die lebendigen Beziehungen und Netzwerke zwischen Menschen und Natur intensivieren will. Weit jenseits des monetären Gewinns. Hier geht es um ein anderes Vergesellschaftungsmodell… Autonomie bedeutet für diese Bewegung nicht, hohe Löhne zu erzielen, um sich die lebensnotwendigen Dinge kaufen zu können, sondern Wissen, handwerkliches Können und soziale Netzwerke zu leben und zu erproben, um mit weniger materiellen Ressourcen, dafür aber nach den eigenen Vorstellungen und mit den eigenen Händen ein Mehr an Lebensqualität zu erreichen.

 

  •  Prinzessinnengärten: das Vorbild, in: Freitag (31.05.2012)

Was macht die Anziehungskraft dieser 2009 auf einer vermüllten Brache entstandenen „sozialen, ökologischen, mobilen und partizipativen Landwirtschaft in der Stadt“ aus? Dort ist es gelungen, mit großer Unterstützung aus der Nachbarschaft, neue Bilder von Urbanität zu produzieren und zugleich – ähnlich wie die Interkulturellen Gärten in Göttingen – Menschen zu inspirieren, eigene Projekte aufzubauen. Der Prinzessinnengarten zeigt – ebenso wie das Allmende-Kontor und ähnliche Gemeinschaftsgärten: Eine andere Stadt geht. Sie ist produktiv, partizipativ, grün, aufregend. Und sie sieht gut aus.

 

  • Titelgeschichte der Zeit: Das Glück im Garten (Die Zeit vom 24.05.2012)

Die Zeit, für deren Onlineredaktion wir gerade einen Garten bauen, hebt die Sehnsucht nach dem Garten auf den Titel. In dem Beitrag “Das Glück ist grün” von Hanno Rauterberg heisst es zur neuen Gartenlust “Manche nennen es die größte Kulturbewegung der Gegenwart und wir erfahren: “In diesem Jahr werden die Deutschen erstmals genausoviel Geld für ihren Garten wie für Backwaren ausgeben: 18 Milliarden Euro”. “Im Garten vermag sich eine Gesellsellschaft selbst zu erkennen, ihre Zwänge und ihre Sehnsüchte auch … Überall in Deutschland gedeihen urbane Gemeinschaftsgärten, in denen Menschen unterschiedlichster Herkunft nach neuer Verwurzelung suchen. Hier nistet nicht selten Widerstand: gegen Nahrungsmittelindustrie, gegen eine Welt, in der alles vorgefertigt, verpackt, abstrakt ist … Um Schönheit geht es bei dieser Art des Gärtnerns nur selten. Es regiert ein struppiger Pragmatismus”.

 

  •  Bambule auf ZDF_neo vom 24. Mai 2012: Bei Sarah Kuttner und Johanna Maria Knothe dreht sich alles um das Thema Ernährung

 

  •  Lotus in the fields, Lotus 149 (2012)

Das Architekturmagazin Lotus aus Mailand widmet eine gesamte Ausgabe dem Phänomen Urbane Landwirtschaft und zeigt neben dem Prinzessinnengarten zahlreiche andere Beispiele für eine Kultivierung der Stadt, darunter roof top farms in New York, Gärten in sozialen Wohnprojekten in Frankreich, Community Gardens in Santa Monica und Boston.  In seinem Beitrag “The Beauty of Urban Agriculture” schreibt Pierluigi Nicolin, die neue urbane Landwirtschaft mag zwar was ihre Produktionskapazität angeht beschränkt sein, aber sie könne unsere Sicht auf die Welt ändern.

The cultivation of an open urban space seems an exciting proposition and probably an aesthetic cultural medium in which to try out new forms of living together and developing fertile community relations, and this might have consequences.

 

Der Tagesspiegel hatte einen Gestaltungsentwurf für den Moritzplatz in Auftrag gegeben und ihn in einer Podiumsrunde mit Akteuren vor Ort zur Diskussion gestellt:

Marco Clausen von der Initiative Prinzessinnengarten kann mit solchen Ideen nichts anfangen – mit einem „fertigen Entwurf, den man rahmt und dann an die Wand hängt. Die Probleme hier sind nicht ästhetischer Natur, sondern sozialer. Und die löst man nicht mit Blockrandbebauung“. Für ihn kann sich das Potenzial eines Platzes nur durch Partizipation der Anwohner entfalten. Und das sei ein Prozess mit offenem Ausgang, der schon im Gange sei. Unter anderem durch das Engagement der Menschen im Prinzesinnengarten.

In Bezirksbürgermeister Franz Schulz (Grüne) findet Clausen einen Unterstützer: „Am Moritzplatz ist eine urbane Laborsituation entstanden, eine Keimzelle städtischer Nachhaltigkeit.“ Was hier ausprobiert werde, könne stadtweite Diskussionen anstoßen. „Ich bin nicht sicher, was hier in fünf Jahren sein wird“, sagte Schulz. Und das sei gut so. Man müsse nicht jede Brache gleich bebauen. „Vielleicht gibt es in zehn Jahren bessere Ideen.“

 

  • Die Keimzelle des Urban Gardening, in: LabKultur

 

  •  Die neuen Blumenkinder. Wiederentdeckte Lust am Gärtnern, in: Place 2.5, nr. 6 /2012

 

Das ist es also: Echte Sorge – dass das zarte Pflänzchen „urbanes Grün“ als Modethema ins Kraut schießt! Dass es zart ist, zeigt allein die Tatsache, dass fast jeder Text zum Thema den Prinzessinnengarten preist: Weil er wirklich toll ist, aber auch, weil viele Journalisten nicht weiter als bis zum Moritzplatz blicken … Zwar sind sie keineswegs die einzigen der Stadt, doch es muss noch viel geschehen, damit die urbane Wirklichkeit so saftig grün, fruchtbar, gesellig und nachhaltig ist, wie sie auf dem Papier schon aussieht. Dauerhaft gesicherte Flächen – z.B. am Moritzplatz oder auf dem Tempelhofer Feld wären ein Anfang.

 

  • Platz da!, im Tagesspiegel (14.05.2012)

Der Tagespiegel bringt mehrere Beiträge zur Gestaltung des Moritzplatzes, in der eine flüchtig Skizze mit Sitecken am Kreisverkehr und Kirschbäumen als stadtplanerische “Vision” vorgestellt wird, die dem Platz “mediterranen Flair” verleihen soll. Das “Gestrüpp, das sich Prinzessinnengarten nennt” sei, so kann man hier lesen, ohnehin “Quatsch” und sollte lieber heute als Morgen einer Blockrandbebauung weichen. Differenzierter äußert sich der Stadtplaner Florian Mausbach in seinem Plädoyer für eine “kreative Stadtreparatur“.

 

 

  • Die Zukunft fängt heute an. Ob familienfreundliche Wohnungen, Fahrradhighways oder Stadtgärten – vielerorts wird’s mit recht einfachen Mitteln Zukunftsweisendes geschaffen, in: Ökotest Nr. 5 / 2012

 

  • Stadtplanung – die neue Lust am Selbermachen, Friedrich von Borries im Hamburger Abendblatt (02.05.2012)

Friedrich von Borries spricht über das Mitgestalten von Stadt und sieht dabei den Prinzessinnengarten ebenso wie das Gängeviertel und Gartendeck in Hamburg als einen Ausdruck dieser neuen Lust sich urbane Räume anzueignen. Beim Selbermachen von Stadt ginge es darum, in welche Richtung sich die Stadt entwickele, wie sie in Zukunft mit globalen Herausforderungen wie dem Klimawandel, Migration oder Energie- und Ressourcenverbrauch umgehe, darüber hinaus aber auch um andere Formen lokal gelebter Demokratie.

 

 

 

 

 

 

 

Wir bekommen ganz viel Wertschätzung in Form von Schulterklopfen. Aber die konkrete Hilfe bleibt in wichtigen Punkten aus. Die beste Unterstützung wäre es, wenn die Stadt anerkennen würde, dass der Prinzessinnengarten ein wertvolles Projekt ist und wir zumindest mal die Erlaubnis bekämen, fünf Jahre an einem Ort zu bleiben. Bisher fehlt uns jede Planungssicherheit: Wir haben zuerst nur Mietverträge für ein Jahr bekommen, dieses Mal für zwei Jahre. Dabei sind wir mittlerweile auch ein Unternehmen, wir haben Angestellte und leisten wichtige soziale Arbeit mit Jugend- und Nachbarschaftsprojekten. Da wäre es schon nett zu wissen, ob wir in zwei Jahren noch eine Fläche haben, um all das auch fortführen zu können.

 

  • Urban Gardening – Die grüne Zukunft der Städte?, ZDF-nachstudio (22.04.2012)

Eine Diskussionrunde u.a. mit Christa Müller, Martin Rasper und Jakob Augstein (“Die Tage des Gärtners”, Herausgeber des “Freitag”). Augstein, ansonsten nicht gerade ein Liebhaber von Nutzplanzen im Garten, weiß an den urbanen Gärten wie demjenigen am Moritzplatz etwas anderes zu schätzen: Sie stünden für das Politische im städtischen Leben, für Fragen

“der Stadtentwicklung und der Gentrifizierungsproblematik. Wem gehört der öffentliche Raum? Steht der öffentliche Raum nur zur Verfügung für Kommerzialisierung, Effizienz und Verwertung (…) Wenn dann Leute öffentlichen Raum okkupieren und sagen, wir wollen aber nicht, dass BMW hier einen Glaspavillion hinsetzt (…) oder wir wollen nicht, dass hier noch ein weiteres Kaufhaus gebaut wird, sondern wir wollen kommunale Flächen schaffen, wo wir uns treffen, dann ist das der politische Aspekt und ist ganz toll und hat was mit Stadt zu tun und mit gesellschaftlichen Konflikten” (Jakob Augstein)

 

  •  Urban Farming. Approaches of sustainable agriculture in several of the world`s largest cities, in: Cool Hunting (20.04.2012)

“We are still amateurs on an adventure to find out what we can manage to do on our own. This urban garden is for us a form of living in the city, it is not just about nature and the countryside, it is also about places with a high density of exchange, different cultures and  forms of knowledge.”

 

 

 

 

  • Das neue Graugrün, in: Der Stern vom 12.04.2012

 

 

 

 

  • Ausstellung “Hands-On-Urbanismus” im Architekturmuseum Wien, Leporello auf oe1 (15.03.2012)

 

  • weitweitweg – Berlin Power, SR, Sendung vom 07.03.2012

 

  • 城市农耕,荒芜处绿洲 Urban Farming, in: LOHAS 乐活·健康时尚 (China) Februar 2012

 

 

 

Außerdem bringen die schrumpfenden globalen Ressourcen ein neues Bewusstsein für unsere Nahrungsmittelkette mit sich: Wo kommt der Salat eigentlich her? “Es geht aber auch verstärkt um Stadtplanung und wie man Rahmenbedingungen für solche Projekte schaffen kann”, erklärt Robert Shaw vom Prinzessinnengarten in Kreuzberg, einer der Vorreiter der urbanen Gärten in Deutschland.

 

 

Die Stiftung Futurzwei erzählt von Anfängen, die zu besseren, gerechteren und glücklicheren Lebensstilen beitragen. Eine dieser Geschichten handelt vom Prinzessinnengarten.

 

 

 

 

 

  • Robert Shaw – Früher Videokünstler und Regisseur, heute Gärtner, in: Süddeutsche Zeitung Magazin (48/2011)

 

  • Berlin viewed through Christchurch coloured glasses. Seeking inspiration for Christchurch’s renewal, in: Art News New Zealand (Summer 2011)

 

Das Feuilleton der Süddeutschen bringt eine Doppelseite “Wie Garten-Visionäre eine neue Welt pflanzen”. In ihrem Beitrag “Eine andere WElt ist pflanzbar” geht Laura Weissmüller der FRage nach, ob eine neue Generation von Gärtnern dabei ist, das Modell einer besseren Gesellschaft zu bauen. Zum Prinzessinnengarten heisst es hier, er sei ein Garten neuen Typs: “Einer, der sich nicht abwendet von der Stadt und ihrem Leben, sondern Teil davon sein will. Der Garten als Ausdruck von Urbanität, seine Protagonisten moderne Großstadtmenschen, trendbewußt, stilsicher und politisch”. Sie sieht dabei einen Zusammenhang zwischen dem Entstehen neuer Formen von Gärten und der Wirtschaftskrise: “Sie sind der Test, wie ein faires und nachhaltiges Leben aussehen könnte. Auf der Agenda stehen neben ökologischer Lebensmittelherstellung, Umweltschutz und bewußter Ernährung auch Fragen der Stadtentwicklung oder der Einbindung von benachteiligten Bevölkerungsgruppen … Was dort passiert gleicht … einer Ermächtigung: Zu lernen wie Gemüse wächst und gezogen wird, heißt anfangen, die Codes der Lebensmittelindustrie zu knacken. Beete auf Brachflächen anzupflanzen, bedeutet den öffentlichen Raum in Anspruch zu nehmen und zwar nicht für sich allein, sondern für die Gemeinschaft.”

Der Investor Mathias Koch sieht den Prinzessinnengarten als Zwischennutzer und spricht sich für eine Bebauung der Brachfläche am Moritzplatz aus. Wir sehen der Garten eher als “Pionier- oder Perspektivnutzung” und wollen, falls denn entwickelt wird, dass diese Entwicklung auch die sozialen und ökologischen Impulse des Prinzessinnengartens aufnimmt und “dass die Anwohner mitreden dürfen, was hier am Platz gebaut wird. Wir wollen, dass das alles den Bewohnern mehr bringt als steigende Mieten.”

 

 

 

  • Die Stadt-Gärtner, in: essen & trinken (9/2011)

 

  • Urban Gardening – Städter entdecken ihren Grünen Daumen, in: Greenpeace Magazin (09/2011)

auch erschienen in Frankfurter Neue Presse, Nassauische Neue Presse, Main Echo, Südwest Presse

 

 

  • Kartoffelacker in der Großstadt – Von Gemeinschaftsgärten und Beet-Patenschaften, auf: Deutschlandfunk (27.08.2011)

 

  • Beitrag in MDR Garten (23.08.2011)

 

  • Urban Gardening: Mach doch einfach, mach doch einfach, in: Der Freitag (03.08.2011)

Im Prinzessinnengarten “wird ebenfalls ein nachbarschaftlicher Zusammenhang hergestellt, Wissen, das durch die industrielle Lebensmittelversorgung verloren gegangen ist, durch Austausch wieder tradiert. Der Prinzessinnengarten hat seine Kräuterkästen und Pflanzenerdesäcke ins Off-Theater geschafft und während der Berlinale im Foyer des Kino Arsenal dazwischen Gäste bewirtet. Man kann das verwerflich finden, kann Ausverkauf, pseudo, „Pflanzenzuhälter“ sagen, was tatsächlich mal jemand zu den Betreibern gesagt hat. Aber vermutlich handelt es sich nur um einen Übersetzungsfehler: Urban Gardening ist auch eine Praxis des Mangels, und je ferner der Mangel ist, desto näher ist das Theater, desto avancierter ist die Saatguttütengestaltung, desto unentschiedener zwischen Kunst und Leben ist die Praxis.

 

 

 

  • Serie zum Urban Gardening mit den Prinzessinnengärtnern, Zeitonline (Sommer 2011)

Mit Beiträgen zu: Biobrühe, Kürbisse ziehenStecklinge züchtenTetraPaks, Kartoffeln kreuzen und Kartoffeln im Sack ziehen

 


 

 

 

  • Meins ist Deins. Tauschen und Verleihen erobern den Alltag, auf: NDR Info (14.07.2011)

 

  • Saaten des Sieges. Wie Gärtner (mal wieder) die Welt retten wollen, auf: SWR 2 (10.07.2011)

 

  • Agriculture Periurbanisme. Oxymore ou nouvelle harmonie, in: Egologik (Frankreich) #21 (06/07 2011)

 

  • Eine andere Welt ist pflanzbar, in: zeo2 (#3 2011)

 

  • Prinzessinnengarten/L’orto in città, in: WU Magazine #21 (Juni 2011, Italien)

 

 

 

“Das die Beteiligung Heranwachsender … auch mitten im Kiezleben stattfinden kann, zeigt … ‘Nomadisch Grün’. Seit 2009 beackern sie den Prinzessinnengarten am Moritzplatz …, auf dem Gelände finden auch immer wieder Projekte für Kinder und Schulklassen statt. Dabei geht es … auch darum Freiräume im öffentlichen Raum zu erkunden und die Erfahrung zu vermitteln, dass man sie selbst gestalten kann.”

“Vorzeigeprojekt Prinzessinnengärten”

    • Beitrag im Russischen Fernsehen zu EHEC und dem Prinzessinnengarten als gesunde Alternative (01.06.2011)

 

  • Beitrag u.a. über den Bienenworkshop von Heinz bei ZDF heute Nacht (30.05.2011)

 

 

“… und verwandelten die Mistg’stätten in ein blühendes Paradies”

 

“Ihr Engagement in den vergangenen zweieinhalb Jahren hat diesen Ort komplett verwandelt. Aus einem verwilderten und vermüllten Grundstück ist ein grünes Fleckchen Erde entstanden … Der Prinzessinnengarten hat sich zu einem Treffpunkt für Menschen aus allen Schickten und jeden Alters entwickelt … Er ist zu einem neuen Ort der Kommunikation im Stadtteil geworden.”

 

It’s a lesson on how sustainability, community relations and integration and how to change the face of your urban environment. Even if you don’t want to get your hands dirty, initiatives such as the Prinzessinnengarten offer a peaceful place in the middle of the city bustle to relax and meet likeminded folks at various events.



  • Bis nach China: Ein Artikel in mStyle zum Reiz des Verbotenen

  • Unter dem Pflaster liegt der Acker, in: Frankfurter Rundschau (07.03.2011)

“… auf unideologische Weise urbane Räume aneignen, ökologisch und fair produzieren und sich selbst als produktiv wahrnehmen. Und schöne Orte schaffen, in denen man grenzüberschreitend denken und fühlen kann” (Christa Müller, Stiftungsgemeinschaft anstfiftung & ertomis) (Online veröffentlicht in der GeoRubrik “Werkstatt Zukunft”

  • The Mobile Garden. About Berlin sprouts, Kreuzberger kraut and Princess beans, in: DAMn magazine #27 (2011)
  • ‘The Greenmaker, in viewpoint # 27 (2010)

Off-grid living has spread over the past 10 years from grassroots communities to major towns and conurbations. The new breed of Greenmakers lives in cities ans utilises the DIY movements and DIY skills to spread the message about a more sustainable, self-sufficient, more off-grid life … Prinzessinnengarten: a place for sustainable living and a future-oriented urban lifestyle.”

  • Transporter son jardin, in: Courier international okt. – dez. 2010 (vivre léger. 60 tendances pour demain)

Von den Kräutern aus dem Prinzessinnengarten war Starkoch Tim Raue begeistert:

„Die Qualität ist tatsächlich exzellent, die Böden dort scheinen einen außergewöhnlichen Mineralstoffgehalt zu haben. Das gibt den Kräutern besondere ätherische Töne, sie sind sehr aromatisch.“

  • Sites of Berlin’s industrial past get a second life, CNN (16.11.2010)


  • Theaterkritiken zum Zellenfestival

Mit dem Einzug auf die Bühne zieht auch die Berichterstattung um ins Feuilleton und plötzlich wird der Garten zum Gegenstand der Theaterkritik. Die Berliner Zeitung etwa hält im Gegensatz zur “kritiklose(n) Bewerbung dieses mobilen Gemüseanbauprojekts” den Prinzessinnengarten für neoliberal und biedermeierlich zugleich. Der Prinzesinnengarten würde sich zum zukunftsweisenden Stadtentwicklungsprojekt überhöhen, tatsächlich sei aber eine “Nähe zum Nomadentum des Geldes” unübersehbar und das Hau drohe zur “Keimzelle eines neuen Biedermeier” zu werden. (“Von der Geldwerdung des Menschen“, in: Berliner Zeitung vom 15.11.2010) Der Tagesspiegel dagegen setzt überhöhungsmäßig noch einen drauf und bezeichnet Guerilla-Gärtner als die “wahren Utopisten des urbanen Raums” (“Expedition ins Geld-All“, Tagesspiegel vom 15.11.2010). Im Kulturteil stellt die taz ein “konfliktloses Nebeneinander” fest (“Den Komposthaufen ins Foyer!“, taz vom 18.11.2010), an anderer Stelle wird das weltweite Potenzial der urbanen Landwirtschaft als CO2-Senke, für die Selbstversorgung in den Megastädten und für den Erhalt der Biodiversität betont (“Lasst und den Verkehrsinsel-Mais ernten!”, in taz vom 18.11.2010)

“Früher war ich Künstler, heute bin ich Bauer”

“Die Prinzessinnengärten, die sich zugleich als Biotop und Soziotop verstehen, haben Modellcharakter. Das Medienecho ist jedenfalls gewaltig. Was aber wichtiger ist: Die Anwohner im Kiez, der zu den sozialen Brennpunkten zählt, haben das Projekt sofort angenommen.”

  • Statt Stadt, in Garten Eden 04/2010

Stattdessen wachsen aus den Baulücken, die das «steinerne Berlin» nicht füllte, neue Blüten. Etwa die Prinzessinnengärten am Kreuzberger Moritzplatz. Auf 6000 Quadratmetern hat dort die Initiative «Nomadisch Grün» eine Brachfläche in ein grünes Grossstadtbiotop mit sozialem und kulturellem Mehrwert verwandelt.

  • Friedrich von Borries: Ödland? Von wegen, in: Monopol (Oktober 2010)

Brachpieper am Rollfeld. Gärtnereien im Niemandsland, Imker auf dem Dach: Berlin blüht in den Ritzen – und könnte ein grünes Zukunftslabor werden

  • Titelgeschichte: Bio – aber richtig. Von Nahessern, Stadtgärtnern und der Rückkehr des guten Geschmacks, in: Zitty (23.9 bis 6.10.2010)

… die vielen Nutzer der Prinzessinnengärten wissen genau, woher ihr Gemüse kommt. Aus dem Beet nämlich, das sie selber abernten … vielleicht stellt sich dann das gute Gefühl ein, wieder ein bisschen Kontrolle über sein Leben zurück gewonnen zu haben.

  • Beitrag in Himmel und Erde, RBB Fernsehen vom 02.10.2010

Die Ernährung der Fastfoodgeneration ist nur durch extreme Ausbeutung der Natur möglich. Und so bestimmen Monokulturen die moderne Landwirtschaft. Und doch, mitten in Berlin zwischen Baustellen gibt es einen Garten, der für einen anderen Umgang mit unserem Essen sensibilisieren soll.Die Soziologin Christa Müller sagt: “Die globale Ressourcenkrise sickert gerade erst ins Bewußtsein … Plötzlich entsteht fast so etwas wie eine kollektive Intelligenz. Von unten werden Strategien einer Postwachstumsgesellschaft entwickelt, dieser Garten gehört dazu, denn die Produktion lokaler Lebensmittel ist weitesgehend klimaneutral. Das sind Strategienm, die wir in Zukunft in der Breite benötigen.  und man kann den Eindruck bekommen, dass die Akteure von unten sehr viel intelligenter agieren als die Politik von oben.

Der Mensch ist einfallsreich genug, um sich die Natur in die Stadt zu holen … Auf seine vollkommen sensationsfreie Art ist der Prinzessinengarten ein Ereignis, das Journalisten aus Kuba, aus Frankreich und den USA anzieht und immer neue internationale Studiengruppen, Architekten, Urbanisten und Schulklassen anlockt, die hier forschen, gärtnern und kochen. Nach Ansicht der urbanen Farmer Shaw und Clausen befriedigen sie mit ihrem mobilen Garten das Bedürfnis nach Mitgestaltung und danach, den Kontakt zur authentisch wachsenden Natur mit eigenen Händen herzustellen. Kein Spektakel, kein Event, keine Trennung in Unter- und Oberschicht, keine konsumistische Verführung, nur: riechen, schmecken, anfassen zwischen Kisten, Kies und Bierbänken.

Letzlich geht es beim urbanen Gärten um sehr elementare Dinge, die alle verbindet: Kontakt zu haben zu den Dingen, die man zu sich nimmt, selbst zu produzieren, Natur sinnlich wahrzunehmen

das experimentierfreudige, längst auch überregional bekannt gewordene Projekt »Prinzessinnengärten«

  • Nicht nur ein Bio-, sondern auch ein Soziotop, in: Stadt + Grün (September/2010)

es ist der Beginn einer Utopie, die den Namen “Agropolis” verdient

  • “Gärtnern in der Großstadt” von Jutta Schütz (dpa) 26./27.08.2010, erschienen in:

Berliner Morgenpost, greenpeace magazin, Kurier, Lübecker Nachrichten, Saarbrücker Zeitung, Ruhrnachrichten, Augsburger Allgemeine, Pfälzischer Merkur, Münsterländische Volkszeitung, Schwäbische Zeitung, Ostsee Zeitung, Neues Deutschland, fokus online

«Es riecht so gut hier», sagt die siebenjährige Nasan. Sie wohnt in der Nähe und besucht mit ihrem Onkel den Stadtgarten, der nur spätabends abgeschlossen wird. Ausländische Architekturstudenten radeln heran. «Very impressed» zeigt sich Emma aus Australien über das grüne Projekt neben dem eher tristen Platz.

“Die Gärtner vom Moritzplatz haben die Brachfläche vor ihrer Haustür in blühendes Leben verwandelt.”

“Nicht Schickimicki, sondern sehr herzhaft, der Kaffee ist exquisit, es wirkt alles improvisiert und mit Kindern kann man herkommen und muss nicht so aufpassen, dass etwas kaputt geht” (Bärbel aus Neukölln)

  • Gurken, Gärten und Guerilla. Landwirtschaft in den Städten der Zukunft, auf: RBB KulturRadio vom 23.08.2010

Ein bisschen Sehnsucht

Urban gardening: We spend a day on the farm in deepest Berlin to find out how urban agriculture is taking root in the German capital.

Der gar nicht so kleine Stadtgarten macht seit letztem Sommer Furore. Einerseits führt er innovative Anbaumethoden vor – so werden etwa Kartoffeln vertikal in Säcken angebaut, Gemüse in Brotkisten und Kräuter in alten Getränketüten – andererseits wird auch die Nachbarschaft quer durch Alter und Herkunft zusammengebracht.

“Die Kultur des Do it yourself macht auch vor der Stadt nicht Halt: Statt die Urbanität nur zu konsumieren, wird jetzt mitgestaltet.”

“Dort, wo Berlin am hässlichsten ist, am Moritzplatz in Kreuzberg, fanden die beiden eine zugemüllte Fläche, die in den letzten sechs Jahrzehnten meist brach lag. Jetzt blüht es dort wie in englischen Vorgärten, es wachsen Fenchel, schwarzer Basilikum, Zuckerschoten und 17 verschiedene Kartoffelsorten, als sei es hier schon immer grün gewesen.”

“die dänische Künstlerin Asa Sonjasdotter initiiert ein nomadisches Kartoffelfeld mit den unterschiedlichsten Sorten, mittels derer sie die Geschichte dieser Kulturpflanze gewissermaßen nachzeichnet.

“Die zwei Betreiber des nomadischen “Urban-Garden” am Kreuzberger Moritzplatz: “Prinzessinnengarten” behaupten: “Wir sind eigentlich keine Gärtner, sondern Kuratoren.” Und tatsächlich finden sich dort immer mehr Leute ein, die sich gelegentlich oder täglich um den Garten kümmern (lat. curare).”

  • A – Z der Gegenwart, in: Freitag vom 24.06.2010

Ungenutzte Stadtbrachen verwandeln etwa „Nomadisch Grün“ in Berlin mit transportablen Hochbeeten in Gärten


“So bauen in den Prinzessinnengärten am Moritzplatz türkische Jugendliche mit Berliner Studenten und Gartenaktivisten aus Übersee alte Kartoffelsorten, Tomaten und Salat in mobilen Biobeeten an.”

Die Bodenfrage ist zurück. Städtische Gemeinschaftsgärten sind die Antwort


“Ihr Ziel: Soziale, ökologische und partizipative Landwirtschaft zu betreiben, mitten in eine sozialen Brennpunkt, mit den Bewohnern des Kiezes … Ihr Firmenname “Nomadisch Grün” ist Programm: Alle Pflanzen in diesem eher fröhlich-chaotisch Paradies befinden sich in mobilen Kästen.”

Radiofeuilleton – Im Gespräch Teil I

“Am Kreuzberger Moritzplatz ist aus einer hässlichen Baulücke ein Paradies erwachsen.”

  • Öko-Fragebogen in “Die Zeit” vom 24.06.2010

Gefragt nach seinen ökologischen Vorbildern antwortet Friedrich von Borries, Professor für Designtheorie: “Alle, die es schaffen, sich vegan oder zumindest vegetarisch zu ernähren. Diejenigen, die in den Prinzessinnengärten mitten in Berlin ökologisch gärtnern, und die Menschen, die die Grünen gegründet haben.”

Also kann man hier Gesundes und Gutes aufs Trefflichste verbinden. Man kann sich Salatköpfe in Kästen ansehen, man kann Namenia, zu Deutsch Rübstiel oder Stängelmus, Koriander, Mangold, Borretsch (Gurkenkraut) oder Kapuzinerkresse kaufen, aber auch Wurst essen, Bier trinken (selbstverständlich Biobier Kreuzberger Braukunst) und den gerade besonders modischen Rasensport mit Fußkontakt schauen. Grüner wird es nicht … Die angemessen entschleunigt wirkende Bedienung bringt Brot, SalatkäuferInnen setzen sich in die Reihen, dazu vier türkische Jungs aus der Nachbarschaft.

Ein Berliner Stadtgarten will Gemüseanbau mit Sozialgefühl verbinden. Landwirtschaft zieht in die Metropole – und bleibt mobil: “Nomadisch Grün” heißt das Konzept. Am Berliner Moritzplatz, wo die Viertel Kreuzberg und Mitte in Betonöde aufeinandertreffen und die meisten Menschen nur vorbeikommen, wenn sie woanders hin wollen, dort hat sich die Stadt in Land verwandelt. Im “Prinzessinengarten” hackt, rupft und wühlt die ganze Nachbarschaft: Alte und Junge, Akademiker und Arbeiter, Türken, Russen, Deutsche.

Ihre Ziele sind neben der Bildungs- und Nachbarschaftsarbeit die Kultivierung alter Sorten wie die Kartoffeln „Rosa Tannenzäpfchen“ oder „Bamberger Hörnchen“. „Gemeinsam proben wir die nachhaltige Stadt der Zukunft.”


  • Urbane Landwirtschaft: nomadische Beete, Beitrag auf DRadio Wissen vom 20.05.2010:

“Moritzplatz, Berlin Kreuzberg. Wo Brache war soll Garten werden!”

  • Das Große Graben, in: natur + kosmos 05/2010:

Genau darum, nämlich das Wissen um das Pflanzen und Ernten wieder zu beleben, geht es vielen der neuen Initiativen – auch den Gründen des Prinzessinnengarten in Berlin-Kreuzberg, einer der kuriosesten Blüten in der neuen deutschen Gartenlandschaft.

  • Wo bin ich, wenn ich überall bin?, in: taz vom 23.04.2010:

“Neulich berichtete das Magazin GEO (…), dass Jugendliche in der freien Natur eine aussterbende Spezies sind. Wir brauchen daher solche Projekte wie die Prinzessinnengärten, repairberlin, Save Berlin oder Mundraub.org, damit wir in der Sonne Kirschen pflücken oder im Gras liegen können, auch wenn wir keinen Garten haben.”

  • Neue Lust auf Land-Luft, in: Bahn mobil 04/2010:

“Am Berliner Moritzplatz, wo die Viertel Mitte und Kreuzberg in Betonöde aufeinandertreffen, hat sich die Stadt in eine Ackerfläche verwandelt … die Vision des sozialen Innenstadtackers trifft … genau den Nerv der Zeit.”

  • Die essbare Stadt, in Slow Food Magazin 2/2010:

“Einen urbanen Garten zu bewirtschaften heißt, zu einer höheren Lebensqualität für alle beizutragen und ein Stück Natur aus dem Umland in die Stadt zu holen.”

  • Prinzessinnengärten, in: Süpermercado vom 21.04.2010 (funkhaus europa / WDR):

“… der einzige Umgang mit Brachflächen, genau was Kreuzberg braucht!”

  • tip vom 27.04.2010:

“In Kreuzberg gibt es seit 2009 das Projekt “Prinzessinnengärten”, das die Stadt als ökologisches System wiederentdecken will.”

  • “Ackern in Kreuzberg für die nachhaltige Stadt der Zukunft”, in: Berlin 21. Magazin für ein zukunftsfähiges Berlin 1/2010:

“Wir verstehen das Gärtnern als eine Möglichkeit, um neben der biologischen auch die kulturelle und soziale Vielfalt zu befördern.”

  • Anja Backkaus von “EINSWEITER” (ARD – einsfestival) zu Besuch in den Prinzessinnengärten:

“So wird Genuss buchstabiert!”

“Nomadisch Grün, der Name ist Programm: Mobile Gärten, sie lassen Hausdächer ergrünen, Parkplätze und andere versiegelte Flächen.”

“Städtischen Raum urbar zu machen, ist heutzutage mehr als eine ökologisch geprägte Sozialutopie (…) Menschen wie Clausen und Shaw geben städtischen Freiflächen nicht nur eine Funktion, sondern auch eine soziale Identität.”

“Die Männer (sehen) ihren Garten pädagogisch. Sie pflanzen Gemüsesorten, die selten oder längst vergessen sind: gestreifte Tomaten, alte Rüben, essbare Blüten. Sie erklären, wie man Kartoffeln in einem Stapel Autoreifen anbaut, Blumen in PET-Flaschen und Minze an Häuserwänden.”

“Auch im städtischen Raum stecken ländliche Qualitäten. Man muss sie nur im Chaos der vielen versiegelten Flächen ausfindig machen. Dann ist noch ein gutes Konzept nötig, braucht es ein paar Mitstreiter und eine große Portion Selbstbewusstsein.”

“Seit Kurzem sprießen hier auch Radieschen, Petersilie und Rüben aus fein säuberlich aufgereihten Kästen. Eine fast schon ländlich anmutende Szene vor urbaner Kulisse.”

  • „Selber machen, anders machen, besser machen!“, in: zitty 21/2009:

“Sie sind die Jungbauern vom Moritzplatz: Robert Shaw und Marco Clausen haben (…) den Prinzessinnengarten angelegt: Auf die grüne Stadt muss man nicht warten, sondern sie selber pflanzen.”

“Temporäre Installation im öffentlichen Raum sind nichts aufregend Neues mehr. Aber der temporäre Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern als neue Bespielung von Brachen ist bisher kaum bekannt.”

  • “Die Neue Lust am Gärtnern”, ZDF-aspekte (02.10.09) hier der Fernsehbeitrag, und hier der Artikel:

“Gärten haben eine soziale Funktion, meinen auch Robert Shaw und Marco Clausen (…) Und weil sich Gärten mit der Gesellschaft verändern, ist dieser Garten mit seinen Hochbeeten auch noch mobil und kann bei Bedarf jederzeit umziehen.”

  • „Oase am Moritzplatz“, in: Märkisches Land Bote 10/2009:

“Im Prinzessinnengarten am Moritzplatz in Berlin-Kreuzberg ist (…) ein grünes Idyll mitten in der Stadt entstanden.”

  • „Bis die Polyesterkleider zu Staub zerfallen“, in: taz vom 22.09.09:

“… im wunderhübschen Prinzessinnengarten am Moritzplatz”

  • “Auf die Parkplätze, fertig, los!”, in: taz vom 18.09.09:

“Zwischen Mercedes und Modeboutiquen wurde getanzt und gegärtnert.”

“Durch ihr Engagement wird eine ehemalige Brache wieder sinnvoll genutzt.”

“Glück für die Kreuzberger – statt nach Auspuffgasen riecht es hier nun bald nach wilden Kräutern. Und statt Großstadttrubel gibt es ländliche Beschaulichkeit.”

“Für den Moritzplatz bedeutet das Projekt einen spannenden Impuls (…) Über dem Pflaster soll der Garten wachsen.”

“Wehe dem, der dann keinen Garten hat, keinen Spaten und keine Fantasie.”

Weitere Veröffentlichungen

  • Elisabeth Meyer-Renschhausen. Urbanes Ackern. Die Rückkehr von Gemüseanbau und Selbstversorgung in den Städten, in: Kritischer Agrarbericht 2010

 

  • Landwirtschaft in der Stadt, in: Anke M. Leitzgen und Lisa Rienermann, Entdecke Deine Stadt. Stadtsafari für Kinder, Beltz & Gelberg 2010

 

  • Gründämmerung. Neue Urbane Gärten im Porträt, Filme von Georg Eich, produziert von der Stiftungsgemeinschaft anstiftung und & ertomis 2010

 

  • Stephan Rammler: Denn Sie tun nicht, was sie wissen, in: Energie gleich Arbeit. Nachdenken über unseren Umgang mit Energie, hg. von der Stiftung Brandenburger Tor 2010, S. 30-37

 

  • Jugend macht Stadt. Junge Impulse für die Stadtentwicklung, hg. vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung  und vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung 2010

 

  • My Green City. Back to Nature with Attitude and Style (Gestalten, 2011)

 

  • Urban Gardening. Über die Rückkehr der Gärten in die Stadt, hg. von Christa Müller, oekom März 2011

 

  • Christa Müller: Von Stadtpflanzen und Refugien des Selbermachens, in: Politische Ökologie 124 (Post Oil City), S. 67-72.

 

  • Urban Gardening – die Stadt von unten mitgestalten, in: Kommunen gehen voran – gehen Sie mit!, hg. vom Bundesumweltamt (2011)

 

 

  • Delicate. New food culture. Gestalten (2011)

 

 

  • Moderators of Change Architektur, die hilft. Jahresring 58. Jahrbuch für moderne Kunst, hg. Von Andres Lepik, 2011

 

  • vitamin green (Phaidon 2011): “The definitive book on contemporary sustainable design and architecture from around the world. Features over 100 buildings, landscapes and products nominated by an international roster of influential architects and designers, as well as critics, curators and writers”

 

  • Martin Rasper: Vom Gärtnern in der Stadt. Die neue Landlust zwischen Beton und Asphalt (oekom 2012)

 

 

Presselandschaft zum Thema Neues Gärtnern in der Stadt

Als Michelle Obama im Frühjahr 2009 den Spaten in die Hand nimmt und gemeinsam mit Kindern aus Washington DC einen Garten für 55 verschiedene Gemüsesorten vor dem Weißen Haus anlegt, zeigten sich von der New York Times über die Süddeutsche Zeitung bis hin zur Sesamstrasse alle beeindruckt von dieser Initiative der Firstlady für gutes und gesundes Essen. In Nordamerika hatte man da in der breiteren Öffentlichkeit bereits von urban farming, inner city farms und community gardening gehört. Mit seinem unter dem Titel “My Empire of Dirt” im New York Magazin erschienen persönlichen Bericht darüber, was so alles bei der urbanen Nahrungsmittelproduktion schieflaufen kann, hatte Autor Manny Howard eine vielbeachtete Reportage zum Thema geschrieben. Auch der Dokumentarfilm “The Garden” über die Räumung eines 14 Hektar großen community gardens in L.A. erhielt neben einer Oskarnominierung zahlreiche weitere Auszeichnungen.

Inzwischen entdeckt man hierzulande nicht nur eine neue Lust am Gärtnern (Spiegel, stern), sondern beginnt darüber hinaus wahrzunehmen, dass weltweit Menschen daran arbeiten, den städtischen Raum in Eigenregie zu begrünen und fruchtbar zu machen. Der vom Time Magazine identifizierte „Boom der urbanen Landwirtschaft wird von brand eins in einer langen Reportage zu den „Bauern von New York“ bestätigt und die Trendforscher von der Zentralen Intelligenzagentur rufen die Rurbanität als das “nächste große Ding” aus und stellen fest, dass die “Utopie eines ruralen Urbanismus (…) gerade wieder mächtig an Zulauf” gewinnt. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung beschreibt der amerikanische Publizist Michael Polland den Gemüseanbau in der Stadt als ein entscheidendes Element für eine „umweltgerechte, nachhaltige Zukunft“. Auch die Soziologin Christa Müller sieht in einem Beitrag von ZDF-aspekte die “urbane Landwirtschaft als Ausgangspunkt für die Umgestaltung von Städten in Richtung Nachhaltigkeit”. Diese Aufmerksamkeitswelle hat auch den Prinzessinnengärten erfasst, insbesondere auch deshalb, weil man in Friedrichshain-Kreuzberg das “Labor der Republik” (der Freitag) erkennt, “in dem man heute schon im Kleinen besichtigen kann, wie die Welt aussieht, von der viele nur träumen.”

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