PRESSE & ÖFFENTLICHKEIT

 

Als wir im Sommer 2009 damit anfingen, die Brachfläche am Moritzplatz in einen blühenden Nutzgarten zu verwandeln, da hat u.a. ein Artikel in der zitty dafür gesorgt, dass nicht weniger als 150 Freiwillige mit uns das Gelände vom Müll befreit haben. Seitdem hat es zahlreiche Berichte in Zeitungen, Magazinen, im Hörfunk und im Fernsehen gegeben. Die Zeit pries jüngst den Prinzessinnengarten als das “Vorzeigeprojekt der deutschen Urban-Gardening-Bewegung”. Im Tagesspiegel hiess es: “Die Prinzessinnengärten, die sich zugleich als Biotop und Soziotop verstehen, haben Modellcharakter. Das Medienecho ist jedenfalls gewaltig. Was aber wichtiger ist: Die Anwohner im Kiez, der zu den sozialen Brennpunkten zählt, haben das Projekt sofort angenommen”: eine “Utopie im Kleinen”.  Die Berliner Zeitung entdeckte in unserem Garten ein “Glück für die Kreuzberger”, die Berliner Morgenpost hob hervor, wie hier durch privates Engagement wichtige soziale und Bildungsaufgaben übernommen werden. So kam wiederum die Berliner Zeitung zu dem Schluss: “Kaum ein Berliner Projekt ist so bekannt wie der Prinzessinnengarten am Moritzplatz. Stern, taz, New York Times, subkulturelle Medien und CNN feierten die urbane Farm”. Die Süddeutsche Zeitung fast das Ergebnis unserer Arbeit folgendermaßen zusammen: “Dort, wo Berlin am hässlichsten ist, am Moritzplatz in Kreuzberg, fanden die beiden (Initiatoren) eine zugemüllte Fläche, die in den letzten sechs Jahrzehnten meist brach lag. Jetzt blüht es dort wie in englischen Vorgärten.” Eine Million Leser der Bahn-mobil konnten lesen, dass der  “soziale Innenstadtacker” genau den Nerv der Zeit trifft, ein Lebensgefühl (wie der Freitag meinte), worauf zahlreiche Reisenden direkt vom Hauptbahnhof zum ehemaligen Wertheimgrundstück zwischen Kreuzberg und Mitte fuhren, um sich mit eigenen Augen davon zu überzeugen, dass hier tatsächlich ein Grossstadtbiotop mit sozialem und kulturellem Mehrwert (Neue Zürcher Zeitung) entstanden ist. Spiegel und Deutschlandradio haben die integrativen Aspekte für den multikulturellen Kiez und die Bildung von naturfern aufwachsenden Kindern gewürdigt. Die Zeit schrieb, dass hier “aus einer hässlichen Baulücke ein Paradies erwachsen” sei und Prof. Friedrich von Boris lobte uns an gleicher Stelle als ökologisches Vorbild. In einem weiteren Artikel der Wochenzeitung heisst es: “Auf seine vollkommen sensationsfreie Art ist der Prinzessinengarten ein Ereignis, das Journalisten aus Kuba, aus Frankreich und den USA anzieht und immer neue internationale Studiengruppen, Architekten, Urbanisten und Schulklassen anlockt, die hier forschen, gärtnern und kochen.” Laut ARD Ratgeber Heim & Garten, mit 1,7 Millionen interessierten Zuschauern, haben wir mit unserer gärtnerische Vision nicht weniger als die Zukunft des Gärtnerns in einer urbanen Welt erfunden. In der Sendung scobel auf 3 Sat wurde vor allem gewürdigt, dass ein Ort wie der Prinzessinnengarten für die Konsequenzen unseres Konsumverhaltens sensibilisiert  und Möglichkeiten für einen anderen Umgang mit unserer Umwelt erfahrbar werden. Inzwischen wird der Prinzessinnengarten auch international als Modell für eine nachhaltige und soziale Form des Umgangs mit Stadt wahrgenommen. Berichtet haben neben der New York Times und CNN unter anderem auch  das Schwedische, Russische und das Tschechische Fernsehen, aus Großbritannien das DAMn-Magazine, viewpoint und monocle, Repubblica, Gardena und WU-Magazine aus Italien, sowie mStyle (China), Courier international (Frankreich), Aftenposten (Norwegen).

 

Die Stiftung Futurzwei erzählt von Anfängen, die zu besseren, gerechteren und glücklicheren Lebensstilen beitragen. Eine dieser Geschichten handelt vom Prinzessinnengarten.

 

 

 

 

 

  • Robert Shaw – Früher Videokünstler und Regisseur, heute Gärtner, in: Süddeutsche Zeitung Magazin (48/2011)

 

  • Berlin viewed through Christchurch coloured glasses. Seeking inspiration for Christchurch’s renewal, in: Art News New Zealand (Summer 2011)

 

Das Feuilleton der Süddeutschen bringt eine Doppelseite “Wie Garten-Visionäre eine neue Welt pflanzen”. In ihrem Beitrag “Eine andere WElt ist pflanzbar” geht Laura Weissmüller der FRage nach, ob eine neue Generation von Gärtnern dabei ist, das Modell einer besseren Gesellschaft zu bauen. Zum Prinzessinnengarten heisst es hier, er sei ein Garten neuen Typs: “Einer, der sich nicht abwendet von der Stadt und ihrem Leben, sondern Teil davon sein will. Der Garten als Ausdruck von Urbanität, seine Protagonisten moderne Großstadtmenschen, trendbewußt, stilsicher und politisch”. Sie sieht dabei einen Zusammenhang zwischen dem Entstehen neuer Formen von Gärten und der Wirtschaftskrise: “Sie sind der Test, wie ein faires und nachhaltiges Leben aussehen könnte. Auf der Agenda stehen neben ökologischer Lebensmittelherstellung, Umweltschutz und bewußter Ernährung auch Fragen der Stadtentwicklung oder der Einbindung von benachteiligten Bevölkerungsgruppen … Was dort passiert gleicht … einer Ermächtigung: Zu lernen wie Gemüse wächst und gezogen wird, heißt anfangen, die Codes der Lebensmittelindustrie zu knacken. Beete auf Brachflächen anzupflanzen, bedeutet den öffentlichen Raum in Anspruch zu nehmen und zwar nicht für sich allein, sondern für die Gemeinschaft.”

Der Investor Mathias Koch sieht den Prinzessinnengarten als Zwischennutzer und spricht sich für eine Bebauung der Brachfläche am Moritzplatz aus. Wir sehen der Garten eher als “Pionier- oder Perspektivnutzung” und wollen, falls denn entwickelt wird, dass diese Entwicklung auch die sozialen und ökologischen Impulse des Prinzessinnengartens aufnimmt und “dass die Anwohner mitreden dürfen, was hier am Platz gebaut wird. Wir wollen, dass das alles den Bewohnern mehr bringt als steigende Mieten.”

  • Die Stadt-Gärtner, in: essen & trinken (9/2011)
  • Urban Gardening – Städter entdecken ihren Grünen Daumen, in: Greenpeace Magazin (09/2011)

auch erschienen in Frankfurter Neue Presse, Nassauische Neue Presse, Main Echo, Südwest Presse

  • Kartoffelacker in der Großstadt – Von Gemeinschaftsgärten und Beet-Patenschaften, auf: Deutschlandfunk (27.08.2011)
  • Beitrag in MDR Garten (23.08.2011)
  • Urban Gardening: Mach doch einfach, mach doch einfach, in: Der Freitag (03.08.2011)

Im Prinzessinnengarten “wird ebenfalls ein nachbarschaftlicher Zusammenhang hergestellt, Wissen, das durch die industrielle Lebensmittelversorgung verloren gegangen ist, durch Austausch wieder tradiert. Der Prinzessinnengarten hat seine Kräuterkästen und Pflanzenerdesäcke ins Off-Theater geschafft und während der Berlinale im Foyer des Kino Arsenal dazwischen Gäste bewirtet. Man kann das verwerflich finden, kann Ausverkauf, pseudo, „Pflanzenzuhälter“ sagen, was tatsächlich mal jemand zu den Betreibern gesagt hat. Aber vermutlich handelt es sich nur um einen Übersetzungsfehler: Urban Gardening ist auch eine Praxis des Mangels, und je ferner der Mangel ist, desto näher ist das Theater, desto avancierter ist die Saatguttütengestaltung, desto unentschiedener zwischen Kunst und Leben ist die Praxis.

 

 

 

  • Serie zum Urban Gardening mit den Prinzessinnengärtnern, Zeitonline (Sommer 2011)

Mit Beiträgen zu: Biobrühe, Kürbisse ziehenStecklinge züchtenTetraPaks, Kartoffeln kreuzen und Kartoffeln im Sack ziehen

 


 

 

 

  • Meins ist Deins. Tauschen und Verleihen erobern den Alltag, auf: NDR Info (14.07.2011)

 

  • Saaten des Sieges. Wie Gärtner (mal wieder) die Welt retten wollen, auf: SWR 2 (10.07.2011)

 

  • Agriculture Periurbanisme. Oxymore ou nouvelle harmonie, in: Egologik (Frankreich) #21 (06/07 2011)

 

  • Eine andere Welt ist pflanzbar, in: zeo2 (#3 2011)

 

  • Prinzessinnengarten/L’orto in città, in: WU Magazine #21 (Juni 2011, Italien)

 

 

 

“Das die Beteiligung Heranwachsender … auch mitten im Kiezleben stattfinden kann, zeigt … ‘Nomadisch Grün’. Seit 2009 beackern sie den Prinzessinnengarten am Moritzplatz …, auf dem Gelände finden auch immer wieder Projekte für Kinder und Schulklassen statt. Dabei geht es … auch darum Freiräume im öffentlichen Raum zu erkunden und die Erfahrung zu vermitteln, dass man sie selbst gestalten kann.”

“Vorzeigeprojekt Prinzessinnengärten”

    • Beitrag im Russischen Fernsehen zu EHEC und dem Prinzessinnengarten als gesunde Alternative (01.06.2011)

 

  • Beitrag u.a. über den Bienenworkshop von Heinz bei ZDF heute Nacht (30.05.2011)

 

 

“… und verwandelten die Mistg’stätten in ein blühendes Paradies”

 

“Ihr Engagement in den vergangenen zweieinhalb Jahren hat diesen Ort komplett verwandelt. Aus einem verwilderten und vermüllten Grundstück ist ein grünes Fleckchen Erde entstanden … Der Prinzessinnengarten hat sich zu einem Treffpunkt für Menschen aus allen Schickten und jeden Alters entwickelt … Er ist zu einem neuen Ort der Kommunikation im Stadtteil geworden.”

 

It’s a lesson on how sustainability, community relations and integration and how to change the face of your urban environment. Even if you don’t want to get your hands dirty, initiatives such as the Prinzessinnengarten offer a peaceful place in the middle of the city bustle to relax and meet likeminded folks at various events.



  • Bis nach China: Ein Artikel in mStyle zum Reiz des Verbotenen

  • Unter dem Pflaster liegt der Acker, in: Frankfurter Rundschau (07.03.2011)

“… auf unideologische Weise urbane Räume aneignen, ökologisch und fair produzieren und sich selbst als produktiv wahrnehmen. Und schöne Orte schaffen, in denen man grenzüberschreitend denken und fühlen kann” (Christa Müller, Stiftungsgemeinschaft anstfiftung & ertomis) (Online veröffentlicht in der GeoRubrik “Werkstatt Zukunft”

  • The Mobile Garden. About Berlin sprouts, Kreuzberger kraut and Princess beans, in: DAMn magazine #27 (2011)
  • ‘The Greenmaker, in viewpoint # 27 (2010)

Off-grid living has spread over the past 10 years from grassroots communities to major towns and conurbations. The new breed of Greenmakers lives in cities ans utilises the DIY movements and DIY skills to spread the message about a more sustainable, self-sufficient, more off-grid life … Prinzessinnengarten: a place for sustainable living and a future-oriented urban lifestyle.”

  • Transporter son jardin, in: Courier international okt. – dez. 2010 (vivre léger. 60 tendances pour demain)

Von den Kräutern aus dem Prinzessinnengarten war Starkoch Tim Raue begeistert:

„Die Qualität ist tatsächlich exzellent, die Böden dort scheinen einen außergewöhnlichen Mineralstoffgehalt zu haben. Das gibt den Kräutern besondere ätherische Töne, sie sind sehr aromatisch.“

  • Sites of Berlin’s industrial past get a second life, CNN (16.11.2010)


  • Theaterkritiken zum Zellenfestival

Mit dem Einzug auf die Bühne zieht auch die Berichterstattung um ins Feuilleton und plötzlich wird der Garten zum Gegenstand der Theaterkritik. Die Berliner Zeitung etwa hält im Gegensatz zur “kritiklose(n) Bewerbung dieses mobilen Gemüseanbauprojekts” den Prinzessinnengarten für neoliberal und biedermeierlich zugleich. Der Prinzesinnengarten würde sich zum zukunftsweisenden Stadtentwicklungsprojekt überhöhen, tatsächlich sei aber eine “Nähe zum Nomadentum des Geldes” unübersehbar und das Hau drohe zur “Keimzelle eines neuen Biedermeier” zu werden. (“Von der Geldwerdung des Menschen“, in: Berliner Zeitung vom 15.11.2010) Der Tagesspiegel dagegen setzt überhöhungsmäßig noch einen drauf und bezeichnet Guerilla-Gärtner als die “wahren Utopisten des urbanen Raums” (“Expedition ins Geld-All“, Tagesspiegel vom 15.11.2010). Im Kulturteil stellt die taz ein “konfliktloses Nebeneinander” fest (“Den Komposthaufen ins Foyer!“, taz vom 18.11.2010), an anderer Stelle wird das weltweite Potenzial der urbanen Landwirtschaft als CO2-Senke, für die Selbstversorgung in den Megastädten und für den Erhalt der Biodiversität betont (“Lasst und den Verkehrsinsel-Mais ernten!”, in taz vom 18.11.2010)

“Früher war ich Künstler, heute bin ich Bauer”

“Die Prinzessinnengärten, die sich zugleich als Biotop und Soziotop verstehen, haben Modellcharakter. Das Medienecho ist jedenfalls gewaltig. Was aber wichtiger ist: Die Anwohner im Kiez, der zu den sozialen Brennpunkten zählt, haben das Projekt sofort angenommen.”

  • Statt Stadt, in Garten Eden 04/2010

Stattdessen wachsen aus den Baulücken, die das «steinerne Berlin» nicht füllte, neue Blüten. Etwa die Prinzessinnengärten am Kreuzberger Moritzplatz. Auf 6000 Quadratmetern hat dort die Initiative «Nomadisch Grün» eine Brachfläche in ein grünes Grossstadtbiotop mit sozialem und kulturellem Mehrwert verwandelt.

  • Friedrich von Borries: Ödland? Von wegen, in: Monopol (Oktober 2010)

Brachpieper am Rollfeld. Gärtnereien im Niemandsland, Imker auf dem Dach: Berlin blüht in den Ritzen – und könnte ein grünes Zukunftslabor werden

  • Titelgeschichte: Bio – aber richtig. Von Nahessern, Stadtgärtnern und der Rückkehr des guten Geschmacks, in: Zitty (23.9 bis 6.10.2010)

… die vielen Nutzer der Prinzessinnengärten wissen genau, woher ihr Gemüse kommt. Aus dem Beet nämlich, das sie selber abernten … vielleicht stellt sich dann das gute Gefühl ein, wieder ein bisschen Kontrolle über sein Leben zurück gewonnen zu haben.

  • Beitrag in Himmel und Erde, RBB Fernsehen vom 02.10.2010

Die Ernährung der Fastfoodgeneration ist nur durch extreme Ausbeutung der Natur möglich. Und so bestimmen Monokulturen die moderne Landwirtschaft. Und doch, mitten in Berlin zwischen Baustellen gibt es einen Garten, der für einen anderen Umgang mit unserem Essen sensibilisieren soll.Die Soziologin Christa Müller sagt: “Die globale Ressourcenkrise sickert gerade erst ins Bewußtsein … Plötzlich entsteht fast so etwas wie eine kollektive Intelligenz. Von unten werden Strategien einer Postwachstumsgesellschaft entwickelt, dieser Garten gehört dazu, denn die Produktion lokaler Lebensmittel ist weitesgehend klimaneutral. Das sind Strategienm, die wir in Zukunft in der Breite benötigen.  und man kann den Eindruck bekommen, dass die Akteure von unten sehr viel intelligenter agieren als die Politik von oben.

Der Mensch ist einfallsreich genug, um sich die Natur in die Stadt zu holen … Auf seine vollkommen sensationsfreie Art ist der Prinzessinengarten ein Ereignis, das Journalisten aus Kuba, aus Frankreich und den USA anzieht und immer neue internationale Studiengruppen, Architekten, Urbanisten und Schulklassen anlockt, die hier forschen, gärtnern und kochen. Nach Ansicht der urbanen Farmer Shaw und Clausen befriedigen sie mit ihrem mobilen Garten das Bedürfnis nach Mitgestaltung und danach, den Kontakt zur authentisch wachsenden Natur mit eigenen Händen herzustellen. Kein Spektakel, kein Event, keine Trennung in Unter- und Oberschicht, keine konsumistische Verführung, nur: riechen, schmecken, anfassen zwischen Kisten, Kies und Bierbänken.

Letzlich geht es beim urbanen Gärten um sehr elementare Dinge, die alle verbindet: Kontakt zu haben zu den Dingen, die man zu sich nimmt, selbst zu produzieren, Natur sinnlich wahrzunehmen

das experimentierfreudige, längst auch überregional bekannt gewordene Projekt »Prinzessinnengärten«

  • Nicht nur ein Bio-, sondern auch ein Soziotop, in: Stadt + Grün (September/2010)

es ist der Beginn einer Utopie, die den Namen “Agropolis” verdient

  • “Gärtnern in der Großstadt” von Jutta Schütz (dpa) 26./27.08.2010, erschienen in:

Berliner Morgenpost, greenpeace magazin, Kurier, Lübecker Nachrichten, Saarbrücker Zeitung, Ruhrnachrichten, Augsburger Allgemeine, Pfälzischer Merkur, Münsterländische Volkszeitung, Schwäbische Zeitung, Ostsee Zeitung, Neues Deutschland, fokus online

«Es riecht so gut hier», sagt die siebenjährige Nasan. Sie wohnt in der Nähe und besucht mit ihrem Onkel den Stadtgarten, der nur spätabends abgeschlossen wird. Ausländische Architekturstudenten radeln heran. «Very impressed» zeigt sich Emma aus Australien über das grüne Projekt neben dem eher tristen Platz.

“Die Gärtner vom Moritzplatz haben die Brachfläche vor ihrer Haustür in blühendes Leben verwandelt.”

“Nicht Schickimicki, sondern sehr herzhaft, der Kaffee ist exquisit, es wirkt alles improvisiert und mit Kindern kann man herkommen und muss nicht so aufpassen, dass etwas kaputt geht” (Bärbel aus Neukölln)

  • Gurken, Gärten und Guerilla. Landwirtschaft in den Städten der Zukunft, auf: RBB KulturRadio vom 23.08.2010

Ein bisschen Sehnsucht

Urban gardening: We spend a day on the farm in deepest Berlin to find out how urban agriculture is taking root in the German capital.

Der gar nicht so kleine Stadtgarten macht seit letztem Sommer Furore. Einerseits führt er innovative Anbaumethoden vor – so werden etwa Kartoffeln vertikal in Säcken angebaut, Gemüse in Brotkisten und Kräuter in alten Getränketüten – andererseits wird auch die Nachbarschaft quer durch Alter und Herkunft zusammengebracht.

“Die Kultur des Do it yourself macht auch vor der Stadt nicht Halt: Statt die Urbanität nur zu konsumieren, wird jetzt mitgestaltet.”

“Dort, wo Berlin am hässlichsten ist, am Moritzplatz in Kreuzberg, fanden die beiden eine zugemüllte Fläche, die in den letzten sechs Jahrzehnten meist brach lag. Jetzt blüht es dort wie in englischen Vorgärten, es wachsen Fenchel, schwarzer Basilikum, Zuckerschoten und 17 verschiedene Kartoffelsorten, als sei es hier schon immer grün gewesen.”

“die dänische Künstlerin Asa Sonjasdotter initiiert ein nomadisches Kartoffelfeld mit den unterschiedlichsten Sorten, mittels derer sie die Geschichte dieser Kulturpflanze gewissermaßen nachzeichnet.

“Die zwei Betreiber des nomadischen “Urban-Garden” am Kreuzberger Moritzplatz: “Prinzessinnengarten” behaupten: “Wir sind eigentlich keine Gärtner, sondern Kuratoren.” Und tatsächlich finden sich dort immer mehr Leute ein, die sich gelegentlich oder täglich um den Garten kümmern (lat. curare).”

  • A – Z der Gegenwart, in: Freitag vom 24.06.2010

Ungenutzte Stadtbrachen verwandeln etwa „Nomadisch Grün“ in Berlin mit transportablen Hochbeeten in Gärten


“So bauen in den Prinzessinnengärten am Moritzplatz türkische Jugendliche mit Berliner Studenten und Gartenaktivisten aus Übersee alte Kartoffelsorten, Tomaten und Salat in mobilen Biobeeten an.”

Die Bodenfrage ist zurück. Städtische Gemeinschaftsgärten sind die Antwort


“Ihr Ziel: Soziale, ökologische und partizipative Landwirtschaft zu betreiben, mitten in eine sozialen Brennpunkt, mit den Bewohnern des Kiezes … Ihr Firmenname “Nomadisch Grün” ist Programm: Alle Pflanzen in diesem eher fröhlich-chaotisch Paradies befinden sich in mobilen Kästen.”

Radiofeuilleton – Im Gespräch Teil I

“Am Kreuzberger Moritzplatz ist aus einer hässlichen Baulücke ein Paradies erwachsen.”

  • Öko-Fragebogen in “Die Zeit” vom 24.06.2010

Gefragt nach seinen ökologischen Vorbildern antwortet Friedrich von Borries, Professor für Designtheorie: “Alle, die es schaffen, sich vegan oder zumindest vegetarisch zu ernähren. Diejenigen, die in den Prinzessinnengärten mitten in Berlin ökologisch gärtnern, und die Menschen, die die Grünen gegründet haben.”

Also kann man hier Gesundes und Gutes aufs Trefflichste verbinden. Man kann sich Salatköpfe in Kästen ansehen, man kann Namenia, zu Deutsch Rübstiel oder Stängelmus, Koriander, Mangold, Borretsch (Gurkenkraut) oder Kapuzinerkresse kaufen, aber auch Wurst essen, Bier trinken (selbstverständlich Biobier Kreuzberger Braukunst) und den gerade besonders modischen Rasensport mit Fußkontakt schauen. Grüner wird es nicht … Die angemessen entschleunigt wirkende Bedienung bringt Brot, SalatkäuferInnen setzen sich in die Reihen, dazu vier türkische Jungs aus der Nachbarschaft.

Ein Berliner Stadtgarten will Gemüseanbau mit Sozialgefühl verbinden. Landwirtschaft zieht in die Metropole – und bleibt mobil: “Nomadisch Grün” heißt das Konzept. Am Berliner Moritzplatz, wo die Viertel Kreuzberg und Mitte in Betonöde aufeinandertreffen und die meisten Menschen nur vorbeikommen, wenn sie woanders hin wollen, dort hat sich die Stadt in Land verwandelt. Im “Prinzessinengarten” hackt, rupft und wühlt die ganze Nachbarschaft: Alte und Junge, Akademiker und Arbeiter, Türken, Russen, Deutsche.

Ihre Ziele sind neben der Bildungs- und Nachbarschaftsarbeit die Kultivierung alter Sorten wie die Kartoffeln „Rosa Tannenzäpfchen“ oder „Bamberger Hörnchen“. „Gemeinsam proben wir die nachhaltige Stadt der Zukunft.”


  • Urbane Landwirtschaft: nomadische Beete, Beitrag auf DRadio Wissen vom 20.05.2010:

“Moritzplatz, Berlin Kreuzberg. Wo Brache war soll Garten werden!”

  • Das Große Graben, in: natur + kosmos 05/2010:

Genau darum, nämlich das Wissen um das Pflanzen und Ernten wieder zu beleben, geht es vielen der neuen Initiativen – auch den Gründen des Prinzessinnengarten in Berlin-Kreuzberg, einer der kuriosesten Blüten in der neuen deutschen Gartenlandschaft.

  • Wo bin ich, wenn ich überall bin?, in: taz vom 23.04.2010:

“Neulich berichtete das Magazin GEO (…), dass Jugendliche in der freien Natur eine aussterbende Spezies sind. Wir brauchen daher solche Projekte wie die Prinzessinnengärten, repairberlin, Save Berlin oder Mundraub.org, damit wir in der Sonne Kirschen pflücken oder im Gras liegen können, auch wenn wir keinen Garten haben.”

  • Neue Lust auf Land-Luft, in: Bahn mobil 04/2010:

“Am Berliner Moritzplatz, wo die Viertel Mitte und Kreuzberg in Betonöde aufeinandertreffen, hat sich die Stadt in eine Ackerfläche verwandelt … die Vision des sozialen Innenstadtackers trifft … genau den Nerv der Zeit.”

  • Die essbare Stadt, in Slow Food Magazin 2/2010:

“Einen urbanen Garten zu bewirtschaften heißt, zu einer höheren Lebensqualität für alle beizutragen und ein Stück Natur aus dem Umland in die Stadt zu holen.”

  • Prinzessinnengärten, in: Süpermercado vom 21.04.2010 (funkhaus europa / WDR):

“… der einzige Umgang mit Brachflächen, genau was Kreuzberg braucht!”

  • tip vom 27.04.2010:

“In Kreuzberg gibt es seit 2009 das Projekt “Prinzessinnengärten”, das die Stadt als ökologisches System wiederentdecken will.”

  • “Ackern in Kreuzberg für die nachhaltige Stadt der Zukunft”, in: Berlin 21. Magazin für ein zukunftsfähiges Berlin 1/2010:

“Wir verstehen das Gärtnern als eine Möglichkeit, um neben der biologischen auch die kulturelle und soziale Vielfalt zu befördern.”

  • Anja Backkaus von “EINSWEITER” (ARD – einsfestival) zu Besuch in den Prinzessinnengärten:

“So wird Genuss buchstabiert!”

“Nomadisch Grün, der Name ist Programm: Mobile Gärten, sie lassen Hausdächer ergrünen, Parkplätze und andere versiegelte Flächen.”

“Städtischen Raum urbar zu machen, ist heutzutage mehr als eine ökologisch geprägte Sozialutopie (…) Menschen wie Clausen und Shaw geben städtischen Freiflächen nicht nur eine Funktion, sondern auch eine soziale Identität.”

“Die Männer (sehen) ihren Garten pädagogisch. Sie pflanzen Gemüsesorten, die selten oder längst vergessen sind: gestreifte Tomaten, alte Rüben, essbare Blüten. Sie erklären, wie man Kartoffeln in einem Stapel Autoreifen anbaut, Blumen in PET-Flaschen und Minze an Häuserwänden.”

“Auch im städtischen Raum stecken ländliche Qualitäten. Man muss sie nur im Chaos der vielen versiegelten Flächen ausfindig machen. Dann ist noch ein gutes Konzept nötig, braucht es ein paar Mitstreiter und eine große Portion Selbstbewusstsein.”

“Seit Kurzem sprießen hier auch Radieschen, Petersilie und Rüben aus fein säuberlich aufgereihten Kästen. Eine fast schon ländlich anmutende Szene vor urbaner Kulisse.”

  • „Selber machen, anders machen, besser machen!“, in: zitty 21/2009:

“Sie sind die Jungbauern vom Moritzplatz: Robert Shaw und Marco Clausen haben (…) den Prinzessinnengarten angelegt: Auf die grüne Stadt muss man nicht warten, sondern sie selber pflanzen.”

“Temporäre Installation im öffentlichen Raum sind nichts aufregend Neues mehr. Aber der temporäre Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern als neue Bespielung von Brachen ist bisher kaum bekannt.”

  • “Die Neue Lust am Gärtnern”, ZDF-aspekte (02.10.09) hier der Fernsehbeitrag, und hier der Artikel:

“Gärten haben eine soziale Funktion, meinen auch Robert Shaw und Marco Clausen (…) Und weil sich Gärten mit der Gesellschaft verändern, ist dieser Garten mit seinen Hochbeeten auch noch mobil und kann bei Bedarf jederzeit umziehen.”

  • „Oase am Moritzplatz“, in: Märkisches Land Bote 10/2009:

“Im Prinzessinnengarten am Moritzplatz in Berlin-Kreuzberg ist (…) ein grünes Idyll mitten in der Stadt entstanden.”

  • „Bis die Polyesterkleider zu Staub zerfallen“, in: taz vom 22.09.09:

“… im wunderhübschen Prinzessinnengarten am Moritzplatz”

  • “Auf die Parkplätze, fertig, los!”, in: taz vom 18.09.09:

“Zwischen Mercedes und Modeboutiquen wurde getanzt und gegärtnert.”

“Durch ihr Engagement wird eine ehemalige Brache wieder sinnvoll genutzt.”

“Glück für die Kreuzberger – statt nach Auspuffgasen riecht es hier nun bald nach wilden Kräutern. Und statt Großstadttrubel gibt es ländliche Beschaulichkeit.”

“Für den Moritzplatz bedeutet das Projekt einen spannenden Impuls (…) Über dem Pflaster soll der Garten wachsen.”

“Wehe dem, der dann keinen Garten hat, keinen Spaten und keine Fantasie.”

Weitere Veröffentlichungen

  • Elisabeth Meyer-Renschhausen. Urbanes Ackern. Die Rückkehr von Gemüseanbau und Selbstversorgung in den Städten, in: Kritischer Agrarbericht 2010
  • Landwirtschaft in der Stadt, in: Anke M. Leitzgen und Lisa Rienermann, Entdecke Deine Stadt. Stadtsafari für Kinder, Beltz & Gelberg 2010
  • Gründämmerung. Neue Urbane Gärten im Porträt, Filme von Georg Eich, produziert von der Stiftungsgemeinschaft anstiftung und & ertomis 2010
  • Stephan Rammler: Denn Sie tun nicht, was sie wissen, in: Energie gleich Arbeit. Nachdenken über unseren Umgang mit Energie, hg. von der Stiftung Brandenburger Tor 2010, S. 30-37
  • Jugend macht Stadt. Junge Impulse für die Stadtentwicklung, hg. vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung  und vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung 2010
  • My Green City. Back to Nature with Attitude and Style (Gestalten, 2011)
  • Urban Gardening. Über die Rückkehr der Gärten in die Stadt, hg. von Christa Müller, oekom März 2011
  • Christa Müller: Von Stadtpflanzen und Refugien des Selbermachens, in: Politische Ökologie 124 (Post Oil City), S. 67-72.
  • Urban Gardening – die Stadt von unten mitgestalten, in: Kommunen gehen voran – gehen Sie mit!, hg. vom Bundesumweltamt (2011)
  • Franziska Bark Hagen: Gemeinschaftsgarten. Vom Kultivieren der Nachbarschaft, in: Versuche das Glück im Garten zu finden (2011)
  • Delicate. New food culture. Gestalten (2011)
  • vitamin green (Phaidon 2011): “The definitive book on contemporary sustainable design and architecture from around the world. Features over 100 buildings, landscapes and products nominated by an international roster of influential architects and designers, as well as critics, curators and writers”

Presselandschaft zum Thema Neues Gärtnern in der Stadt

Als Michelle Obama im Frühjahr 2009 den Spaten in die Hand nimmt und gemeinsam mit Kindern aus Washington DC einen Garten für 55 verschiedene Gemüsesorten vor dem Weißen Haus anlegt, zeigten sich von der New York Times über die Süddeutsche Zeitung bis hin zur Sesamstrasse alle beeindruckt von dieser Initiative der Firstlady für gutes und gesundes Essen. In Nordamerika hatte man da in der breiteren Öffentlichkeit bereits von urban farming, inner city farms und community gardening gehört. Mit seinem unter dem Titel “My Empire of Dirt” im New York Magazin erschienen persönlichen Bericht darüber, was so alles bei der urbanen Nahrungsmittelproduktion schieflaufen kann, hatte Autor Manny Howard eine vielbeachtete Reportage zum Thema geschrieben. Auch der Dokumentarfilm “The Garden” über die Räumung eines 14 Hektar großen community gardens in L.A. erhielt neben einer Oskarnominierung zahlreiche weitere Auszeichnungen.

Inzwischen entdeckt man hierzulande nicht nur eine neue Lust am Gärtnern (Spiegel, stern), sondern beginnt darüber hinaus wahrzunehmen, dass weltweit Menschen daran arbeiten, den städtischen Raum in Eigenregie zu begrünen und fruchtbar zu machen. Der vom Time Magazine identifizierte „Boom der urbanen Landwirtschaft wird von brand eins in einer langen Reportage zu den „Bauern von New York“ bestätigt und die Trendforscher von der Zentralen Intelligenzagentur rufen die Rurbanität als das “nächste große Ding” aus und stellen fest, dass die “Utopie eines ruralen Urbanismus (…) gerade wieder mächtig an Zulauf” gewinnt. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung beschreibt der amerikanische Publizist Michael Polland den Gemüseanbau in der Stadt als ein entscheidendes Element für eine „umweltgerechte, nachhaltige Zukunft“. Auch die Soziologin Christa Müller sieht in einem Beitrag von ZDF-aspekte die “urbane Landwirtschaft als Ausgangspunkt für die Umgestaltung von Städten in Richtung Nachhaltigkeit”. Diese Aufmerksamkeitswelle hat auch den Prinzessinnengärten erfasst, insbesondere auch deshalb, weil man in Friedrichshain-Kreuzberg das “Labor der Republik” (der Freitag) erkennt, “in dem man heute schon im Kleinen besichtigen kann, wie die Welt aussieht, von der viele nur träumen.”

Aus den Blogs

bellastock (France)

envolverde (Brasil)

lofficielmode.com: la-vie-en-vert

gartenrausch

The man from Mosel river

time out: berlin blooms eternal

inhabitat

mobile gardeners

novolitika (Russland)

ecobyt (Russland)

ecoecologia.it

scraphacker.com: sweet green dreams …

core77: über ein Projekt in Milchkisten in New York

scraphacker

nature.is

ecodellacitta

blog.goo.ne (Jp)

cristinapiresdesign

not quite snow white

skovsbol (DK)

berlin fever

nina im wunderland

livingalittlegreener

fundación natura (Ecuador)

tonis

planetasustentavel

periodistas-es

digezine.nl

passeurdeplantes

toni’s freilandeier

lilligreen

seegersgombeer

mein wunderbares gartenbuch

all the good things

nellabeljan.de

somethingcurious

daklue

byensojne

utopia

stylepark

berlin i(s)st bio

peopleforthefuture

pankeblog

nachhaltigkeits-check

invisible twinning

metagarten

xyzlondon: New urban metabolism: Prinzessinnengarten

elisabetta lombardo photography

oya. anders denken. anders leben.

shop for action

kitchen gardeners

treehugger

creative city berlin: die 10 nachhaltigsten Blogs aus Berlin

eettbaarrotterdam

Outrageous Gardens: “The god’s must think we’re crazy!”

urbanophil

insideurbangreen

karmakonsum

stijlkollektief

Die frohe Botschafterin

passeurdeplantes

sounds like me

city farmer news

wurstsack.blog

etsy

bierstattblumen

archipelagoes

Just another female blogger

Landlive

reset for a better world

urbanfoodguy

cracking the city

ABOPaiwan

Journal der Orte

schoener.waers.wenns.schoener.waer

küchenradio

frau kuchen

dml

neue kunstspaziergänge

stylemag

Kim Fox’s Food Trek

evangelisch.de

planet green (espanol)

menéame (espanol)

super ordinary


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