Presse

  • “Gärtnern in der Großstadt” von Jutta Schütz (dpa) 26./27.08.2010, erschienen in:

Berliner Morgenpost, greenpeace magazin, Kurier, Lübecker Nachrichten, Saarbrücker Zeitung, Ruhrnachrichten, Augsburger Allgemeine, Pfälzischer Merkur, Münsterländische Volkszeitung, Schwäbische Zeitung, Ostsee Zeitung

«Es riecht so gut hier», sagt die siebenjährige Nasan. Sie wohnt in der Nähe und besucht mit ihrem Onkel den Stadtgarten, der nur spätabends abgeschlossen wird. Ausländische Architekturstudenten radeln heran. «Very impressed» zeigt sich Emma aus Australien über das grüne Projekt neben dem eher tristen Platz.

“Die Gärtner vom Moritzplatz haben die Brachfläche vor ihrer Haustür in blühendes Leben verwandelt.”

“Nicht Schickimicki, sondern sehr herzhaft, der Kaffee ist exquisit, es wirkt alles improvisiert und mit Kindern kann man herkommen und muss nicht so aufpassen, dass etwas kaputt geht” (Bärbel aus Neukölln)

Ein bisschen Sehnsucht

Urban gardening: We spend a day on the farm in deepest Berlin to find out how urban agriculture is taking root in the German capital.

Der gar nicht so kleine Stadtgarten macht seit letztem Sommer Furore. Einerseits führt er innovative Anbaumethoden vor – so werden etwa Kartoffeln vertikal in Säcken angebaut, Gemüse in Brotkisten und Kräuter in alten Getränketüten – andererseits wird auch die Nachbarschaft quer durch Alter und Herkunft zusammengebracht.

“Die Kultur des Do it yourself macht auch vor der Stadt nicht Halt: Statt die Urbanität nur zu konsumieren, wird jetzt mitgestaltet.”

“Dort, wo Berlin am hässlichsten ist, am Moritzplatz in Kreuzberg, fanden die beiden eine zugemüllte Fläche, die in den letzten sechs Jahrzehnten meist brach lag. Jetzt blüht es dort wie in englischen Vorgärten, es wachsen Fenchel, schwarzer Basilikum, Zuckerschoten und 17 verschiedene Kartoffelsorten, als sei es hier schon immer grün gewesen.”

“die dänische Künstlerin Asa Sonjasdotter initiiert ein nomadisches Kartoffelfeld mit den unterschiedlichsten Sorten, mittels derer sie die Geschichte dieser Kulturpflanze gewissermaßen nachzeichnet.

“Die zwei Betreiber des nomadischen “Urban-Garden” am Kreuzberger Moritzplatz: “Prinzessinnengarten” behaupten: “Wir sind eigentlich keine Gärtner, sondern Kuratoren.” Und tatsächlich finden sich dort immer mehr Leute ein, die sich gelegentlich oder täglich um den Garten kümmern (lat. curare).”

  • A – Z der Gegenwart, in: Freitag vom 24.06.2010

Ungenutzte Stadtbrachen verwandeln etwa „Nomadisch Grün“ in Berlin mit transportablen Hochbeeten in Gärten


“So bauen in den Prinzessinnengärten am Moritzplatz türkische Jugendliche mit Berliner Studenten und Gartenaktivisten aus Übersee alte Kartoffelsorten, Tomaten und Salat in mobilen Biobeeten an.”

“Ihr Ziel: Soziale, ökologische und partizipative Landwirtschaft zu betreiben, mitten in eine sozialen Brennpunkt, mit den Bewohnern des Kiezes … Ihr Firmenname “Nomadisch Grün” ist Programm: Alle Pflanzen in diesem eher fröhlich-chaotisch Paradies befinden sich in mobilen Kästen.”

Radiofeuilleton – Im Gespräch Teil I

“Am Kreuzberger Moritzplatz ist aus einer hässlichen Baulücke ein Paradies erwachsen.”

  • Öko-Fragebogen in “Die Zeit” vom 24.06.2010

Gefragt nach seinen ökologischen Vorbildern antwortet Friedrich von Borries, Professor für Designtheorie: “Alle, die es schaffen, sich vegan oder zumindest vegetarisch zu ernähren. Diejenigen, die in den Prinzessinnengärten mitten in Berlin ökologisch gärtnern, und die Menschen, die die Grünen gegründet haben.”

Also kann man hier Gesundes und Gutes aufs Trefflichste verbinden. Man kann sich Salatköpfe in Kästen ansehen, man kann Namenia, zu Deutsch Rübstiel oder Stängelmus, Koriander, Mangold, Borretsch (Gurkenkraut) oder Kapuzinerkresse kaufen, aber auch Wurst essen, Bier trinken (selbstverständlich Biobier Kreuzberger Braukunst) und den gerade besonders modischen Rasensport mit Fußkontakt schauen. Grüner wird es nicht … Die angemessen entschleunigt wirkende Bedienung bringt Brot, SalatkäuferInnen setzen sich in die Reihen, dazu vier türkische Jungs aus der Nachbarschaft.

Ein Berliner Stadtgarten will Gemüseanbau mit Sozialgefühl verbinden. Landwirtschaft zieht in die Metropole – und bleibt mobil: “Nomadisch Grün” heißt das Konzept. Am Berliner Moritzplatz, wo die Viertel Kreuzberg und Mitte in Betonöde aufeinandertreffen und die meisten Menschen nur vorbeikommen, wenn sie woanders hin wollen, dort hat sich die Stadt in Land verwandelt. Im “Prinzessinengarten” hackt, rupft und wühlt die ganze Nachbarschaft: Alte und Junge, Akademiker und Arbeiter, Türken, Russen, Deutsche.

Ihre Ziele sind neben der Bildungs- und Nachbarschaftsarbeit die Kultivierung alter Sorten wie die Kartoffeln „Rosa Tannenzäpfchen“ oder „Bamberger Hörnchen“. „Gemeinsam proben wir die nachhaltige Stadt der Zukunft.”


  • Urbane Landwirtschaft: nomadische Beete, Beitrag auf DRadio Wissen vom 20.05.2010:

“Moritzplatz, Berlin Kreuzberg. Wo Brache war soll Garten werden!”

  • Das Große Graben, in: natur + kosmos 05/2010:

Genau darum, nämlich das Wissen um das Pflanzen und Ernten wieder zu beleben, geht es vielen der neuen Initiativen – auch den Gründen des Prinzessinnengarten in Berlin-Kreuzberg, einer der kuriosesten Blüten in der neuen deutschen Gartenlandschaft.

  • Wo bin ich, wenn ich überall bin?, in: taz vom 23.04.2010:

“Neulich berichtete das Magazin GEO (…), dass Jugendliche in der freien Natur eine aussterbende Spezies sind. Wir brauchen daher solche Projekte wie die Prinzessinnengärten, repairberlin, Save Berlin oder Mundraub.org, damit wir in der Sonne Kirschen pflücken oder im Gras liegen können, auch wenn wir keinen Garten haben.”

  • Neue Lust auf Land-Luft, in: Bahn mobil 04/2010:

“Am Berliner Moritzplatz, wo die Viertel Mitte und Kreuzberg in Betonöde aufeinandertreffen, hat sich die Stadt in eine Ackerfläche verwandelt … die Vision des sozialen Innenstadtackers trifft … genau den Nerv der Zeit.”

  • Die essbare Stadt, in Slow Food Magazin 2/2010:

“Einen urbanen Garten zu bewirtschaften heißt, zu einer höheren Lebensqualität für alle beizutragen und ein Stück Natur aus dem Umland in die Stadt zu holen.”

  • Prinzessinnengärten, in: Süpermercado vom 21.04.2010 (funkhaus europa / WDR):

“… der einzige Umgang mit Brachflächen, genau was Kreuzberg braucht!”

  • tip vom 27.04.2010:

“In Kreuzberg gibt es seit 2009 das Projekt “Prinzessinnengärten”, das die Stadt als ökologisches System wiederentdecken will.”

  • “Ackern in Kreuzberg für die nachhaltige Stadt der Zukunft”, in: Berlin 21. Magazin für ein zukunftsfähiges Berlin 1/2010:

“Wir verstehen das Gärtnern als eine Möglichkeit, um neben der biologischen auch die kulturelle und soziale Vielfalt zu befördern.”

  • Anja Backkaus von “EINSWEITER” (ARD – einsfestival) zu Besuch in den Prinzessinnengärten:

“So wird Genuss buchstabiert!”

“Nomadisch Grün, der Name ist Programm: Mobile Gärten, sie lassen Hausdächer ergrünen, Parkplätze und andere versiegelte Flächen.”

“Städtischen Raum urbar zu machen, ist heutzutage mehr als eine ökologisch geprägte Sozialutopie (…) Menschen wie Clausen und Shaw geben städtischen Freiflächen nicht nur eine Funktion, sondern auch eine soziale Identität.”

“Die Männer (sehen) ihren Garten pädagogisch. Sie pflanzen Gemüsesorten, die selten oder längst vergessen sind: gestreifte Tomaten, alte Rüben, essbare Blüten. Sie erklären, wie man Kartoffeln in einem Stapel Autoreifen anbaut, Blumen in PET-Flaschen und Minze an Häuserwänden.”

“Auch im städtischen Raum stecken ländliche Qualitäten. Man muss sie nur im Chaos der vielen versiegelten Flächen ausfindig machen. Dann ist noch ein gutes Konzept nötig, braucht es ein paar Mitstreiter und eine große Portion Selbstbewusstsein.”

“Seit Kurzem sprießen hier auch Radieschen, Petersilie und Rüben aus fein säuberlich aufgereihten Kästen. Eine fast schon ländlich anmutende Szene vor urbaner Kulisse.”

  • „Selber machen, anders machen, besser machen!“, in: zitty 21/2009:

“Sie sind die Jungbauern vom Moritzplatz: Robert Shaw und Marco Clausen haben (…) den Prinzessinnengarten angelegt: Auf die grüne Stadt muss man nicht warten, sondern sie selber pflanzen.”

“Temporäre Installation im öffentlichen Raum sind nichts aufregend Neues mehr. Aber der temporäre Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern als neue Bespielung von Brachen ist bisher kaum bekannt.”

  • “Die Neue Lust am Gärtnern”, ZDF-aspekte (02.10.09) hier der Fernsehbeitrag, und hier der Artikel:

“Gärten haben eine soziale Funktion, meinen auch Robert Shaw und Marco Clausen (…) Und weil sich Gärten mit der Gesellschaft verändern, ist dieser Garten mit seinen Hochbeeten auch noch mobil und kann bei Bedarf jederzeit umziehen.”

  • „Oase am Moritzplatz“, in: Märkisches Land Bote 10/2009:

“Im Prinzessinnengarten am Moritzplatz in Berlin-Kreuzberg ist (…) ein grünes Idyll mitten in der Stadt entstanden.”

  • „Bis die Polyesterkleider zu Staub zerfallen“, in: taz vom 22.09.09:

“… im wunderhübschen Prinzessinnengarten am Moritzplatz”

  • “Auf die Parkplätze, fertig, los!”, in: taz vom 18.09.09:

“Zwischen Mercedes und Modeboutiquen wurde getanzt und gegärtnert.”

“Durch ihr Engagement wird eine ehemalige Brache wieder sinnvoll genutzt.”

“Glück für die Kreuzberger – statt nach Auspuffgasen riecht es hier nun bald nach wilden Kräutern. Und statt Großstadttrubel gibt es ländliche Beschaulichkeit.”

“Für den Moritzplatz bedeutet das Projekt einen spannenden Impuls (…) Über dem Pflaster soll der Garten wachsen.”

“Wehe dem, der dann keinen Garten hat, keinen Spaten und keine Fantasie.”


Presselandschaft zum Thema Neues Gärtnern in der Stadt

Als Michelle Obama im Frühjahr 2009 den Spaten in die Hand nimmt und gemeinsam mit Kindern aus Washington DC einen Garten für 55 verschiedene Gemüsesorten vor dem Weißen Haus anlegt, zeigten sich von der New York Times über die Süddeutsche Zeitung bis hin zur Sesamstrasse alle beeindruckt von dieser Initiative der Firstlady für gutes und gesundes Essen. In Nordamerika hatte man da in der breiteren Öffentlichkeit bereits von urban farming, inner city farms und community gardening gehört. Mit seinem unter dem Titel “My Empire of Dirt” im New York Magazin erschienen persönlichen Bericht darüber, was so alles bei der urbanen Nahrungsmittelproduktion schieflaufen kann, hatte Autor Manny Howard eine vielbeachtete Reportage zum Thema geschrieben. Auch der Dokumentarfilm “The Garden” über die Räumung eines 14 Hektar großen community gardens in L.A. erhielt neben einer Oskarnominierung zahlreiche weitere Auszeichnungen.

Inzwischen entdeckt man hierzulande nicht nur eine neue Lust am Gärtnern (Spiegel, stern), sondern beginnt darüber hinaus wahrzunehmen, dass weltweit Menschen daran arbeiten, den städtischen Raum in Eigenregie zu begrünen und fruchtbar zu machen. Der vom Time Magazine identifizierte „Boom der urbanen Landwirtschaft wird von brand eins in einer langen Reportage zu den „Bauern von New York“ bestätigt und die Trendforscher von der Zentralen Intelligenzagentur rufen die Rurbanität als das “nächste große Ding” aus und stellen fest, dass die “Utopie eines ruralen Urbanismus (…) gerade wieder mächtig an Zulauf” gewinnt. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung beschreibt der amerikanische Publizist Michael Polland den Gemüseanbau in der Stadt als ein entscheidendes Element für eine „umweltgerechte, nachhaltige Zukunft“. Auch die Soziologin Christa Müller sieht in einem Beitrag von ZDF-aspekte die “urbane Landwirtschaft als Ausgangspunkt für die Umgestaltung von Städten in Richtung Nachhaltigkeit”. Diese Aufmerksamkeitswelle hat auch den Prinzessinnengärten erfasst, insbesondere auch deshalb, weil man in Friedrichshain-Kreuzberg das “Labor der Republik” (der Freitag) erkennt, “in dem man heute schon im Kleinen besichtigen kann, wie die Welt aussieht, von der viele nur träumen.”

Aus den Blogs

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