Topic: Common Grounds

“Weg von der Romantisierung”: Prinzessinnengärten als Gemeingut

enorm

Das Magazin enorm hat unter dem Titel “Urbania gestalten” ein Sonderheft zum Thema Stadt herausgegeben. Darin auch ein aus einem Interview mit mir – Marco Clausen – hervorgegagener Beitrag über das Engagement für “städtische Allgemeingüter”.

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Was ist Umweltgerechtigkeit?

Karte Umweltgerechtigkeit

Was hat unsere Miete mit der Luftqualität unserer Nachbarschaft zu tun? Warum sagt die Höhe meines Einkommens etwas über die Nähe zum nächsten Park? Tatsächlich gibt es einen Zusammenhang zwischen sozialer Benachteiligung und höherer Umweltbelastungen. Die Verbindung von Fragen der sozialen und der ökologischen Gerechtigkeit wird in Deutschland in jüngerer Zeit unter dem Begriff  Umweltgerechtigkeit diskutiert. Die Stadt Berlin entwickelt sich dabei zu einer Vorreiterin in dieser Diskussion. Seit 2015  wird an einer Umweltgerechtigkeitskarte für Berlin gearbeitet und noch in diesem Jahr wird ein 300 Seiten starker Bericht zum Thema erscheinen. Er ist der erste seiner Art in Deutschland und zeigt: Menschen in sozial-ökonomisch “schwachen” Nachbarschaften atmen schlechtere Luft, sehen weniger Grün, sind mehr Lärm und insgesamt größeren Gesundheitsbelastungen ausgesetzt als Menschen in besser verdienenden Nachbarschaften. Als eine der ersten Initiativen, die dieses Thema aufgreifen, hat der Verein common grounds gemeinsam mit dem Nachbarschaftsnetzwerk Südkiez zu einem Gespräch zur Umsetzung von Strategien für mehr Umweltgerechtigkeit in die Laube in den Prinzessinnengärten eingeladen. Zu den Gästen zählten Herrn Dr. Klimeczek (Senatsverwaltung  Stadtentwicklung & Umwelt, Handlungsfeld “Umweltgerechtigkeit im Land Berlin – Entwicklung einer ressortübergreifenden praxistauglichen Strategie”), Herbert Lohner (BUND Berlin-Brandenburg) sowie Vertreter*innen verschiedener Initiativen als “Kiezexpert*innen”. Gefragt wurde: Was bedeutet Umweltgerechtigkeit für Kreuzberg? Wie kann Umweltbelastungen entgegengearbeitet werden ohne weiteren Druck auf Mieten und Mieter*innen zu erzeugen? Können lokale Kiez-Strategien etwas bewirken oder brauchen wir gesellschaftspolitische Veränderungen, um für mehr Umweltgerechtigkeit zu sorgen?