Wunschproduktion Prinzessinnengarten als Gemeingut


#Gewachsen, um zu bleiben!

„Eines Tages werden die Wünsche die Wohnung verlassen und auf die Strasse gehen.“*

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Aktuelles:

Was bedeutet ein Umzug von Nomadisch Grün für den Prinzessinnengarten am Moritzplatz?

Die Meldung  „Der Prinzessinnengarten zieht um“ hat für viel Aufregung gesorgt. Bedeutet das, die Fläche am Moritzplatz wird unweigerlich bebaut, wie es noch letztes Jahr hiess? Oder geht es hier einfach so weiter wie bisher? Die Antworten sind etwas komplizierter. Angesichts der Vielzahl der kursierenden Gerüchte lohnt vielleicht ein genauerer Blick auf die gegenwärtige Situation.

Aus dem seit 2009 am Moritzplatz aufgebauten Prinzessinnengarten sind inzwischen zwei eigenständige Organisationen hervorgegangen: die Nomadisch Grün gGmbH und der Verein Common Grounds. Nomadisch Grün verlässt Ende der Saison 2019 den Standort Moritzplatz. Unter dem neuen Namen „Prinzessinnengarten Kollektiv Berlin“ werden alle mobilen Elemente vom Moritzplatz auf den neuen Standort auf einem Friedhof in Neukölln transportiert, das betrifft die mobilen Kistenbeete ebenso wie die Bar und das Restaurant.

Die Kampagne „Wachsen lassen!“ von 2012

Der Verein Common Grounds setzt sich für einen dauerhaften Erhalt der gemeinwohlorientierten Funktionen des Prinzessinnengarten am Moritzplatz ein. Der Verein wurde Anfang 2013 von einer Gruppe von Mitgründer*innen des Prinzessinnengartens ins Leben gerufen, um die Ziele der 2012 initiierten Kampage „Wachsen lassen!“ weiterzuverfolgen. Im Dezember 2012 war nach 4 Monate intensiver Kampagnenarbeit der Garten vor dem drohenden Aus gerettet worden. Dies war nur durch eine breite Unterstützungswelle möglich. 30.147 Unterstützer*innen, nationale und internationale Berichterstattung und die Weigerung des Bezirks ein renditeorientiertes Baurecht zu schaffen, hatten den damals als alternativlos geltenden Verkauf der Fläche an einen Investor verhindert. Die Rücknahme einer hinter den veschlossenen Türen von Senat und Liegenschaftsfonds bereits beschlossenen Privatisierung galt zuvor als nahezu unmögliches Unterfangen. Doch die vermeintliche „Alternativlosigkeit“ wurde mit Hilfe breiten öffentlichen Drucks widerlegt. Wurden wir 2012 für die Kritik am meistbietenden Verkauf von öffentlichen Liegenschaften noch als realitätsferne Träumer belächelt, so gilt die Privatisierung heute weitestgehend als neoliberaler Irrweg. In der Presse hiess es daher auch:

„Der Ausverkauf von Berlin muss endlich aufhören“ (Süddeutsche Zeitung, 11.09.2012)

„Der Fall des Prinzessinnengartens hat inzwischen Symbolcharakter bekommen. Wie hier entschieden wird, könnte die Stadtplanung in Zukunft bestimmen.“ (ZEIT, 9.11.2012).

„Für Berlin und Deutschland ist dies eines der herausragenden Beispiele, wo die Interessen von Anliegern, Mietern und der Kommune sich gegen Investoren durchgesetzt haben“ (art-Magazin 12/2012).

Bereits 2012 hatten wir deutlich gemacht, dass es uns angesichst der rasanten Privatsierung und Spekulation und dem damit einhergehenden Verlust von Freiräumen und selbstorganisierten sozialen und ökologischen Einrichtungen nicht einfach nur um die Verlängerung einer Zwischennutzung gehen kann:

Am Moritzplatz geht es nicht alleine um einige Jahre mehr oder weniger für den Prinzessinnengarten. Hier bietet sich die Chance, weitreichende und drängende stadtpolitische Fragen aufzugreifen. Fragen nach zeitgemäßen Partizipationsmöglichkeiten, nach dem Erhalt von Freiräumen und Vielfalt, nach dem Wert sozialen Engagements, nach einem Ausgleich zwischen wirtschaftlichen Interessen und dem Schutz gewachsener sozialer Strukturen vor Verdrängung … Im Umgang mit öffentlichen Flächen sollten nicht mehr nur ausschließlich kurzfristige finanzielle Interessen zählen, sondern auch der Wert sozialen, kulturellen und ökologischen Engagements angemessen berücksichtigt werden. Nur so können Freiräume erhalten bleiben beziehungsweise neu entstehen.“ (Offener Brief  Was wird aus dem Prinzessinnengarten? Wohin geht das „schöne und wilde Berlin?, August 2012)

Statt Lückenbüßer zu sein und ungewollt zur Aufwertung beizutragen, träumen wir davon, dass hier für und mit der Nachbarschaft Begonnene fortzusetzen und gemeinschaftlich weiterzuentwickeln. Wir träumen von einer konkreten Utopie in Form eines Gemeingutes, dass über Generationen unterschiedlichsten Menschen und Gruppen einen grünen Freiraum eröffnet.

Die Wunschproduktion 99 Jahre Prinzessinnengarten

Damit nicht einfach von oben entschieden wird, diesen Ort nicht wie viele andere in die Monokultur begehbarer Finanzanlage aus Glas und Beton zu verwandeln, hatten wir bereits 2012 gefordert, Nachbarschaft und Nutzer*innen frühzeitig in die Entscheidung über die Zukunft der Fläche einzubinden. Bereits im offenen Brief von 2012 hatten wir versprochen, die Menschen vor Ort in die Diskussion über mögliche Zukünfte des Moritzplatzes einzubinden. Als eine offene Plattform für eine offene Diskussion möglicher Zukünfte haben wir bereits 2013 angefangen, die 10 Meter hohe Holzstruktur die Laube zu planen. In den letzten 4 Jahre wurde sie zusammen mit über 100 Freiwilligen im Selbstbau errichtet. Die Laube wird auch nach dem Umzug von Nomadisch Grün am Moritzplatz bleiben. Sie dient uns auch als Nachbarschaftszentrum für die 2018 von Common Grounds ins Leben gerufene Wunschproduktion 99 Jahre Prinzessinnengarten als Gemeingut. Innerhalb eines Jahres haben wir insgesamt 54 öffentliche Veranstaltungen durchgeführt. In der wöchentlich stattfindenden Abendschule, in Workshops, Diskussionrunden, im Rahmen von Führungen, Fahrradtouren, Solikonzerten und Filmvorführungen, beim urbanize!- Festival und den Experimentdays haben über 1000 Beteiligte mit uns gesprochen und ihr Wünsche und Ideen für eine Zukunft des Prinzessinnengartens Kreuzberg formuliert. Deutlich geworden ist dabei nicht nur, wie viele Menschen sich einen Erhalt des Prinzessinnengartens wünschen. Gemeinsam haben wir auch darüber nachgedacht was sich für eine Perspektive von 99 Jahren ändern müsste. Zu einer Weiterentwicklung zu einem Gemeingut wurde diskutiert, die bisherigen Nutzungen stärker gemeinwohl- und nachbarschaftsorientiert auszurichten, etwa durch engere Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten im Kiez, durch die Entwicklung neuer Bildungsformen, durch den Aufbau von Boden statt dem Gärtnern in Kisten, durch ein weniger touristisch ausgelegtes gastronomisches Angebot und durch die Schaffung von Formen lokaler Teilhabe wie regelmäßigen Nachbarschaftsversammlungen.

Unterstützung und nachbarschaftliche Solidarität im Kampf gegen die Verdrängung

Jetzt geht es darum, diese Ziele auch politisch durchzusetzen. Dazu zählen wir erneut auf eure Unterstützung. Ohne die Hilfe des Bezirks, der Nachbar*innen und vieler befreundeter Initiative im In- und Ausland stünde hier längst eine weitere Shopping-Mall oder eine andere profitträchtige Luxusimmobilie; ähnlich derjenigen, die jetzt auf den benachbarten Grundstücken für Start-Ups, Hotels und Gastronomienutzungen gebaut werden. Im Sinne solidarischer Nachbarschaften geht es uns angesichts der rasanten Entwicklungen um den Moritzplatz nicht nur um das eigene Projekt, sondern auch um die Zusammenarbeit mit anderen Initiativen, die sich gegen Privatisierung und Verdrängung einsetzen. Wir unterstützen die Arbeit von Kotti&Co, Bündnis Otto-Suhr-Siedlung, Bizim Kiez, OraNostra, Lause bleibt!, Ratibor 14, der Arbeitsgemeinschaft zu einem Community Land Trust und vielen anderen. Gemeinsam setzen wir uns für den Erhalt der hier gewachsenen Strukturen und gegen den Ausverkauf der Stadt ein.

Eine Ende der Zwischennutzung: ein Dauergartenvertrag für Berlin

Im Fokus der Arbeit von Common Grounds steht dabei die Verbindung sozialer und ökologischer Themen. So sind wir überzeugt, dass urbane Gärten von ihrer Verwurzelung in den Kiezen leben und neben den ökologischen Wirkung für Stadtklima und Biodiversität vor allen die Funktion haben, Menschen in ihren Nachbarschaften zusammenzubringen, gemeinsam zu lernen und sich auszutauschen. Beete kann man transportieren, aber nicht die Menschen, die hier leben und gemeinsam ein Ort wie den Prinzessinnengarten Kreuzberg erst möglich gemacht haben. Auch die meisten anderen der über 100 Berliner Gemeinschaftsgärten sind immer noch prekäre Zwischennutzungen. Im Rahmen des Netzwerks Urbane Gärten und vor dem Hintergrund der weitreichenden sozialen und ökologischen Herausforderungen der Zukunft – wie dem drohenden Klimazusammenbruch und dem massenhaften Artensterben – wollen wir nicht länger nur Lückenbüßer sein, sondern als Baustein eines zukunftsfähigen sozial-ökologischen Stadtentumbaus endlich eine generationsübergreifende Perspektive bekommen. Dazu haben wir bereits 2014 zusammen mit über 150 weiteren Inititaiven das Manifest Die Stadt ist unser Garten veröffentlicht und 2018 – inspiriert vom Berliner Dauerwaldvertrag von 1914 – den Vorschlag eines  Ein Dauergartenvertrag für Berlin formuliert (hier die Broschüre zum Herunterladen). Angesichts der weiterbestehenden Unasicherheit im Rahmen prekärer Zwischennutzungsverhältnisse setzt sich auch das Netzwerk urbane Gärten Berlins für eine solche dauerhafte Absicherung ein:  „Urbane Gärten sind seit vielen Jahren fester Bestandteil der sozial-ökologischen Infrastruktur Berlins und selbstverständlich auch des Berliner Stadtgrüns. Sie sind Freiräume, in denen diskutiert, ausgehandelt, ausprobiert und praktiziert wird, was in der Stadt von morgen wichtig sein wird.“ Für eine solche dauerhafte Absicherung von unten gestalteter grüner Lern- und Sozialorte könnte der Prinzessinnengarten am Moritzplatz zum Modell werden, von dem wir hoffen, dass es Schule machen wird.

Damit der Prinzessinnengarten  auch nach 2019 am Moritzplatz bleibt, brauchen wir Eure Unterstützung

Dazu ist Common Grounds mit dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg im Gespräch über eine dauerhafte Perspektive für die sozialen, ökologischen und Bildungsfunktionen des Kreuzberger Gemeinschaftsgartens. Der Bezirk hat seine Unterstützung signalisiert. Die Bezirksverordnetenversammlung hatte sich bereits 2016 für eine mindestens vierzigjährige Sicherung der gemeinwohlorientierten Funtkionen am Moritzplatz in Form eines Erbbaurechts ausgesprochen. Über langfristige Perspektiven wird aber auch der Senat bzw. das Berliner Abgeordnetenhaus entscheiden müssen. Die Ergebnisse der laufenden Gespräche können wir noch nicht vorwegnehmen, wir sind aber zuversichtlich, dass der Prinzessinnengarten nicht einfach vom Moritzplatz verschwinden wird und wir eine dauerhaft tragfähige Lösung finden können.
Wie an anderen von Bedrängung bedrohten Orten auch kann das Ziel nicht sein, das Problem durch eine weitere unsichere Zwischennutzungslösung aufzuschieben. Wir müssen jetzt dauerhaft jene Orte und Freiräume sichern, die diese Stadt und unsere Nachbarschaft ausmachen: sei es die inhaber*innengeführte Änderungsschneiderei, der bezahlbare Wohnraum, das soziokulturelle Zentrum, die Nachbarschaftsräume oder die Gemeinschaftsgärten.

Damit die Dinge nicht einfach ihren vermeintlich unabänderlichen Gang gehen und das nächste Nachbarschaftsprojekt dem Beton weichen muss, dürfen wir uns nichts vormachen. 2019 könnte das Ende des Prinzessinnengartens am Moritzplatz bedeuten. Der angekündigte Umzug bedeutet einen weitreichenden Einschnitt. Als ein ausschließlich auf ehrenamtlicher Arbeit basierender Verein haben wir derzeit nicht die personellen und finanziellen Mittel, um den Garten in kurzer Zeit alleine aus eigener Kraft wieder aufzubauen. Doch gleichzeitig kann die jetzige Situation auch eine einmalige Chance sein, um den Prinzessinnengarten Kreuzberg von einer temporären Zwischennutzung zu einer nicht mehr wegzudenkenden Institution in dieser Nachbarschaft zu machen. Viele Menschen und Gruppen haben uns signalisiert, mit uns gemeinsam den Prinzessinnengarten wieder erblühen zu lassen. Auch politisch gab es nach unserer Einschätzung noch nie so günstige Ausgangsbedingungen wie heute. Neben der Unterstützung des Bezirks hat auch der derzeitige Senat in seiner Koalitionsvereinbarungen einen Erhalt der urbane Gärten in Aussicht gestellt. Nur die AfD hat sich gegen die angekündigte „Verwurzelung“ der Gärten in der Stadt ausgesprochen. Sie befürchtet das entstehen eines „außerparlamentaischen Ackers“.

Damit nicht auch dieser Freiraum nach 10 Jahren des Wildwuchs der Planierwalze, dem Beton oder dem Profit weichen muss, werden wir neben der Unterstützung durch Bezirk und Senat all Eure Unterstützung benötigen. Als Verein betreiben wir derzeit die Laube und zusammen mit der Bilgisaray die nicht-kommerziellen Veranstaltungsräume in der Oranienstraße 45 als für alle offene Gemeingüter. Daneben arbeiten wir bereits seit 2013 daran, die politischen Rahmenbedingungen auszuhandeln, die für Weiterführung des Prinzessinnengartens Kreuzberg nötig sind. All dass geschieht ganz überwiegend in Form unbezahlten Engagements. Eine Fortsetzung der Geschichte am Moritzplatz wird nicht einfach von selbst passieren und wenn wir auf uns allein gestellt bleiben. Dieser Ort wird nur dann von Neuem spriessen und weiter Wurzeln schlagen, wenn viele sich gemeinsam für das Motto einsetzen #GewachsenUmZuBleiben. Dabei dürfen wir auch vor dem Träumen keine Angst haben. Auch als wir vor 10 Jahren die Idee eines Gemeinschaftsgartens am Moritzplatz hatten, hiess es, dass sei doch die Idee einiger grüner Spinner und Romantiker. Und doch ist mit der Unterstützung Tausender Menschen ein Freiraum entstanden, der so nie geplant oder vorgesehen war. Auch ein Stop der Privatisierungspläne des Senats galt 2012 angesichts der sogenannten „Sachzwänge“ als vollkommen realitätsfern. Und doch haben über 30.000 Unterstützer*innen dafür gesorgt, dass hier heute nicht das fünfundsechsigste Einkaufszentrum steht. Dass hier überhaupt ein Gemeinschafsgarten spriessen konnte und nicht eine Autolawine durchjagt, haben wir auch den Kämpfen der Vergangenheit zu verdanken.Schon in den 1980er Jahren waren es eine bunte Mischung aus Hausbesetzer*innen, Nachbarschaftsinitiativen, Planer*innen, Architekt*innen, Migrant*innen, Alternativen und beherzten Bezirksvertreter*innen, die die bereits in den 1960er Jahren verabschiedete Autobahnplanung und „Kalhschlagsanierung“ verhindert haben. Ohne dieses gemeinsame Engagement verliefe heute eine mehrspurige Schneise durch die Oranienstraße. Die Ideen einer „behutsamen Stadtentwicklung“ für und mit den Menschen die hier leben; für jene, die auch ohne viel Geld in diese Stadt kommen; für all jene, die in Zukunft noch kommen werden, ist heute so aktuell wie je.

Unser Zusammenhalt ist der Humus auf dem ein solcher Garten für alle hoffentlich dauerhaft spriessen kann. Wir werden Euch hoffentlich bald mehr dazu sagen können, wie eine Zukunft des Prinzessinnengartens am Moritzplatz aussehen könnte und wie Ihr uns dabei unterstützen könnt.

Statement von Marco Clausen (Mitbegründer des Prinzessinnengartens, Mitglied Common Grounds, der Commons-Abendschule und der Nachbarschaftsakademie) vom 16.02.2019.
Als Common Grounds befinden wir uns noch in einem kollektiven Diskussionsprozess zum Umgang mit der derzeitigen Situation und werden eine Stellungnahme dazu veröffentlichen, sobald wir uns eine gemeinsame Meinung gebildet haben und die laufenden Gespräche mit dem Bezirk abgeschlossen sind.

Kontakt: gemeingut@prinzessinnengarten.net

Wunschproduktion

Die Wunschproduktion ist eine Fortsetzung der bisherigen stadtpolitischen Arbeit des Prinzessinnengartens. 2012 wurde erfolgreich die durch den Berliner Liegenschaftsfonds geplante Privatisierung zum Höchstgebot verhindert. Das war nur möglich, weil  sowohl der Bezirk als auch 30.147 UnterstützerInnen sich dafür eingesetzt haben, den Prinzessinnengarten am Moritzplatz zu erhalten. Mehr dazu hier.

Nachdem sich auch die Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg für einen langfristigen Erhalt des Prinzessinnengartens am Moritzplatz ausgesprochen hat, initiieren wir als Common Grounds eine Wunschproduktion mit dem Ziel, in einem offenen und gemeinschaftlichen Prozeß ein Konzept für den Erhalt des Prinzessinnengartens als ein Gemeingut zu erarbeiten.

Gemeinsam mit NutzerInnnen, Initiativen, NachbarInnen und Interessierten wollen wir Wünsche, Pläne und Ideen für die nächsten 99 Jahre formulieren. Auch vor dem Hintergrund von Verdrängung, Privatisierung und Gentrifizierung ist es unser Ziel, die Zeit prekärer Zwischennutzungen zu beenden. Können die derzeitigen gemeinwohlorientierten Funktionen des Prinzessinnengartens als Teil der sozialen, ökologischen und Bildungsinfrastruktur der Stadt und des Stadtteils verstanden werden und verbindlich in der Planung des Ortes am Moritzplatz festgeschrieben werden. Das sind Fragen, die sich nicht nur am Moritzplatz stellen, sondern ähnlich auch in vielen anderen von Unten entstandenen, teilweise von Verdrängung bedrohten urbanen Gärten und Freiräumen stellen (siehe Urban Gardening Manifest). Für den Prinzessinnengarten haben wir den Grundstein einer solchen kollektiven Planung bereits 2012 gelegt, als sich 30.147 Menschen für den Erhalt am Moritzplatz eingesetzt und damit die als alternativlos dargestellte Privatisierung durch die Stadt Berlin verhindert haben. Um den Ort zu erhalten, suchen wir Unterstützer und Unterstützerinnen.

Für die Wunschproduktion treffen wir uns regelmäßig in der

Commons-Abendschule

Jeden Montag um 18:30

Oranienstraße 45*

*bei gutem Wetter in der Laube in den Prinzessinnengärten

Erste Wünsche und Ideen

#Gemeingut – Wie können wir den Prinzessinnengarten am Moritzplatz dauerhaft als Freiraum für alle erhalten? Unter Gemeingütern verstehen wir Orte, die dem Markt entzogen sind, demokratisch organisiert sind und dem Gemeinwohl dienen.

#Planende Nachbarschaft – Was macht unsere Nachbarschaft aus und was für Orte brauchen wir heute und in Zukunft für ein gutes Zusammenleben? Wie können wir dazu selber planen und Ideen entwickeln? Brauchen wir einen Kreuzberg-Code (siehe auch die PlanBude in Hamburg)?

#99 Jahre statt Zwischennutzung – Inzwischen wissen wir: temporäre Nutzungen sind prekär und tragen gewollt oder ungewollt zur Gentrifizierung bei. Was können wir stattdessen tun, um Räume dauerhaft der Spekulation und Privatisierung zu entziehen? Wir wollen nicht mehr über die nächsten 12 Monate, wir wollen über die nächsten 99 Jahre sprechen und den Ort als Generationenprojekt begreifen.

#Pioniernutzung. Was können wir aus den bestehenden Nutzungen im Prinzessinnengarten für eine sozial-ökologische Stadtentwicklung von Unten lernen? Können wir die unterschiedlichen gemeinwohlorientierten Nutzungen im Prinzessinnengarten als Teil der sozialen und ökologischen Infrastruktur verstehen und die hier praktisch erprobten Ansätzen verbindlich in die Planung aufnehmen?

#EinDrittelHafen & ZweiDrittelGarten. Kreuzberg ist ein Ort des Ankommens. Ein Hafen für alle, die auf der Suche nach einem anderen, besseren, freieren und vielfältigerem Leben sind. Angesichst der Verdrängung von Initiativen, Kulturschaffenden, Kindergärten, kleinen Gewerbetreibenden fragen wir uns, ob nicht 1/3 der Fläche am Moritzplatz für kulturelle, ökologische und Bildungsinitiativen entwickelt werden könnte, um 2/3 der Fläche als grünen Freiraum zu erhalten.

# Wurzeln schlagen. Bisher wurde im Prinzessinnengarten in Plastikkästen und -säcken gegärtnert. Der ganze Garten ist mobil. Für uns besteht ein Gemeinschaftsgarten nicht nur aus den Pflanzbehältern, sondern lebt von den vielfältigen Beziehungen, die über die Jahre in die Nachbarschaft gewachsen sind. Diese lassen sich nicht transplantieren. Die Gartengruppe der Abendschule will einen Garten aufbauen, der Wurzeln schlagen kann und aus der Erde wächst. Dazu muss nach und nach Boden am Moritzplatz durch Kompostierung aufgebaut werden. Die dafür notwendigen organischen Materialien sollen aus dem gewonnen werden, was in der Nachbarschaft an Abfällen anfällt.

#Quartiersbezug. In der Abendschule haben wir mit NachbarInnen und der MieterInneninitiative in der benachbarten Otto-Suhr-Siedlung  über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der O-Strasse diskutiert. Die Nachbarschaften um den Moritzplatz zählen zu den einkommensschwächsten ganz Berlins, vielen MieterInnen droht nach der Privatisierung der öffentlichen Wohnungsbestände die Verdrängung. Angesprochen wurde auch die soziale Kluft, die auch den Zugang zu Orten wie dem Prinzessinnengarten erschwert. Welche Angebote muss es geben, damit die Nachbarschaft, soziale Einrichtungen, Kitas und Schulen aus der Umgebung den Prinzessinnnengarten regelmäßige als Bildungs-, Teilhabe und Erholungsort nutzen?

#Urbane Gartenbewegung. Viele der in den letzten Jahren in Berlin gegründeten Gärten sind prekär und haben keine dauerhaften Nutzungsrechte. Bisher sind sie nicht als Teil der Daseinsvorsorge, der sozialen, ökologischen und Bildungsinfrastruktur der Stadt anerkannt. Gärten wie das himmelbeet oder die Prachttomate sind akut von Verdrängung bedroht. Das Netzwerk Urbane Gärten Berlin setzt sich für den Erhalt der Gärten ein. Auch der Berliner Senat hat sich für ein stadtweites Konzept Urban Gardening ausgesprochen. Der Prinzessinnengarten als weithin sichtbares Pionierprojekt kann eine wichtige Modellfunktionen übernehmen.

 #Community Land Trust. In einer Arbeitsgruppe auf Bezirksebene sollen Instrumente dafür entwickelt werden, wie Orte dauerhaft dem Markt entzogen und zusammen mit NutzerInnen, Nachbarschaft und Politik gemeinwohlorientiert und kooperativ verwaltet werden können. Ein mögliches Instrument dafür sind die sogenannten Community Land Trusts.

Diese Wünsche sind aus der regelmäßig stattfindenden Abendschule zum Thema Gemeingüter hervorgegangen.

Kontakt

Mail: gemeingut@prinzessinnengarten.net

Ansprechperson: Marco Clausen, mc@prinzessinnengarten.net (Common Grounds e.V.)

Ihr wollt uns unterstützen?

Für die gemeinsame Wunschproduktion brauchen wir Eure Unterstützung. Sagt bescheid, wenn ihr Euch einbringen wollt. Der Zukunftsprozess ist bisher nicht finanziert oder gefördert. Wir freuen uns daher  über jede Spende mit dem Betreff  „Gemeingut Prinzessinnengarten“ an

common grounds e.V., bei der GLS Bank, IBAN: DE91 4306 0967 1147 2337 00
SWIFT-BIC: GENODEM1GLS

 Meldet Euch gern, wenn Ihr Euch vorstellen könnt, uns bei der Veranstaltungsorganisation oder bei Aktionen zu unterstützen

Hintergrund

30.147 gegen die Privatisierung

Initiiert wurde die Wunschproduktion zum Gemeingut Prinzessinnengarten von dem Verein Common Grounds. Ein Auslöser ist die Tatsache, dass der bestehende Pachtvertrag derzeit nur eine Einjahresperspektive für die Nutzung durch den Prinzessinnengarten zulässt. Die Wunschproduktion versteht sich als eine Fortsetzung der Kampagne Wachsen lassen! 2012 hatten über 30.000 UnterstützerInnen die geplante Privatisierung der Fläche am Moritzplatz verhindert und sich für einen Erhalt des Prinzessinnengartens eingesetzt. Sie haben mit diesem Engagement die Voraussetzung dafür geschaffen, dass wir statt auf den nächsten Investorenbau zu schauen weiter gemeinsam über eine gemeinwohlorientierte Zukunft der Fläche am Moritzplatz nachdenken und gemeinsam Wünsche entwerfen können. Zudem gibt es auch von Seiten der Politik positive Signale. Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und die Bezirksverordnetenversammlung haben sich für eine  langfristige gemeinwohlorientierte Nutzung ausgesprochen.

*Wir übernehmen den Begriff der Wunschproduktion von Park Fiction in Hamburg, die ihn 1996 in die Stadtentwicklung eingeführt haben und der auch heute noch eine zentrale Rolle spielt, etwa bei der Planbude.

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 Veranstaltungen

Beteiligung am „An Atlas of Commoning: Orte des Gemeinschaffens„, Kunstraum Bethanien, 23. Juni bis 26. August 2018. Eröffnung: Freitag, den 22. Juni, ab 19 Uhr

Beteiligung an den Experimentdays 2018 mit einer Veranstaltung zu Gemeingütern und Community  Land Trusts (6.9.) und einer öffentlichen Wunschproduktion (8.9.)

Beteiligung am urbanize Festival mit einer Veranstaltung zu sozial-ökologischen Perspektiven auf die Stadtentwicklung (11.10.) und einer öffentlichen Wunschproduktion (8.10.)

Durchführung des „Untersuchungsausschuss Gemeingut Grün“ am ZKU (Juli bis September)

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Bisherige Aktivitäten

Auftaktveranstaltung Wohin geht die O?

Den Auftakt unserer Wunschproduktion bildet ein Abend zur Oranienstrasse, zu dem wir unterschieldliche Initiativen und Orte aus der Nachbarschaft einladen. Es geht um das Gestern, Heute und Morgen der O-straße, zwischen Instandbesetzung, Freiheitshafen, Tourismusfalle, Spekulationsobjekt und dem Traum, eine ganze Straße in ein Gemeingut zu verwandeln. Mehr hier

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Am 9. Aptil gab es den  Auftakt zu unserer Wunschproduktion Prinzessinnengarten als Gemeingut. Der Abend unter dem Titel “Wohin geht die O / Where does the O go?” wurde zusammen mit der MieterInnengemeinschaft BOSS & U und der Commons-Abendschule organisiert. Über 80 Interessierten, VertreterInnen von Nachbarschaftsinitiativen und AnwohnerInnen haben in der Bona-Peiser über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Oranienstraße zwischen Genztrifizierung und Gemeingut diskutiert. Unter anderem haben sich vorgestellt die Nachbarschaftsinitiativen OraNostra und BOSS&U, die Bilgisaray, der Prinzessinnengarten, Aufbau-Haus und Kieznetzwerk.

Mitglieder des Bündnis Otto-Suhr-Siedlung und Umgebung machen ein Foto für die Aktionswoche der Mietenwahnsinn-Demonstration

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Die Ergebnisse der sehr engagierten, diversen und kritischen Beiträge werden wir an dieser Stelle demnächst zusammenfassen.

ARD Mittagsmagazin zu Gentrizierung in Großstädten

Das ARD-Mittagsmagazin zeigt eine Woche lang Eindrücke vom Widerstand in der Oranienstraße gegen die Gentrifizierung und den Vorbereitungen zur Mietenwahnsinn-Demo. Zu sehen sind auch Bilder von unseren Vorbereitungen zur Veranstaltung „Wohin geht die O?“ (Link).

Mietenwahnsinn-Demonstration

250 Initiativen und Gruppen hatten zur Demonstration aufgerufen und 25.000 Menschen sind auf die Straße gegangen. Mit dabei ein Banner „Prinzessinnengarten für immer“!

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Wissen als Gemeingut

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In der Abendschule am 14.5. hatten wir VertreterInnen der Solidarity Academy Bewegung und aus der Türkei und Berlin zu Gast. Zu der Veranstaltung Knowledge Commons. Spaces for Collaborative Learning, Research and Activism kamen etwa 60 Menschen um sich auszutauschen zu: Wissen als Gemeingut, selbstorganisiertem Lernen, der Situation der entlassenen und politisch verfolgten AkademikerInnen in der Türkei, dem Aufbau selbstorganisierter Universitäten unter den Bedingungen politischer Repression, der Bedeutung solidarischer Netzwerke und affektiver Arbeit, der Einbettung von Wissensproduktion in soziale und städtische Bewegungen, dem Ende des neoliberalen Universitätsmodells, sowie zu der Entstehungsgeschichte von Nachbarschaftsakademie und Commons Abendschule.

Bild: Erik Göngrich

Bild: Erik Göngrich

Vorstellung der Studie Sharing Cities

Co-Autor Adrien Labaeye hat in der Abendschule das „Sharing Cities. Activation the Urban Commons“ vorgestellt und sich mit uns über unterschiedliche Strategien und Modelle für Gemeingüter  ausgetauscht. In dem Buch finden sich Beispiele aus 80 Städten in 35 Ländern und es kann hier frei heruntergeladen werden: www.sharingcities.net

Stadt von Unten in der Abendschule

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Die Initiative Stadt von Unten hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, die geplante Privatisierung zum Höchsgebot des 4,7 Hektar großen Dragoner-Areals in Kreuzberg 61 durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) zu verhindern. sie setzt sich ein für ein Modellprojekt „Selbstverwaltet und Kommunal„. In der Abendschule haben wir unter anderem die Idee eines „Bodenrats für kollektives Eigentum“ informiert. Im Flyer der Initiative heisst es dazu: „Eine sozial gerechte Stadt fängt beim Boden an. Boden ist keine Ware, er gehört in gesellschaftliches Eigentum. Im Bodenrat ist die Eigentümerschaft am Bodenparitätisch zwischen Mieter*innen, Nachbarschaft und Stadtgesellschaft aufgeteilt, so dass unterschiedliche Interessen gleichermaßen verankert sind. Nur so ist eine echte demokratische Teilhabe in der Frage der Entwicklung, Nutzung und Verwaltung von Boden gegeben.“ Vergleichbare Überlegungen gibt es in einer Arbeitsgruppe im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zur Sicherung gemeinwohlorientierter Orte, Häuser und Liegenschaften über einen Community Land Trust.

ExRotaprint zu Besuch in der Abendschule

Foto: Marlies Laser

Foto: Marlies Laser

Die „magischen 99 Jahre“. Daniela Brahm und Les Schliesser von ExRotaprint haben in der Abendschule erzählt, wie sie  auf einem langen und mühsamen Weg ein Industriedenkmal im Wedding dauerhaft dem Markt entzogen und in Eigenregie saniert haben. Die gemeinnützige Eigentumsstruktur und eine festgeschriebene Nutzungsmischung aus 1/3 Soziales, 1/3 Gewerbe und 1/3 Kultur zu günstigen Mietpreisen stellen sicher, dass das Gebäude Teil der nachbarschaftsbezogenen Entwicklung ist und nicht – wie die zu einem Spottpreis privatisierten ehemals öffentlichen Liegenschaften im Quartier wie Uferhallen oder Stadtbadt Wedding – zu einem Spekulationsobjekt wurde. Eine große Inspiration für unser Vorhaben, den Prinzessinnengarten zusammen mit der Nachbarschaft dauerhaft als Gemeingut zu sichern. Von besonderem Interesse für uns das Erbbaurecht. Zur Sicherung der Nutzungen des Prinzessinnengartens hatte die Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg 2016 ein 40jähriges Erbbaurecht vorgeschlagen. In diesem Fall verbliebe der Grund und Boden in kommunalem Eigentum und die gemeinwohlorientierten Nutzungen würden langfristig festgeschrieben.

Ausstellungsbeitrag zu „An Atlas of Commoning. Orte des Gemeinschaffens“

Bei einem Austellungsbesuch der Abendschule haben wir nachträglich ein Banner #GewachsenUmZuBleiben am Modell der Laube angebracht

Bei einem Austellungsbesuch der Abendschule haben wir nachträglich ein Banner #GewachsenUmZuBleiben am Modell der Laube angebracht

Am 22. Juni hat im Kunstraum Bethanien die Ausstellung An Atlas of Commoning: Orte des Gemeinschaffens Premiere. Das Gemeinschaftsprojekt des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa) und der ARCH+ wird im Anschluss zehn Jahre lang durch die Welt touren. Das Projekt fokussiert  auf städtische Gemeingüter, worunter  die Schaffung und Bewirtschaftung (materieller und immaterieller) kollektiver Ressourcen und Räume als Grundlage demokratischer Teilhabe verstanden wird. Dazu finden sich in der  Ausstellung auch Beiträge von Common Grounds und der Nachbarschaftsakademie zur Wunschproduktion Prinzessinnengarten 99 Jahre als Gemeingut sowie zur Laube. Mehr hier

Silvia Federici zu Besuch im Garten

Silvia Federici zusammen mit Michelle Teran im Prinzessinnengarten
Silvia Federici zusammen mit Michelle Teran im Prinzessinnengarten

Silvia Federici war für einen Vortrag zu The Globalization of Women’s Work and New Forms of Violence Against Women in Berlin. Die Aktualität ihrer Arbeit zu Reproduktionsarbeit zeigt sich daran, dass wie schon bei ihrem letztjährigen Besuch der Votragssaal schon eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung restlos überfüllt war. Federici ist feministische Historikerin und Theoretikerin und ist vor allem mit ihrem Buch Caliban und die Hexe: Frauen, der Körper und die ursprüngliche Akkumulation (erschienen im Original 2004) weltweit zu einer der wichtigsten Stimmen der Gemeingüterdiskussion geworden. Sie „tritt für Commons ein, also für kollektives Eigentum, das von einer Gemeinschaft organisiert wird, die gleichberechtigt entscheidet und profitiert. Für Federici wird beispielsweise mit Community-Gärten oder Gemeinschaftsküchen an die mittelalterliche Allmende-Tradition angeknüpft. Sie sieht in der in Commons geleisteten Reproduktionsarbeit eine Alternative zur Reproduktionsarbeit im Kapitalismus.“ (Wikipedia)

1972 hat Federici das International Feminist Collective mitgegründet, das die internationale „Lohn für Hausarbeit“-Kampagne startete. Diese ist auch als Beitrag in der Ausstellung „An Atlas of Commoning. Orte des Gemeinschaffens“ im Bethanien zu sehen, in der auch Prinzessinnengarten, die Laube und die Nachbarschaftschaftsakademie als Beispiele des Commoning vertreten sind. Spontan hat sie den Garten besucht und sich an unserer utopischen Kartierung zu 99 Jahre Prinzessinnengartem als Gemeingut beteiligt mit Ideen zu Treffpunkten für die Nachbarschaft wie die Casitas in den Gemeinschaftsgärten New Yorks, Kollektive Küchen, Bauspielplätze und Schulgäretn für die Kinder.

Kreuzberg Gemeingut

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Studierender der TU Berlin am Chair for Urban Design haben vor dem Rathaus Kreuzberg ihre Arbeit zu Gemeingütern in form eines „Gemeingut-Amts“ präsentiert. Auf den Plänen findet sich auch der Prinzessinnengarten am Moritzplatz als zu schützender “eroberter Raum und politischer Reibungsort”. Mehr hier

Untersuchungsausschuss Gemeingut Grün

Vorstellung des UA zum Gemeingut Grün in einem Treffen der Berliner Gartenebwegung im Allmende-Kontor

Vorstellung des UA zum Gemeingut Grün in einem Treffen der Berliner Gartenbewegung im Allmende-Kontor

Marco Clausen und Kerstin Meyer, die beide in der Abendschule 99 Jahre Prinzessinnengarten aktiv sind, übernehmen für 3 Monate einen “Untersuchungsausschuss” (UA) zum Thema Gemeingut Grün. Die Untersuchungsausschüsse sind eine vom ZK/U initiierte Serie nichtständiger Ausschüsse zur Untersuchung von stadtgesellschaftlichen Berliner Sachverhalten ein, deren Aufklärung im öffentlichen Interesse liegen. Der erste UA beschäftigt sich mit gemeinwohlorientierten Organisationsformen für die Berliner urbanen Gärten. Mehr hier